Das Subjekt der Kunst: Schrei, Klage und Darstellung

Eine Studie über Erkenntnis jenseits der Vernunft im Anschluss an Lessing und Hegel

Gemäß einer Reihe von philosophischen Strömungen erschöpft sich das Subjekt im Vernünftigen – die Kunst hingegen überschreitet den Rahmen der Vernunft immer wieder. Existentielle Erfahrungen von Leid, Klage und Angst fließen hier in das Verständnis von Subjektivität ein.

Durch eine Auseinandersetzung mit den Grenzen der Kunst, wie sie Winckelmann, Lessing und Hegel gesetzt haben, zeigt Diana König auch die Grenzen der Vernunft auf. Sie versteht Kunst als ständige Überschreitung, die sich an mehr als an die vernünftigen Fähigkeiten richtet. Das Subjekt bekommt hier noch eine andere Fähigkeit zugeschrieben: die der intuitiven Erkenntnis.

32,80 € *

2011-10-04, 338 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1901-0

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Diana König

Diana König, freie Journalistin und Hörfunkautorin, Deutschland

... mit Diana König

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Was mein Buch lesenswert macht ist, dass es sich nicht darin erschöpft, schon Bekanntes noch einmal zu sagen. Sein Blickwinkel ist eigen. Dadurch, dass jeder philosophische Gedanke sich spiegelt in einem literarischen Helden, ich den hegelschen Begriff des ›Ideals‹ im Sinne meiner Idee also der ›hegelschen Idee‹ als gleichberechtigt an die Seite stelle, ist es lebendig und behält etwas Überbordendes. Schließlich ist die leitende These meines Buches, dass sich nicht jede Erkenntnis in Worte fassen lässt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen zeige ich, dass Winckelmann tiefgründiger ist, als er gemeinhin in der heutigen Forschung wahrgenommen wird. Zum anderen ergibt das Widerspiel zwischen Lessing und Hegel, auch das zwischen Lehmann und Menke, ein gutes Bild davon, wie viele Facetten der Begriff des Subjekts hat und haben muss. Mein Anspruch ist es zu zeigen, dass wir das Subjekt nur verstehen können, wenn wir dazu mehr als Vernunft gebrauchen: nämlich die intuitive Erkenntnis, die u.a. die Kunst ermöglicht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Viele Fragen lassen sich nur vor dem Hintergrund eines treffenden Begriffs von Subjektivität stellen. Zum Beispiel die Frage, was ein Burnout ist, erscheint in einem anderen Licht, wenn man einen Begriff von Subjekt-Sein voraussetzt, der Ohnmacht und Angst als wesentlich für das Verständnis vom Subjekt begreift. Ein solcher Begriff traut dem Subjekt mehr zu, schreibt es nicht umgehend krank. So wird auch die Bedeutung von Kunst klarer: schließlich ist ein Weg, mit der Ohnmacht umzugehen, sie auszudrücken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studentinnen und Studenten, die gerade ihr Masterstudium in Philosophie, Theaterwissenschaft oder ähnlichem begonnen haben. Ich würde mir wünschen, ein Buch geschrieben zu haben, das inspiriert zu eigenen Ideen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Leben ist kein Wunschkonzert – und das Subjekt-Sein deswegen auch nicht.

Besprochen in:

GERMANISTIK, 52/3-4 (2012)
Autor_in(nen)
Diana König
Buchtitel
Das Subjekt der Kunst: Schrei, Klage und Darstellung Eine Studie über Erkenntnis jenseits der Vernunft im Anschluss an Lessing und Hegel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
338
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1901-0
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPN HPC ABA
BISAC-Code
PHI001000 PHI016000 ART009000
THEMA-Code
QDTN QDH ABA
Erscheinungsdatum
2011-10-04
Auflage
1
Themen
Kunst, Ästhetik
Adressaten
Philosophie, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunsthistorik
Schlagworte
Subjekt, Leid, Hegel, Lessing, Intuitive Erkenntnis, Kunst, Ästhetik, Deutsche Philosophiegeschichte, Kunsttheorie, Kunstwissenschaft, Philosophie

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