Staat in Unordnung?

Geschlechterperspektiven auf Deutschland und Österreich zwischen den Weltkriegen

Die Gründungen der Weimarer Republik in Deutschland sowie der Ersten Republik in Österreich 1918 waren von kontroversen Auseinandersetzungen um Staat und Demokratie begleitet. Ihr spektakuläres Scheitern im Nationalsozialismus lenkt die Aufmerksamkeit auf die angebliche Schwäche beider Staaten.

Die Beiträge dieses Bandes werfen Schlaglichter auf bis dato wenig erforschte Dimensionen der zeitgenössischen Bearbeitung von Staatlichkeit in politischer Theorie, Literatur, Film, Theater und politischer Praxis. Der Fokus der Beiträge liegt dabei auf Thematisierungen von Ordnung/Unordnung der Geschlechter, die zugleich staatliche Stabilität/Instabilität problematisieren.

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2011-12-02, 260 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1802-0

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Stefan Krammer

Stefan Krammer, Universität Wien, Österreich

Marion Löffler

Marion Löffler, Universität Wien, Österreich

Martin Weidinger

Martin Weidinger, Universität Wien, Österreich

... mit Marion Löffler, Martin Weidinger und Stefan Krammer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Weimarer Republik und die Erste Republik in Österreich sind stark beforscht, sodass ein weiteres ›Weimarbuch‹ nur unter der Bedingung sinnvoll ist, dass es tatsächlich neue Perspektiven eröffnet. Dies trifft auf vorliegendes Buch zu. Die Beiträge dieses Bandes werfen Schlaglichter auf bis dato wenig erforschte Dimensionen der zeitgenössischen Bearbeitung von Staatlichkeit in politischer Theorie, Literatur, Film, Theater und politischer Praxis. Der Fokus liegt auf Thematisierungen von Ordnung/Unordnung der Geschlechter, die zugleich staatliche Stabilität/Instabilität problematisieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Deutschland und Österreich in der Zeit zwischen den Weltkriegen werden vorzugsweise im Hinblick auf deren Schwäche, insbesondere auf das Scheitern der Demokratie im Nationalsozialismus untersucht. Die inter- und transdiziplinäre Zusammenschau einiger Aspekte von Geschlecht, Staat, Demokratie usw. ermöglicht demgegenüber vielfältige Perspektiven, die ein komplexes Bild einer widersprüchlichen Epoche zeichnen. Der gemeinsame Zugang, über die Analyse von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen, Aufschlüsse über die Verfasstheit der beiden Staaten zu gewinnen, geht nicht nur über die einzeldisziplinären Zugriffe weit hinaus, sondern verändert zudem übliche Staatsverständnisse, indem keiner Disziplin ein Monopol auf die Staatsdeutung zugesprochen wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Geschlechterforschung und -theorie haben in den letzten Jahrzehnten die Debatten in zahlreichen Disziplinen verschoben und gehörig in Unordnung gebracht. Die Frage der ordnungsstiftenden und potenziell -störenden Funktion der Geschlechter eröffnet neue Perspektiven auf den Staat, die einen multidisziplinären Dialog anregen. Sie bereiten eine gemeinsame Basis für scheinbar disparate Aspekte, wie z.B. Vertrauen in politische Institutionen einerseits und die Rolle des Chors im postdramatischen Gegenwartstheater andererseits.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Indem wir mit dem Buch einen multidisziplinären Dialog suchen, würden wir es gerne mit Wissenschafter/-innen und Studierenden unterschiedlicher Fachdisziplinen diskutieren, allen voran aus den Bereichen der Gender Studies, der Politikwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Theater-, Film- und Medienwissenschaften, der Geschichtswissenschaft. Gerade in den disziplinären Verflechtungen können neue theoretische und methodische Ansätze entwickelt werden, die sich für den wissenschaftlichen Diskurs als besonders produktiv erweisen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch eröffnet neue Perspektiven auf das spannungsreiche Wechselverhältnis zwischen Staat und Geschlecht (nicht nur) in der Zwischenkriegszeit.

»Ein empfehlenswertes Buch, das fernab von ›trockener‹ Theorie zum Schmökern und zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema ›Staat und Gesellschaft‹ anregt.«
Julia Martin, WeiberDiwan, 1 (2012)
»Die Konsistenz des Bandes verdankt sich wohl nicht zuletzt seiner Entstehung im Kontext eines interdisziplinären Forschungsprojekts [...]. Immer wieder wird ein gemeinsamer methodisch-theoretischer Horizont erkennbar.«
Johanna Gehmacher, H-Soz-u-Kult, 25.05.2012
Besprochen in:
Portal für Politikwissenschaft (pw-portal.de), 5 (2012), Björn Wagner
APA – Austria Presse Agentur, 11.06.2012, Wienfried Radl
GERMANISTIK, 53/3-4 (2012)
Stichwort, 33 (2012), Stephanie Arzberger
Buchtitel
Staat in Unordnung? Geschlechterperspektiven auf Deutschland und Österreich zwischen den Weltkriegen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
260
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1802-0
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ HBTB
BISAC-Code
SOC032000 HIS054000
THEMA-Code
JBSF NHTB
Erscheinungsdatum
2011-12-02
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Politik
Adressaten
Gender Studies, Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Geschichte, Cultural Studies
Schlagworte
Staatsdenken, Geschlechterforschung, Literatur, Film, Geschichte 1918-1938, Weimarer Republik, Erste Republik, Gender, Politik, Gender Studies, Geschlechtergeschichte, Sozialgeschichte, Europäische Geschichte, Kulturwissenschaft

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