Globalismus und New Labour

Zur diskursiven Konstruktion von Globalisierungsprozessen im Großbritannien der Blair-Ära

Diskursive Aspekte spielen in der Globalisierungsforschung bisher eine eher untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund entwickelt Holger Rossow ein spezifisches Globalismus-Konzept, das in Abgrenzung zu den Begriffen Globalisierung und Globalität für die Rolle von Diskursen bei der Setzung der Globalisierungsagenda und der Konstruktion unserer gesellschaftlichen Realität steht. Seine konkrete Anwendung findet das Konzept des Globalismus bei der Untersuchung der Transformation der britischen Labour Party unter Tony Blair (1997-2007) – als einem Beispiel für eine sozialdemokratische Partei im Kontext der Herausforderungen, Chancen und Probleme der Globalisierung.

32,80 € *

2011-06-24, 364 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1784-9

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Holger Rossow

Holger Rossow, Universität Rostock, Deutschland

... mit Holger Rossow

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wenn Sie mich fragen würden, ob die Welt ein weiteres Buch über Globalisierung ›braucht‹, wäre ich vielleicht etwas zögerlich, aber ich setze ja ganz bewusst einen anderen Schwerpunkt. Bei mir geht es nicht primär um Globalisierung, sondern vorrangig um Globalisierungsdiskurse, die in einem komplexen Wechselverhältnis mit Globalisierungsprozessen stehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Für eine gezielte theoretische Durchdringung und konkrete Analyse von Globalisierungsdiskursen wird das Konzept des Globalismus entwickelt. Globalismus wird verstanden als ein Diskurs, der in einer ganz konkreten historischen Situation ›Wissen‹ über Globalisierungsprozesse produziert, in vermittelter Weise im Sinne eines sozialen Konstruktivismus Wirklichkeit konstituiert und in den immer auch gesellschaftliche Machtkonstellationen eingeschrieben sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mittlerweile liegen zahllose Untersuchungen unterschiedlicher Disziplinen zu verschiedensten Aspekten des Globalisierungsprozesses und auch zu New Labour vor. Bisher fehlen jedoch systematische Untersuchungen des Zusammenhangs zwischen Globalisierungsprozessen, den sie ›begleitenden‹ Diskursen sowie der Aufnahme und aktiven Mitgestaltung dieser Diskurse durch New Labour.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Antonio Gramsci würde ich vor dem Hintergrund der meines Erachtens überraschend schwach ausgeprägten Opposition gegen bestimmte Globalisierungsaspekte gerne über das Hegemonie-Problem im 21. Jahrhundert sprechen. An Stuart Hall, der vermutlich den stärksten Einfluss auf meine bisherige Entwicklung als Wissenschaftler ausgeübt hat, hätte ich vor allem eine ganz konkrete Frage: Findet er meinen Umgang mit seinen Texten (Zitate) angemessen?

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine systematische Klärung der Begriffe Globalisierung, Globalität sowie Globalismus und ihre Anwendung bei der Analyse von Globalisierungsdiskursen.

»Die Studie lässt sich [...] auf zahlreichen Ebenen mit erheblichem Gewinn lesen.«
Steffen Doerre, Neue Politische Literatur, 57 (2012)
Besprochen in:

Journal for the Study of British Cultures, 18/2 (2011), Susan Nitzsche
GMK-Newsletter, 8 (2011)
Portal für Politikwissenschaft (pw-portal.de), 5 (2012), Björn Wagner
GMK-Newsletter, 6 (2012)
Autor_in(nen)
Holger Rossow
Buchtitel
Globalismus und New Labour Zur diskursiven Konstruktion von Globalisierungsprozessen im Großbritannien der Blair-Ära
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
364
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1784-9
DOI
10.14361/transcript.9783839417843
Warengruppe
1737
BIC-Code
JPS JFFS JFC
BISAC-Code
POL011000 POL033000 SOC026000 SOC022000
THEMA-Code
JPS GTQ JBCC
Erscheinungsdatum
2011-06-24
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Politik, Neoliberalismus
Adressaten
Cultural Studies, Anglistik/Amerikanistik, Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Wirtschaftswissenschaft, Globalisierung und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Globalismus, Globalisierung, Diskurs, Labour Party, New Labour, Blair, Politik, Neoliberalismus, Internationale Politik, Cultural Studies, Kulturwissenschaft

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