Theatraler Protest und der Weg Polens zu 1989

Zum Aushandeln von Öffentlichkeit im Jahrzehnt der Solidarnosc

Um Einzelne oder Gruppen nicht als politische Subjekte anzuerkennen, genügt es, ihnen jegliche Art von Äußerung im öffentlichen Raum zu versagen. Diese Strategie wurde auch in dem totalitären Herrschaftssystem verfolgt, das in Polen zu Zeiten des Kommunismus bestand.

Unter dem Aspekt der Theatralität analysiert Berenika Szymanski in ihrer interdisziplinären Studie, wie dieses System mit Hilfe von öffentlichen Protestakten seitens der Gewerkschaft Solidarnosc, aber auch anderer zivilgesellschaftlicher Akteure, durchbrochen wurde. Diese Perspektive ermöglicht es, einen entscheidenden – bis dato jedoch vernachlässigten – Beitrag zum politischen Umbruch von 1989 herauszuarbeiten.

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2012-01-30, 310 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1922-5

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Berenika Szymanski

Berenika Szymanski, Ludwig-Maximilians-Universität München/ Universität Bayreuth, Deutschland

»Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«
Katarzyna Sliwinska, sehepunkte, 15/3 (2015)
»Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«
Katarzyna Sliwinska, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, 63/4 (2014)
»Alles in allem ist [...] ein wichtiges Buch entstanden, das methodisches Neuland betritt und dem man eine weite Verbreitung wünschen muss.«
Markus Krzoska, Neue Politische Literatur, 58 (2013)
»Szymanski gelingt es überzeugend, ihr formuliertes Vorhaben umzusetzen. Die Arbeit zeigt, dass die theatralen Protestformen nicht nur Ornament des politischen Umbruchs sind. Vielmehr wird durch sie die politische Mobilisierung für einen Systemwandel erst vollzogen.
Saskia Fischer, H-Soz-u-Kult, 06.09.2012
»Vor dem Hintergrund der kaum mehr zu überblickenden sozialwissenschaftlichen Forschung zu den polnischen Protestbewegungen der 1980er-Jahre stellt sich die Frage, ob [die] Analyse lediglich aus theaterwissenschaftlicher Sicht von Interesse ist oder auch für die Politikwissenschaft einen Mehrwert bietet. Und Letzteres lässt sich eindeutig konstatieren.
Das Buch ist auch für viele sozialwissenschaftliche Disziplinen jenseits des engen Bereichs der Transformationsforschung sehr empfehlenswert.«
Björn Wagner, Portal für Politikwissenschaft (pw-portal.de), 16.05.2012
Besprochen in:

H-Soz-u-Kult, 9 (2012), Saskia Fischer
Autor_in(nen)
Berenika Szymanski
Buchtitel
Theatraler Protest und der Weg Polens zu 1989 Zum Aushandeln von Öffentlichkeit im Jahrzehnt der Solidarnosc
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
310
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1922-5
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN HBLW3 JPW
BISAC-Code
PER011020 HIS037070 POL003000
THEMA-Code
ATD JPW
Erscheinungsdatum
2012-01-30
Auflage
1
Themen
Politik, Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft
Schlagworte
Theatralität, Polen, Solidarnosc, Protest, 1989, Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft, Theater, Politik, Theaterwissenschaft, Zeitgeschichte, Kulturwissenschaft

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