Camp Comforts

Reparative Gay Literature in Times of AIDS

»Camp Comforts« investigates the wide-ranging impact of camp on AIDS literature and places this impact within two different traditions of camp analysis: a politically subversive one that aims at social change and an aesthetically uplifting one that aims at personal healing. Christian Lassen argues that camp may in fact serve both ends, social change and personal healing, and goes on to explore reparative reading practices in order to rehabilitate alleviation and relief as vital objectives in literary representations of gay grief. In this way, »Camp Comforts« reveals the workings that make camp so crucial a strategy for survival in times of AIDS.

35,80 € *

2011-04-26, 294 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1814-3

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Christian Lassen

Christian Lassen, Universität Oldenburg, Deutschland

... mit Christian Lassen

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

»Camp Comforts« hält der Welt den Spiegel vor, damit sie nicht verlernt, sich von ihrer hübschen Seite zu zeigen: mit dem Lächeln von Julia Roberts, der Ausstrahlung Valentinos, dem Timbre der Dietrich und vor allem ganz ohne Korsett, wie Trude Herr ... In punkto Typberatung hat die Welt »Camp Comforts« also bitter nötig.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Camp Comforts« untersucht den bislang vernachlässigten Einfluss von ›camp‹, also von dem Phänomen, das gemeinhin als ›gay sensibility‹ verstanden wird, auf die englische und amerikanische AIDS-Literatur der letzten Jahrzehnte, und eröffnet die Möglichkeit einer reparativen Lektürepraktik, in der ›camp‹ nicht länger nur als Instrument der politischen Subversion, sondern auch (und vor allem) als Moment der ästhetischen Regeneration gelesen wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Literarische und kulturelle Auseinandersetzungen mit dem Thema AIDS erscheinen ohne einen Blick auf ›camp‹ bestenfalls unvollständig, nicht nur weil der gegenwärtigen Diskussion ohne das Phänomen ›camp‹ ein wichtiges identitätsstiftendes Moment der gay community abhandenkäme, sondern auch weil die Dynamik von camp sowohl soziale Belange, als auch persönliche Befindlichkeiten anspricht und somit Ressourcen mobilisiert, die dem Trost, der Linderung und der Ermutigung dienen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

W.G. Sebald, Susan Sontag und Eve Sedgwick; mit Sebald, weil ich als Student in Norwich versäumt habe, ihn zu fragen, wie man es denn anstellt, sich nicht im Kreis zu drehen, wenn man auf den Ringen des Saturn seine einsamen Bahnen zieht; mit Sontag, weil ich sie während der Tübinger Poetikdozentur nicht gefragt habe, wie man der Welt mit Metaphern die Augen pudert, anstatt sie bloß abzuschminken; und mit Sedgwick, um mich bei ihr zu bedanken, weil sie mir diese Fragen beantwortet hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Health consists of having the same diseases as one's neighbours.‹ (Quentin Crisp)

Autor_in(nen)
Christian Lassen
Buchtitel
Camp Comforts Reparative Gay Literature in Times of AIDS
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
294
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1814-3
DOI
10.14361/transcript.9783839418147
Warengruppe
1564
BIC-Code
DSB JFSK
BISAC-Code
LIT004120 LIT004020 SOC012000
THEMA-Code
DSB JBSJ
Erscheinungsdatum
2011-04-26
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Literatur
Adressaten
Literary Studies, Cultural Studies, Queer Studies, Gender Studies
Schlagworte
Camp, AIDS, Literature, Culture, Queer, Representation, Gender, British Studies, American Studies, Queer Theory, Cultural Studies, Literary Studies

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