Wissen und Nicht-Wissen in der Klinik

Dynamiken der Psychiatrie um 1900

Um 1900 befindet sich die Psychiatrie in einer Phase des Umbruchs. Klinische, biologisch-anatomische und psychologische Forschungsrichtungen tragen zu einer Diversifikation der Disziplin, aber auch zu verschiedenen Auffassungen über die Rolle von Patient und Arzt bei.

Dieser Band thematisiert das zeitgenössische Wissen und Nicht-Wissen über Psychiatrie in Wissenschaft, Kunst und Literatur. In den interdisziplinären Beiträgen zeigen Historiker, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler anhand von Krankenakten, medizinisch-psychiatrischen Texten oder literarischen und künstlerischen Werken auf, wie Wissen konstruiert, verfestigt und tradiert wird und wo in diesem Prozess Nicht-Wissen aufscheint. Es entsteht ein facettenreiches Bild der wissenschaftlichen und künstlerischen Reflexion einer kontroversen Disziplin.

32,80 € *

2012-11-27, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1934-8

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Martina Wernli

Martina Wernli, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Martina Wernli

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Psychiatrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist aufgrund von teilweise komplizierten Archivsituationen und einer lange Zeit auf ›Fortschritt‹ fokussierten Disziplinengeschichtsschreibung erst partiell erforscht. Hier setzt der Band an und zeigt und situiert unter anderem bisher nicht zugängliches Material von und über damalige Patienten und Patientinnen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Psychiatriegeschichte war lange das Forschungsobjekt der Psychiater und danach der Historiker und Historikerinnen. Der Band zeigt Veränderungen in der Psychiatrie um 1900 aus interdisziplinärer Sicht und verbindet dadurch unterschiedliche Forschungsansätze.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Kunsthistorische, historische, wissensgeschichtliche und literaturwissenschaftliche Themen werden verknüpft und so versucht, der Psychiatrie der Jahrhundertwende als schillernder, junger Disziplin gerecht zu werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Anke te Heesen und Ethel Matala de Mazza.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band zeigt, wie Wissen und Nicht-Wissen um 1900 eine Dynamik bilden, die die Psychiatrie charakterisiert, aus der neues Wissen hervorgeht, die aber auch Wissenslücken sichtbar macht.

»Facettenreicher Sammelband.«
Bettina Enzenhofer, an.schläge, 4 (2013)
Besprochen in:

H-Soz-u-Kult, 14.11.2013, Jens Gründler
Autor_in(nen)
Martina Wernli (Hg.)
Buchtitel
Wissen und Nicht-Wissen in der Klinik Dynamiken der Psychiatrie um 1900
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
272
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1934-8
DOI
10.14361/transcript.9783839419342
Warengruppe
1691
BIC-Code
MBX PDX HBLW
BISAC-Code
MED051000 SCI034000 HIS037070
THEMA-Code
MBX PDX
Erscheinungsdatum
2012-11-27
Auflage
1
Themen
Medizin, Wissenschaft, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Psychiatriegeschichte, Medizin, Wissensgeschichte
Schlagworte
Psychiatrie, Kunst, Literatur, Wissen und Nichtwissen, Wissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Medizin, Medizingeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft

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