Religion, Moral und liberaler Markt

Politische Ökonomie und Ethikdebatten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Seit Beginn des kapitalistischen Wirtschaftens wird nach einer ethisch-religiösen Begründung des liberalen Marktgeschehens gesucht. Mit dem Siegeszug des Neoliberalismus nach 1989/90, seinen Krisensymptomen der letzten Jahre sowie der Revitalisierung des Religiösen in der jüngsten Zeit stellt sich das Problem in besonders aktueller Weise.

Die Beiträge des Bandes gehen diesen Zusammenhängen nach. Sie spannen einen Bogen von den sozialphilosophischen Analysen Adam Smiths bis hin zu zeitgenössischen marktradikalen Überlegungen und zeigen, dass auch Religion selbst längst zum Markt- und Medienprodukt geworden ist.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 8
  4. Kapitalismus, Liberalismus und religiöses Ethos

    Seiten 9 - 24
  5. I. Methodendebatten zum Verhältnis von Religion, Kultur und Wirtschaft

    Kapitalismen, Modernen und religiöses Ethos

    Seiten 27 - 54
  6. Wirtschaftskultur und Wirtschaftsgeschichte

    Seiten 55 - 66
  7. II. Von Smith zu Hayek und Thatcher: der angloamerikanische Diskurs

    Moral der Ökonomie und Ökonomie der Moral

    Seiten 69 - 88
  8. Die bleibende Bedeutung der Politischen Ökonomie von Adam Smith

    Seiten 89 - 106
  9. Liberale Moraldebatten in modernen Marktgesellschaften: John Rawls und sein intellektuelles Umfeld

    Seiten 107 - 118
  10. Libertäre, Evangelikale und die Paradigmen kapitalistischer Marktordnung in den USA

    Seiten 119 - 150
  11. Liberaler Kapitalismus, Libertarismus und Kulturtheorie

    Seiten 151 - 170
  12. Wirtschaft, Gesellschaft und religiösethische Fragen im Großbritannien der Thatcher-Ära

    Seiten 171 - 186
  13. III. Wirtschaftsdiskussionen und Gesellschaftsvorstellungen in Italien und Deutschland

    "Liberalismo" und "liberismo" bei Benedetto Croce und Luigi Einaudi

    Seiten 189 - 204
  14. Wirtschaft und Gesellschaft miteinander versöhnen

    Seiten 205 - 220
  15. Wohlstand oder Solidarität?

    Seiten 221 - 236
  16. "Diktatur des Lebensstandards"

    Seiten 237 - 260
  17. IV. Religion und Markt, Religion auf dem Markt

    Kirchen, Religion und Medienmärkte

    Seiten 263 - 282
  18. "Der Tanz um das Goldene Kalb der Finanzmärkte"

    Seiten 283 - 308
  19. Autorinnen und Autoren

    Seite 309
  20. Backmatter

    Seiten 310 - 312
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29,80 € *

2011-09-09, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1840-2

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Michael Hochgeschwender

Michael Hochgeschwender, Universität München, Deutschland

Bernhard Löffler

Bernhard Löffler, Universität Regensburg, Deutschland

... mit Michael Hochgeschwender

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Da muss man sich nur die gegenwärtigen, seit 2008 nicht abreißenden Krisen des kapitalistischen und liberalen Systems anschauen. Das erzwingt geradezu, sich der kulturellen und ethischen Wurzeln kapitalistischen Denkens neu zu und auf historische Weise zu vergewissern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es verbindet ökonomische, kulturwissenschaftliche und historische Ansätze miteinander und untersucht die Phänomene obendrein in einer transatlantischen Perspektive. All das ist zwar oft gefordert, aber selten eingelöst worden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich glaube, das es dazu beitragen kann, die verschiedenen Wissenschaftszweige von der Ethik bis zur Geschichtswissenschaft unter kulturellen Perspektiven besser miteinander ins Gespräch zu bringen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Erzbischof von München, Reinhard Kardinal Marx, da ihn offenkundig ähnliche Fragen und Probleme umtreiben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine breit angelegte, transkontinentale Kulturgeschichte ökonomisch-ethischen Denkens.

»Lesenswert und bereichernd.«
Imre Koncsik, Ethica, 21 (2013)
»Der [Band regt] mit fundierten und differenzierenden Analysen [...] dazu [an], das Problemfeld der ethischen Begründung ökonomischer Verhältnisse intensiver in den Blick zu nehmen.«
Alexander Engel, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 100/1 (2013)
»Der Band macht sich zweifellos um die wirtschatsethische Ideengeschichte des Liberalismus verdient.«
Marcel Nieden, H-Soz-u-Kult, 21.11.2012
»Die Lektüre dieses anspruchsvollen Sammelbandes [lohnt sich] für den an Liberalismus Interessierten, zumal er einen breit angelegten und historisch verorteten Aufriss einer komplexen Debatte bietet, die auch in Zukunft von Relevanz bleiben wird.«
Jochen Merkle, Jahrbuch für Liberalismus-Forschung, 1 (2012)
»Von den Reflexionen werden nicht nur wissenschaftlich Tätige profitieren können, sondern auch alle diejenigen, die mit dem Bewusstsein leben, dass ökonomisches Denken und Handeln mehr sein muss als von Marktegoismen diktiertes Mehr-(wert)Verhalten.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 22.09.2011
Besprochen in:

VKRG Inform, 1 (2012)
scienzz.de, 13.03.2012, Josef Tutsch
IASL online, 03.12.2013, Matthias Wolfes
Buchtitel
Religion, Moral und liberaler Markt Politische Ökonomie und Ethikdebatten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
Ausstattung
kart., Klebebindung, 6 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-1840-2
DOI
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB KCZ
BISAC-Code
HIS054000 BUS023000
THEMA-Code
NHTB KCZ
Erscheinungsdatum
2011-09-09
Auflage
1
Themen
Wirtschaft, Religion, Neoliberalismus, Ethik
Adressaten
Geschichtswissenschaft (v.a. Zeitgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Kulturgeschichte), Wirtschaftswissenschaft (v.a. Politische Ökonomie), Religionswissenschaft, Theologie, Politikwissenschaft, Medienwissenschaft sowie die am Verhältnis von Wirtschaft und Ethik interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Religion, Ethik, Wirtschaft, Liberalismus, Kapitalismus, Markt, Neoliberalismus, Kulturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Geschichtswissenschaft

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