Die Idee der Landschaft

Eine Kulturgeschichte von der Aufklärung bis zur Ökologiebewegung

Landschaft ist selbst eine Idee: Den Begriff der Landschaft gibt es nicht ohne den der Ideallandschaft – als komplexe Vorstellung, die mit dem Gedanken verbunden ist, man solle ihre Verwirklichung anstreben. Zugleich ist Landschaft auch mit Ideen, vor allem politischen Utopien, verbunden.

Ludwig Trepl zeichnet in diesem Band die Idee der Landschaft in ihrer historischen Entwicklung nach – von den Landschaftsvorstellungen der Aufklärung und der Romantik über jene des klassischen Konservativismus und der Blut-und-Boden-Ideologie bis hin zur »Ökologisierung« von Landschaft im Zuge der Umweltbewegung – und untersucht die verschiedenen Vorstellungen hinsichtlich ihrer jeweiligen inneren Struktur und der Logik ihres Gegen- und Ineinanders.

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2012-02-22, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1943-0

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Ludwig Trepl (verst.)

Ludwig Trepl, Technische Universität München (1994-2011), Deutschland

... mit Ludwig Trepl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

›Die Welt‹ scheint sich weitgehend einig darin, dass sie ›Umweltschutz‹ braucht. Man sollte aber bedenken, dass sehr oft, vielleicht sogar meist, gar nicht ›Umwelt‹ gemeint ist, wenn ›Umwelt‹ gesagt wird, sondern ›Landschaft‹. Das ist ein Begriff, der sich nicht auf die physische Welt, sondern die ästhetische und symbolische bezieht. Was man von der Landschaft hat, weiß aber kaum jemand von denen, die sich im Umweltschutz engagieren, zu sagen – mehr als die Begriffe ›schön‹ oder ›attraktiv‹ hat man kaum zur Verfügung. Ein Blick in die Geschichte der Idee der Landschaft kann da helfen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Offen gesagt: gar keine. Das Buch fasst Ergebnisse von Büchern zusammen, die es schon gibt, die aber – als Dissertationen und andere Universitätsschriften – unter ganz speziellen Gesichtspunkten geschrieben sind, sodass sie nur für einen sehr kleinen Kreis interessant sind, und die auch meist so geschrieben sind, dass sie nur für einen kleinen Kreis verständlich sind. Beides, so hoffe ich, konnte dieses Buch vermeiden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Manche der im Buch angesprochenen Fragen werden in den einschlägigen Wissenschaften seit Jahrzehnten intensiv diskutiert. Es haben sich bestimmte Positionen herausgebildet, zwischen denen es wohl nicht so rasch zu einer Entscheidung kommen wird. Das betrifft insbesondere die Entstehung des ›landschaftlichen Blicks‹ überhaupt. Manches ist wenig bekannt; das betrifft vor allem die im Buch referierten Theorien zur konservativen und zur nationalsozialistischen Landschaftsidee. Das Buch könnte hier interessante und wichtige Debatten anstoßen.

4. Ihr Buch in einem Satz

Die Idee der Landschaft wird in ihrer historischen Entwicklung nachgezeichnet, insbesondere im Hinblick auf die mit ihr verbundenen politischen und ästhetischen Utopien.

»Dem Autor gelingt eine verständliche Einführung über den Wandel des Denkens über Landschaft in der Kultur. Vor allem gelingt es ihm zu zeigen, durch welche Vorstellungen der gegenwärtige Diskurs um Landschaft geprägt wird.«
Thomas Güth, Kulturen, 7 (2013)
»Das empfehlenswerte Buch stellt für Fachleute eine bodenständige und enorm umfangreiche Wissensgeschichte zur Kulturgeschichte der Landschaft dar. Für interessierte Landschafts- und Naturliebhaber eröffnet das Buch sicherlich neue Blickwinkel. Erfreulich gut ist außerdem die Ausdrucksweise des Autors.«
Thomas Wardenbach, www.umweltjournal.de, 28.09.2012
»Damit der Lebensraum Erde human(er), friedlich(er) und gerecht(er) gestaltet [wird], sind die Fragen bedeutsam, wie sie Ludwig Trepl in seiner Kulturgeschichte von der ›Idee der Landschaft‹ darstellt, und zwar für Landschaftsplaner genau so wie für ökologisch Interessierte.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 21.05.2012
Besprochen in:

Garten + Landschaft, 7 (2012), Simon Putzhammer
www.german-architects.com. 19.09.2012, Christian Holl
Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft, 82 (2012), J. Ewald
NATURFREUNDiN, 3 (2013), Hans-Gerd Marian
Autor_in(nen)
Ludwig Trepl (verst.)
Buchtitel
Die Idee der Landschaft Eine Kulturgeschichte von der Aufklärung bis zur Ökologiebewegung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1943-0
DOI
Warengruppe
1662
BIC-Code
RNT HBTB RGC
BISAC-Code
SOC015000 HIS054000
THEMA-Code
RNT NHTB RGC
Erscheinungsdatum
2012-02-22
Auflage
1
Themen
Raum, Natur, Kulturgeschichte
Adressaten
Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Geographie, Ökologie, Umweltwissenschaften, Landschaftsarchitektur
Schlagworte
Landschaft, Natur, Ökologie, Aufklärung, Romantik, Konservativismus, NS-Ideologie, Raumplanung, Kulturgeschichte, Raum, Humanökologie, Kulturgeographie, Kulturwissenschaft

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