Whiteout

Schneefälle und Weißeinbrüche in der Literatur ab 1800

Beim polaren Whiteout wird Sonnenlicht so diffus von der Schnee- und Wolkendecke reflektiert, dass sich im Auge des geblendeten Betrachters bestimmte Kontraste auflösen.

Sabine Frost überträgt diese verunsicherte Wahrnehmung auf einen Leser literarischer Texte, der bei seiner Lektüre ebenso mit desorientierenden Phänomenen konfrontiert wird. Dabei werden sowohl die gestörte Wahrnehmung als ästhetische Erscheinung als auch der Bruch mit herkömmlichen Formen künstlerischer Repräsentation untersucht.

34,80 € *

2011-11-21, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1884-6

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Sabine Frost

Sabine Frost, Deutschland

... mit Sabine Frost

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Statt lediglich literaturtheoretische Ansätze wiederholend zusammenzufassen, entwickelt die Studie ein metaphorisches Modell, das einen innovativen Zugang zu literarischen Texten ermöglicht sowie einen Nexus zwischen verschiedenen Wissensordnungen und ihren Darstellungsformen eröffnet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Studie ist kulturwissenschaftlich ausgerichtet und führt mit dem Rückgriff auf das polare Whiteout unterschiedliche Aspekte zusammen: Die Metapher des Textraumes, die wechselseitige Einflussnahme von Literatur und Naturwissenschaft bei der Konstitution kulturellen Wissens sowie die literarische Selbstreflexivität anhand der Thematik Schnee, Eis und Weiße. Dabei werden sowohl kanonische Werke einer Relektüre unterzogen als auch in der Forschung bisher randständige Texte berücksichtigt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie schreibt sich zum einen in den Diskurs der Wissenspoetologie ein und untersucht, inwiefern literarische Texte visuelle Dispositionen nicht nur thematisieren, sondern zugleich im Textraum realisieren. Zum anderen nimmt sie eben diese textuellen Störungen zum Ausgangspunkt der metapoetischen Reflexion medialer Möglichkeiten und Bedingungen des literarischen Schreibens.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als Literaturwissenschaftlerin, die auf die Psychophysiologie zurückgreift, um über Verfahren in literarischen Texten zu sprechen, wäre es spannend, das Buch mit einem literarisch versierten Physiologen zu diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Über das Whiteout eröffnet die Studie einen innovativen Zugang zu literarischen Texten und ihren Verfahren, den Leser bei der Lektüre zu verunsichern.

Besprochen in:

GERMANISTIK, 52/3-4 (2012)
Autor_in(nen)
Sabine Frost
Buchtitel
Whiteout Schneefälle und Weißeinbrüche in der Literatur ab 1800
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
336
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1884-6
DOI
10.14361/transcript.9783839418840
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT000000 LIT004170 LIT004120
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2011-11-21
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Photographie
Schlagworte
Literatur, Whiteout, Weiße, Desorientierung, Medialität, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Anglistik, Literaturwissenschaft

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