Religion, Moral und liberaler Markt

Politische Ökonomie und Ethikdebatten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Seit Beginn des kapitalistischen Wirtschaftens wird nach einer ethisch-religiösen Begründung des liberalen Marktgeschehens gesucht. Mit dem Siegeszug des Neoliberalismus nach 1989/90, seinen Krisensymptomen der letzten Jahre sowie der Revitalisierung des Religiösen in der jüngsten Zeit stellt sich das Problem in besonders aktueller Weise.

Die Beiträge des Bandes gehen diesen Zusammenhängen nach. Sie spannen einen Bogen von den sozialphilosophischen Analysen Adam Smiths bis hin zu zeitgenössischen marktradikalen Überlegungen und zeigen, dass auch Religion selbst längst zum Markt- und Medienprodukt geworden ist.

29,80 € *

2011-09-09, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1840-2

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Michael Hochgeschwender

Michael Hochgeschwender, Universität München, Deutschland

Bernhard Löffler

Bernhard Löffler, Universität Regensburg, Deutschland

... mit Michael Hochgeschwender

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Da muss man sich nur die gegenwärtigen, seit 2008 nicht abreißenden Krisen des kapitalistischen und liberalen Systems anschauen. Das erzwingt geradezu, sich der kulturellen und ethischen Wurzeln kapitalistischen Denkens neu zu und auf historische Weise zu vergewissern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es verbindet ökonomische, kulturwissenschaftliche und historische Ansätze miteinander und untersucht die Phänomene obendrein in einer transatlantischen Perspektive. All das ist zwar oft gefordert, aber selten eingelöst worden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich glaube, das es dazu beitragen kann, die verschiedenen Wissenschaftszweige von der Ethik bis zur Geschichtswissenschaft unter kulturellen Perspektiven besser miteinander ins Gespräch zu bringen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Erzbischof von München, Reinhard Kardinal Marx, da ihn offenkundig ähnliche Fragen und Probleme umtreiben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine breit angelegte, transkontinentale Kulturgeschichte ökonomisch-ethischen Denkens.

»Lesenswert und bereichernd.«
Imre Koncsik, Ethica, 21 (2013)
»Der [Band regt] mit fundierten und differenzierenden Analysen [...] dazu [an], das Problemfeld der ethischen Begründung ökonomischer Verhältnisse intensiver in den Blick zu nehmen.«
Alexander Engel, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 100/1 (2013)
»Der Band macht sich zweifellos um die wirtschatsethische Ideengeschichte des Liberalismus verdient.«
Marcel Nieden, H-Soz-u-Kult, 21.11.2012
»Die Lektüre dieses anspruchsvollen Sammelbandes [lohnt sich] für den an Liberalismus Interessierten, zumal er einen breit angelegten und historisch verorteten Aufriss einer komplexen Debatte bietet, die auch in Zukunft von Relevanz bleiben wird.«
Jochen Merkle, Jahrbuch für Liberalismus-Forschung, 1 (2012)
»Von den Reflexionen werden nicht nur wissenschaftlich Tätige profitieren können, sondern auch alle diejenigen, die mit dem Bewusstsein leben, dass ökonomisches Denken und Handeln mehr sein muss als von Marktegoismen diktiertes Mehr-(wert)Verhalten.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 22.09.2011
Besprochen in:

VKRG Inform, 1 (2012)
scienzz.de, 13.03.2012, Josef Tutsch
IASL online, 03.12.2013, Matthias Wolfes
Buchtitel
Religion, Moral und liberaler Markt Politische Ökonomie und Ethikdebatten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1840-2
DOI
10.14361/transcript.9783839418406
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB KCZ
BISAC-Code
HIS054000 BUS023000
THEMA-Code
NHTB KCZ
Erscheinungsdatum
2011-09-09
Auflage
1
Themen
Wirtschaft, Religion, Ethik, Neoliberalismus
Adressaten
Geschichtswissenschaft (v.a. Zeitgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Kulturgeschichte), Wirtschaftswissenschaft (v.a. Politische Ökonomie), Religionswissenschaft, Theologie, Politikwissenschaft, Medienwissenschaft sowie die am Verhältnis von Wirtschaft und Ethik interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Religion, Ethik, Wirtschaft, Liberalismus, Kapitalismus, Markt, Neoliberalismus, Kulturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Geschichtswissenschaft

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