Körper von Wert

Eine kritische Analyse der bioethischen Diskurse über die Stammzellforschung

Die Stammzellforschung mobilisiert Begehren aller Art – ob als therapeutisches Versprechen oder als nationale Zukunftsökonomie. Doch welche materielle Praxis steht hinter dieser Forschungsrichtung?

Ute Kalender bindet die Diskussion um Stammzellforschung an ihre unhintergehbare Bedingung zurück: an den geschlechtlichen und zugleich immer reproduktiven Körper. Ihre detaillierte Studie fragt kritisch, wie das Thema Inwertsetzung des reproduktiven Geschlechterkörpers in der Bioethik verhandelt wird.

Kalenders gesellschaftswissenschaftlicher Ansatz, der zentrale Ideen der Queer, Crip und Gender Studies zum Thema Reproduktion kritisch-produktiv gegeneinander wendet, schließt zudem eine Lücke in der Debatte um Intersektionalität.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Danksagung

    Seiten 9 - 10
  4. A. Einleitung - Stammzellen und Geschlechterleiber

    Seiten 11 - 38
  5. B.1 ZUM SELBSTVERSTÄNDNIS DOMINANTER BIOETHIK

    Seiten 39 - 42
  6. B.2 DER FOUCAULTSCHE DISPOSITIVBEGRIFF

    Seiten 42 - 69
  7. B.3 DIE REKONSTRUKTION DES DISPOSITIVS DER BIOETHIK

    Seiten 69 - 130
  8. C.1 LEBENSWISSENSCHAFTLICHE DISKURSE - VOM TOTIPOTENTEN EMBRYO ZUR NETZWERKZELLE

    Seiten 132 - 172
  9. C.2 THEOLOGISCHE DISKURSE - GOTTEBENBILDLICHE EIGENLEIBLICHKEIT DES EMBRYOS, SÜNDIGES WEIBLICHES FLEISCH UND HETERONORMATIVE LEBENSVIELFALT

    Seiten 173 - 225
  10. C.3 PHILOSOPHISCHE DISKURSE - ZWECKRATIONALES LEBEN UND PERSONEN BIOETHISCHER ENTSCHEIDUNGEN

    Seiten 226 - 275
  11. C.4 RECHTSPHILOSOPHISCHE DISKURSE - PRIVATRECHTLICHE KÖRPEREIGENTÜMER, BLOSSES BIOLOGISCHES LEBEN UND EMBRYONALE GRUNDRECHTSSUBJEKTIVITÄT

    Seiten 276 - 322
  12. C.5 DAS ZUSAMMENWIRKEN DER BIOETHISCHEN DISKURSE

    Seiten 323 - 354
  13. D.1 DIE INWERTSETZUNG DES LEIBES ALS EINE INWERTSETZUNG DES FRAUENKÖRPERS? DIE KATEGORIE GESCHLECHT IN FEMINISTISCHEN GENDERANSÄTZEN

    Seiten 359 - 371
  14. D.2 POTENTIALE DER ENTGESCHLECHTLICHUNG? QUEERE/TRANSGENDERE PERSPEKTIVEN AUF NEUE TECHNOLOGIEN UND KÖRPERFRAGMENTIERUNG

    Seiten 372 - 379
  15. D.3 DIE UNMÖGLICHKEIT DER MÖGLICHKEIT REPRODUKTIVER SUBJEKTIVIERUNG: REPRODUKTION, NRTs UND KÖRPERFRAGMENTIERUNG AUS SICHT DER DISABILITY STUDIES

    Seiten 380 - 391
  16. D.4 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNGEN: EINE INTERDEPENDENTE PERSPEKTIVE AUF DIE INWERTSETZUNG DES KÖRPERS

    Seiten 392 - 396
  17. E. Literatur

    Seiten 397 - 434
  18. F. Glossar

    Seiten 435 - 442
  19. Backmatter

    Seiten 443 - 446
Mehr
35,80 € *

2011-12-15, 446 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1825-9

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Ute Kalender

Ute Kalender, Deutschland

»Statt der auf verschiedenen Ebenen affirmativen Bioethik schlägt die Autorin ein Zusammendenken feministischer, queerer und Disability-Perspektiven als Kritik an der Verwertung des reproduktiven Körpers vor. Für diese vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Bioethik hat Kalender mit ihrer Untersuchung eine solide und interessant zu lesende Grundlage gelegt.«
Kirsten Achtelik, Konkret, 8 (2012)
Besprochen in:

Gen-ethischer Informationsdienst, 210 (2012)
Autor_in(nen)
Ute Kalender
Buchtitel
Körper von Wert Eine kritische Analyse der bioethischen Diskurse über die Stammzellforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
446
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1825-9
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB MBDC JFSJ
BISAC-Code
SOC022000 MED050000 SOC032000
THEMA-Code
JHB MBDC JBSF
Erscheinungsdatum
2011-12-15
Auflage
1
Themen
Medizin, Biopolitik, Geschlecht, Körper
Adressaten
Gender Studies, Disability Studies, Queer Studies, Feministische Medizinethik, Soziologie
Schlagworte
Intersektionalität, Bioethik, Gender, Körper, Behinderung, Biomedizin, Reproduktion, Medizin, Medizinethik, Gender Studies, Biopolitik, Kulturwissenschaft

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