»Republik, das ist nicht viel«

Partei und Jugend in der Krise des Weimarer Sozialismus

Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Deutschland hat sich bis 1914 kontinuierlich entwickelt. Man trat optimistisch und zukunftsgewiss auf und wähnte sich im Einklang mit dem Fortschritt der Gesellschaft. Der Erste Weltkrieg und die gescheiterte Revolution von 1918/19 jedoch führten zu einem jähen Einschnitt.

Gleichsam als Seismographen für die Krise in der Arbeiterbewegung der Zwischenkriegsjahre wirkten ihre Jugendorganisationen. Hier lebten sich die Zweifel am bisherigen Fortschrittsparadigma aus, hier traten Lebens- und Individualreform gleichwertig neben die klassische Gesellschaftsreform. Am Ende der Weimarer Republik hatten neue gesellschaftliche Bewegungen weit links und weit rechts an Terrain gewonnen; zudem verdrängten die kommerziellen Freizeitkulturen die überkommenen Verbandsangebote der sozialistischen Jugend in den Arbeiterquartieren der Industriestädte.

Franz Walter zeichnet die Krise des Weimarer Sozialismus nach und weist auf die tiefe, konfliktträchtige Kluft zwischen den Generationen im Sozialismus hin. Er zeigt, wie die alten sozialistischen Offerten an Zugkraft verloren – aber auch den Weg frei gemacht haben für neue Entwürfe im jungen Sozialismus der 1920er und 1930er Jahre.

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2011-05-26, 454 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1832-7

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Franz Walter

Franz Walter, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

»Dieser Band wird hoffentlich viele Leserinnen und Leser finden.«
Uli Schöler, JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 2 (2013)
»Der Studie gelingt es, vielfältige methodische Zugänge zum Weimarer Jungsozialismus zu finden.«
Matthias Busch, H-Soz-u-Kult, 12.12.2011
»Eine eindringliche, ebenso einfühlsame wie reflektierte Darstellung der kurzen, aber außerordentlich bewegten und konfliktreichen Geschichte der sozialdemokratischen Parteijugend zwischen Kaiserreich und ›Drittem Reich‹.«
Eberhard Kolb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2011
»Walters Untersuchung ist überaus materialreich, lesenswert und anregend, macht sie doch die fast unüberschaubare Vielfalt unterschiedlicher Strömungen deutlich, die es in der deutschen Sozialdemokratie zwischen der Novemberrevolution und dem Beginn der NS-Diktatur gegeben hat.«
Manfred Weißbecker, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 59/10 (2011)
Besprochen in:
PW-Portal, 11 (2011), Stephan Klecha
Autor_in(nen)
Franz Walter
Buchtitel
»Republik, das ist nicht viel« Partei und Jugend in der Krise des Weimarer Sozialismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
454
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1832-7
DOI
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBLW JPL
BISAC-Code
HIS014000 HIS037070 POL015000
THEMA-Code
NHD JPL
Erscheinungsdatum
2011-05-26
Auflage
1
Themen
Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Bewegungsforschung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Jugendbewegung, Lebensreform, Linkssozialismus, Arbeiterjugend, Jungsozialisten, SPD, Generationen, Klassenkampf, Austromarxismus, Politik, Deutsche Geschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Politische Parteien, Jugend, Geschichtswissenschaft

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