Wo bleibt die Religion?

Zur Ambivalenz des Religiösen in der modernen Gesellschaft

Hat Religion in der modernen Gesellschaft an Bedeutung verloren? Oder erfährt sie derzeit vielmehr eine Renaissance? – Fragen, die nicht nur in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften kontrovers diskutiert werden.

Anhand von Fallstudien zu religiöser Erfahrung, zum pastoralen und sozialpolitischen Handeln der christlichen Großkirchen, zur Relevanz von Religion im Deutschland des 20. Jahrhunderts sowie zu religiösen Elementen in biographischen Entwürfen, Politik und Kunst zeichnet Volkhard Krech Entwicklungspfade von Religion in der Moderne nach, die diesseits der Alternativen von Systemzwang und Diffusion sowie Säkularisierung und Wiederkehr liegen.

28,80 € *

2011-06-30, 296 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1850-1

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Volkhard Krech

Volkhard Krech, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

... mit Volkhard Krech

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Religion ist in aller Munde. Warum sollte sich dann die Religionsforschung nicht dazu äußern? Im Unterschied zur gesellschaftlichen Praxis soll und kann Wissenschaft aber nicht für oder wider Religion in der einen oder anderen Fassung Stellung beziehen. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, einen distanziert analytischen Blick einzunehmen. Das Buch liefert einen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufklärung über Entwicklungspfade des Religiösen in der modernen Gesellschaft.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Während sich die moderne Gesellschaft für lange Zeit über Säkularisierung im Sinne des Bedeutungsverlustes von Religion beschrieben hat, zeigt das Buch, wie sich Religion heute auf sich selbst konzentriert und auf diese Weise bestehen bleibt, zugleich aber Elemente des Religiösen in anderen Bereichen wie Politik und Kunst mitschwingen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der neue Zugang besteht darin, weder mit einem engen noch mit einem inflationären Religionsbegriff an die Empirie heranzugehen. Er eröffnet Perspektiven auf die Kernzone des Religiösen ebenso wie auf die unscharfen Ränder. Dazu dienen die beiden Konzepte der selbstreferentiellen religiösen Kommunikation und der Sakralisierung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Gott oder wenigstens mit Jesus, Mohammed und Buddha; gerne aber auch gemeinsam mit Karl Marx und Papst Benedikt XVI.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Religiöse ist in der Moderne nicht verschwunden, nimmt aber teils verschlungene Wege.

»Eine bemerkenswerte Diskussion zentraler Bereiche der modernen Religionssoziologie, der in einem reflektierten Epilog noch eine Vielzahl an hochaktuellen Gedanken hinzugefügt werden.«
Gert Pickel, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 3/64 (2012)
»Höchstes Niveau!«
Christoph Auffarth, www.rpi-virtuell.net, 22.02.2012
»Diese Darstellung spürt dem Sachverhalt Religion und seiner Ambivalenz in der modernen Gesellschaft differenziert nach.«
Dieter Bach, www.lehrerbibliothek.de, 01.09.2011
»Krechs Buch hat eine klare soziologische Diktion und enthält sich wohltuend jeder Polemik.«
Frauke Klinge, Contraste, 11 (2011)
Besprochen in:
Theologische Literaturzeitschrift, 139/3 (2014), Wilhelm Gräb
www.rpi-virtuell.net, 22.02.2012, Christoph Auffarth VKRG INFORM, 4 (2011)
terra cognita, 19 (2011)
ekiba intern, 6 (2013)
Autor_in(nen)
Volkhard Krech
Buchtitel
Wo bleibt die Religion? Zur Ambivalenz des Religiösen in der modernen Gesellschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
296
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1850-1
DOI
10.14361/transcript.9783839418505
Warengruppe
1541
BIC-Code
JFSR HRA JHBA
BISAC-Code
SOC039000 REL000000 SOC026000
THEMA-Code
JBSR QRA JHBA
Erscheinungsdatum
2011-06-30
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Zeitdiagnose, Religion
Adressaten
Soziologie, Religions- und Kultursoziologie, Religionswissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Religion, Säkularisierung, Kultur, Kommunikations- und Gesellschaftstheorie, Gesellschaft, Religionssoziologie, Religionswissenschaft, Soziologische Theorie, Soziologie

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