Takt und Taktlosigkeit

Über Ordnungen und Unordnungen in Kunst, Kultur und Therapie

Takt ist für ästhetische, kulturelle und therapeutische Ordnungen fundamental. Mit dem Takt gehen Fragen nach dem Maß, der Angemessenheit oder dem Stil eines bestimmten Verhaltens oder einer Interaktion einher. Im Sozialen ist der unscheinbare Takt ein äußerst wirksames Instrument, um den anderen – aber auch sich selbst – zu schonen.

Die Beiträge in diesem Band stellen den Takt als eminent bedeutsames Medium der pädagogischen und therapeutischen, aber auch der ethnographischen Arbeit vor und verdeutlichen, dass ohne Takt die informellen Ordnungen des Guten und Richtigen nicht mehr aufrechterhalten werden können.

29,80 € *

2012-02-08, 308 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1855-6

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Günter Gödde

Günter Gödde, Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP) / Psychologische Hochschule Berlin (PHB), Deutschland

Jörg Zirfas

Jörg Zirfas, Universität zu Köln, Deutschland

... mit Günter Gödde und Jörg Zirfas

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Takt und Taktlosigkeiten spielen im menschlichen Leben eine zentrale Rolle. Menschen registrieren meist unbewusst einen taktvollen Umgang miteinander, doch sie reagieren oftmals empört, wenn sie taktlos behandelt werden. Gerade in Zeiten sozialer Umbrüche kommt es auf die Kreativität des Taktes an: Es gilt ein Gespür und Fingerspitzengefühl für bestimmte Gelegenheiten zu entwickeln, die nicht von sich aus durch Etiketten und Rituale festgelegt sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch macht auf den Takt als eine informelle Ordnungsform aufmerksam. Diese Ordnung finden wir im Sozialen, in der Kunst, aber auch in der Psychotherapie wieder. Dabei werden in diesem Werk zum einem die unterschiedlichen – sozialen, ethischen, ästhetischen und psychologischen – Dimensionen des Taktes herausgearbeitet. Zum anderen wird der Zusammenhang von theoretischer Rekonstruktion und praktisch handlungsleitendem Wissen betont.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema Takt und Taktlosigkeit ist in den einschlägigen Kultur- und Sozialwissenschaften bislang wenig bearbeitet worden. Das Buch bearbeitet insofern eine Forschungslücke der vergessenen und verborgenen Zusammenhänge humanen Zusammenlebens. Hierbei wird deutlich, dass das Thema Takt im Grunde ein interdisziplinäres ist, da es in hohem Maße Konvergenzen etwa zwischen dem musikalischen, dem pädagogischen oder auch dem moralischen Takt gibt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Micha Brumlik, Michael Tomasello, Christoph Wulf.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch thematisiert den Takt als eine Dimension, die für ästhetische, kulturelle und therapeutische Ordnungen fundamental ist.

»Die Autorinnen und Autoren haben mit ihrem jeweils spezifischem Blick die historische und kulturelle Variabilität des ›Fingerspitzengefühls‹ aufgezeigt und in den Zeiten des permanenten Wandels ins Heute gestellt.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 15.04.2012
Besprochen in:

WDR 3 Mosaik, 19.03.2012, Dorothea Breit
Autor_in(nen)
Günter Gödde / Jörg Zirfas (Hg.)
Buchtitel
Takt und Taktlosigkeit Über Ordnungen und Unordnungen in Kunst, Kultur und Therapie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
308
Ausstattung
kart., zahlr. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1855-6
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA JFC JMAF
BISAC-Code
EDU040000 SOC022000 PSY026000
THEMA-Code
JNA JBCC JMAF
Erscheinungsdatum
2012-02-08
Auflage
1
Themen
Kunst, Bildung, Psychoanalyse
Adressaten
Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, Kunstwissenschaften, Erziehungswissenschaften sowie Theorie und Praxis der Psychotherapie, Psychoanalyse und Tiefenpsychologie
Schlagworte
Kultur, Kunst, Pädagogik, Moral, Psychotherapie, Ordnung, Ästhetik, Bildung, Psychoanalyse, Bildungstheorie, Kulturtheorie

Musik zum Buch

http://www.youtube.com/watch?v=8btnYYDbkqQ

http://www.youtube.com/watch?v=dHSfJVnj7YE

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