Laientheater

Theorie und Praxis einer populären Kunstform

Laientheater boomt in den unterschiedlichsten Formen – als zunächst unbestimmtes und damit freies Komplementärphänomen zum professionellen Theater. Umso mehr bedarf es einer Reflexion über Formen und Inhalte sowie nicht zuletzt über den Kunstbegriff des Laientheaters.

In einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis beleuchten die Beiträge von Guido Apel, Britta Ender, Susanne Knaeble, Eva Wagner und Silvan Wagner zentrale Facetten des Laientheaters und bieten damit Ansätze sowohl für die künstlerische Arbeit von Laientheatergruppen als auch für die wissenschaftliche Diskussion dieses schillernden Phänomens.

23,80 € *

2011-05-06, 196 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1780-1

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Silvan Wagner

Silvan Wagner, Universität Bayreuth, Deutschland

... mit Silvan Wagner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es gibt erstaunlich wenige Bücher, die sich mit dem Phänomen Laientheater intensiv auseinandersetzen. Als ich vor Jahren meine Laientheatergruppe gründete, suchte ich vergeblich nach Literatur, die mir hätte weiterhelfen können.

Ratgeber zu Kindermasken, Improtheater und Bewegungsspielen etwa gibt es zwar zuhauf, kaum aber Literatur, die das Laientheater auch theoretisch diskutiert. Unser Buch versucht diese Lücke zu schließen, und ich wäre froh gewesen, damals etwas Ähnliches zu finden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Laientheater ist nicht einfach das schlechtere Profitheater. Es ist eine eigenständige Kunstform mit eigenen Gesetzen, die aber künstlerisch so erfüllend und überzeugend sein kann wie das Profitheater. Dafür ist jedoch wichtig, dass sich das Laientheater auf seine je eigenen Grundlagen besinnt, die es sich im Unterschied zum Profitheater selbst setzen kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Kurz gesagt: Zu wenig. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Laientheater ist sowohl in historischer als auch in aktueller Hinsicht kaum vorhanden, und dies, obwohl gerade das Laientheater auch etwa für die neu verhandelte Frage nach Identität und Rolle wertvolle Impulse geben könnte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit unserem Publikum. Eine Auseinandersetzung über die theoretischen Grundlagen des Laientheaters kann das Verständnis und den Genuss seines Publikums nur erhöhen – oder aber seine Kritik fruchtbar machen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Nur wenn Theorie und Praxis des Laientheaters eng verzahnt werden, können aus beengenden Einschränkungen künstlerische Chancen werden.

Besprochen in:

Zeitschrift für Theaterpädagogik, 27/59 (2011), Florian Vaßen
Autor_in(nen)
Silvan Wagner (Hg.)
Buchtitel
Laientheater Theorie und Praxis einer populären Kunstform
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
196
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1780-1
DOI
10.14361/transcript.9783839417805
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN AB
BISAC-Code
PER011020 ART023000
THEMA-Code
ATD AB
Erscheinungsdatum
2011-05-06
Auflage
1
Themen
Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Soziologie, Laientheatergruppen sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Theater, Laientheater, Amateurtheater, Schauspiel, Kultur, Theaterwissenschaft, Theaterpädagogik, Populäre Kunst

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