Doing Generation

Zur Inszenierung von generationeller Gemeinschaft in deutschsprachigen Schriftmedien

Generation Golf, Generation Praktikum, 89er-Generation, Generation Ally, Generation Doof – überall ist die Rede von Generationen. Doch was steckt hinter diesen »Zeitmarken«? Björn Bohnenkamp zeigt, dass Generationen kein natürlicher Bestandteil unserer Gesellschaft sind, sondern immer wieder medial hervorgebracht werden. Anhand von aktuellen Beispielen aus Büchern, Zeitschriften und der Netzkultur zeichnet er nach, wie Generationen in Medien entstehen und durch Kommunikation populär ›gemacht‹ werden.

33,80 € *

2011-11-14, 316 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1836-5

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Björn Bohnenkamp

Björn Bohnenkamp, Marketing Center Münster, Deutschland

... mit Björn Bohnenkamp

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Generationen sind kein Nischenthema, schließlich lässt sich vermutlich jeder Mensch einem der vielen Generationenetiketten zuordnen. Gerade darum ist es aber auch einmal notwendig, nicht nur darüber nachzudenken, in welcher Generation sich jeder einzelne befindet, sondern auch darüber, was es bedeutet, dass es so etwas wie Generationen gibt. Wie entsteht eigentlich ein öffentliches Bild von einer Generation? Darum geht es in meinem Buch.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Was in den Gender Studies selbstverständlich ist, soll auch in meinem Buch deutlich werden: Generationen sind keine naturgegebenen Größen, sondern werden gemacht. Kommunikation bestimmt, zum Beispiel durch bestimmte Bücher, Zeitschriften, Netzkultur – aber auch durch medienübergreifende öffentliche Diskurse –, welche Generationen uns als plausibel erscheinen und welche Generationenkonflikte wir wahrnehmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Auch in der Forschung spielen Generationen in den letzten Jahren eine beherrschende Rolle: Ob in den Geschichts-, Kultur- oder Sozialwissenschaften, überall ist die Rede von Generationen. Mein Buch möchte innerhalb dieser Generation Studies die These vertiefen, dass Generationen kommunikativ erzeugt werden und ein paar Mechanismen diskutieren, auf welche Weise das geschieht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all den Journalisten und Buchautoren, die ständig neue Generationen (er)finden; mit all denen, die von sich behaupten, heldenhaften Generationen anzugehören und auf alle Nachkommenden verächtlich herabschauen – und mit all denen, die immer noch auf der Suche nach ihrer generationellen Heimat sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Generationen werden gemacht!

»Entstanden ist ein zugleich intellektuell anspruchsvolles sowie verständliches Werk, welches für verschiedenste Disziplinen – Medien-, Kultur- und Literatur- ebenso wie Geschichtswissenschaft – eine anregende Lektüre liefert.
Bohnenkamp hört man zu! Gerne und mit großem Erkenntnisgewinn.«
Silke Roesler-Keilholz, MEDIENwissenschaft, 1 (2013)
»Bohnenkamp hört man zu! Gerne und mit großem Erkenntnisgewinn.«
Silke Roesler-Keilholz, MEDIENwissenschaft, 1 (2013)
»[Bohnenkamps Studie schließt] eine klaffende Forschungslücke im Bereich der Generation Studies.«
Jutta Weingarten, KULT_online, 30 (2012)
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 1 (2012)
GERMANISTIK, 52/3-4 (2012)
Autor_in(nen)
Björn Bohnenkamp
Buchtitel
Doing Generation Zur Inszenierung von generationeller Gemeinschaft in deutschsprachigen Schriftmedien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
316
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1836-5
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD DSB
BISAC-Code
SOC052000 LIT000000 LIT004170
THEMA-Code
JBCT DSB
Erscheinungsdatum
2011-11-14
Auflage
1
Themen
Medien, Literatur
Adressaten
Medien- und Kulturwissenschaft, Medienkulturforschung, Literaturwissenschaft, Soziologie, Marketing sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Generation, Inszenierung, Zeitschriften, Social Communities, Marke, Medien, Literatur, Medienästhetik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Popkultur, Medienwissenschaft

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