Verortungen der Interkulturalität

Die ›Europäischen Kulturhauptstädte‹ Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)

Die Initiative der ›Europäischen Kulturhauptstadt‹ soll dazu beitragen, interkulturelle Prozesse auf städtischer, nationaler und europäischer Ebene zu reflektieren und zu fördern. Mit diesem Anspruch gehen jedoch zahlreiche gesellschaftliche, räumliche, kulturelle und ästhetische Probleme einher, die nicht immer befriedigend zu lösen sind.

Der daraus entstehenden Gemengelage von Europa und Regionalität, Identität und Pluralität, Kommerz und Kunst widmet sich dieser Sammelband aus einer interdisziplinären Perspektive. Er vergleicht erstmals exemplarisch die Kulturhauptstadtjahre in Luxemburg und der Großregion (2007), im Ruhrgebiet (2010) und in Istanbul (2010) und stellt dabei Interkulturalität als raum- und kulturübergreifendes Phänomen kontrastiv ins Zentrum der Analysen.

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2012-01-09, 316 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1826-6

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Thomas Ernst

Thomas Ernst, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

Dieter Heimböckel

Dieter Heimböckel, Université du Luxembourg, Luxemburg

... mit Dieter Heimböckel und Thomas Ernst

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Momentan wird allerorten über die Notwendigkeit wie die Nöte einer gemeinsamen europäischen Kultur gestritten. Eine zentrale und komplexe Frage ist dabei, wie sich die (Inter-)Kultur Europas in einem konkreten regionalen Raum produktiv umsetzen ließe. Damit beschäftigt sich der Band kritisch am Beispiel der Europäischen Kulturhauptstadtjahre 2007 (Metropolregion Luxemburg) und 2010 (Ruhrgebiet und Istanbul).

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die dreizehn Beiträge zielen darauf ab, die vielfältigen Potenziale und Probleme von Europäischen Kulturhauptstädten interdisziplinär und kontrovers zu diskutieren. So werden die Tendenzen zu einer (inter-)kulturinstrumentalisierenden Stadtpolitik beschrieben, die wechselnden und widersprüchlichen Adressaten eines Kulturhauptstadtjahres differenziert dargestellt sowie die sozialen, medialen und ästhetischen Erscheinungsweisen verschiedener konkreter Projekte kontrastiv untersucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die ebenso notwendige wie aufschlussreiche Forschungsrichtung der ›vergleichenden Kulturhauptstadtforschung in Europa‹ muss erst noch etabliert werden; dieser Band soll ein Schritt auf diesem Wege sein. Dazu bündelt er sowohl theoretische wie auch analytische Beiträge einiger der wichtigsten Forschungsansätze im Bereich der Kulturhauptstadt-, Regionalitäts- und Interkulturalitätsforschung. Mit der Kulturhauptstadtthematik eröffnet sich zudem die Gelegenheit, den in den Kulturwissenschaften bereits reflektierten Prozess des ›spatial turn‹ auch für das Forschungsparadigma der Interkulturalität fruchtbar zu machen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den vielfältigen Gruppen, die sich an einem Europäischen Kulturhauptstadtjahr aktiv oder rezeptiv beteiligen. Dies reicht von Kulturpolitikern der EU über die Künstler, Financiers und Journalisten bis hin zu den Kultur- und Sozialarbeitern in den Stadtvierteln, den freiwilligen Helfern und den Besuchern der Veranstaltungen. Optimistisch gesprochen: mit allen kulturell interessierten Bürgern Europas.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Potenziale und Probleme der (Inter-)Kultur Europas – am Beispiel von vergleichenden europäischen Kulturhauptstadtanalysen.

»Das Verdienst des Bandes ist in erster Linie hinsichtlich der grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Kulturhauptstadtkonzept zu sehen, gerade die unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen erweisen sich als äußerst erkenntnisfördernd.«
Daniel Habit, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2013)
Besprochen in:

IDA-NRW, 1 (2012)
KunstKulturLifestyle, 4 (2012)
Planerin, 2 (2012)
ORLIS, 5 (2012)
IRB Informationsmittel, 5 (2012)
vhw FWS, 4 (2012)
Das Historisch-Politische Buch, 61/5 (2013), Jürgen Reuleck
Autor_in(nen)
Thomas Ernst / Dieter Heimböckel (Hg.)
Buchtitel
Verortungen der Interkulturalität Die ›Europäischen Kulturhauptstädte‹ Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
316
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1826-6
DOI
Warengruppe
1731
BIC-Code
JPQB JFC RGC
BISAC-Code
POL038000 SOC022000 SOC015000
THEMA-Code
JPQB JBCC RGC
Erscheinungsdatum
2012-01-09
Auflage
1
Themen
Kultur, Stadt, Kulturmanagement
Adressaten
Geografie, Geschichte, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Politologie, Soziologie
Schlagworte
Interkulturalität, Kulturhauptstadt, Migration, Raum, Region, Istanbul, Luxemburg, Ruhrgebiet, Kulturmanagement, Kultur, Stadt, Kulturpolitik, Kulturgeographie, Europäische Politik

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