Fotografische Inszenierungen von Weiblichkeit

Massenmediale und künstlerische Frauenbilder der 1920er und 1930er Jahre in Deutschland und Spanien

In den deutschen und spanischen Zeitschriften der 1920er und 1930er Jahre wurden vermehrt Weiblichkeitstypologien lanciert. Welche waren das? Und wie reagierten damalige Künstlerinnen in ihren Produktionen auf diese massenmedialen Inszenierungen von Weiblichkeit?

Aus einer genderspezifischen Perspektive heraus nimmt Patricia Gozalbez Cantó zahlreiche Bildanalysen vor und zeichnet die Reaktionen in den Selbstdarstellungen der deutschen und spanischen Künstlerinnen-Avantgarde der Zeit nach: eine Dokumentation des Übergangs von traditionellen zu modernen Weiblichkeitsbildern in einer historischen Phase großer Umbrüche und der damit verbundenen Ambivalenzen.

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2012-09-12, 418 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1948-5

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Patricia Gozalbez Cantó

Patricia Gozalbez Cantó, Deutschland

... mit Patricia Gozalbez Cantó

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch vereint verschiedene Perspektiven: Zum einen werden massenmediale Frauenbilder aus deutschen und spanischen Zeitschriften analysiert, die meist einen ›männlichen Blick‹ auf den weiblichen Körper offenbaren. Zum anderen stehen auch fotografische Selbstinszenierungen von Avantgarde-Künstlerinnen im Mittelpunkt. Mit dieser Gegenüberstellung können Strategien aufgezeigt werden, wie die Künstlerinnen auf die medialen Frauenbilder reagierten. Bemerkenswert ist, dass die angewandten Strategien bis in die heutige Zeit hinein nicht an Aktualität verloren haben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die künstlerischen Selbstinszenierungen präsentieren gegenüber den Stereotypisierungen der medial vermittelten Geschlechterbilder alternative Weiblichkeits- bzw. Geschlechterkonzepte. Zudem werden im Buch neue Anregungen zu Bildanalysemethoden aus der Perspektive der pädagogischen Frauen- und Geschlechterforschung gegeben. Es wird ein feministisch-bildwissenschaftlicher Zugang zu historischen Frauenbildern eröffnet, wobei die Methode auch auf aktuelle (bewegte) Bilder übertragbar ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Untersuchung von visuellen Geschlechterbildern ist in den Gender Studies zu einem unverzichtbaren Forschungsthema geworden. Es wird u.a. davon ausgegangen, dass Medienbilder als wichtige Sozialisationsinstrumente fungieren, die zur Zementierung eines hierarchischen Geschlechtersystems beitragen können. Im Buch wird aufgezeigt, inwiefern Bilder auch als Ressource für ›doing gender‹ fungieren, um Geschlechterrollen – bewusst oder unbewusst – immer wieder zu festigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich das Buch mit den vier Avantgarde-Künstlerinnen Gertrud Arndt, Marta Astfalck-Vietz, Remedios Varo und Maruja Mallo besprechen, deren Werke ich auch im Buch analysiere. Leider ist das nicht mehr möglich, da die Künstlerinnen bereits verstorben sind. Gerne würde ich auch mit Vertreter/-innen aus den Gender Studies, der feministischen Bildforschung oder zeitgenössischen feministischen Künstler/-innen das Buch diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Im Buch werden massenmediale und künstlerische Weiblichkeitsinszenierungen gegenübergestellt und Strategien aufgezeigt, wie Avantgarde-Künstlerinnen alternative Geschlechterbilder produzierten.

»Das reichhaltige Bildmaterial und die zahlreichen Detailanalysen liefern wertvolles und anschlussfähiges Material für unterschiedliche Fachrichtungen der visual studies und für weiterführende Fragestellungen.«
Margarethe Szeless, L'Homme, 26/2 (2015)
»Über den Bereich der erziehungswissenschaftlichen Gender Studies hinaus ist diese interdisziplinäre Arbeit ein wichtiger Beitrag für die Kulturgeschichte, die Mediengeschichte und die Bildgeschichte des 20. Jahrhunderts.«
Maren Tribukait, H-Soz-u-Kult, 12.11.2013
»Ein aufschlussreiches Werk über die Inszenierung von Geschlecht, Bildanalyse aus der Perspektive der Frauenforschung und den Aufstieg und Fall des Typus ›Neue Frau‹.«
Katarina Wagner, aviva-berlin.de, 18.10.2012
Besprochen in:

Deutsche Gesellschaft für Photographie (www.dgph.de), 12 (2012)
fiber, 22 (2013), Gloria Höckner
Autor_in(nen)
Patricia Gozalbez Cantó
Buchtitel
Fotografische Inszenierungen von Weiblichkeit Massenmediale und künstlerische Frauenbilder der 1920er und 1930er Jahre in Deutschland und Spanien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
418
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1948-5
DOI
10.14361/transcript.9783839419489
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFD AJ
BISAC-Code
SOC032000 PHO005000
THEMA-Code
JBSF JBCT AJ
Erscheinungsdatum
2012-09-12
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Kunst, Fotografie
Adressaten
Pädagogische Frauenforschung, Geschlechterforschung, Gender Studies, Medienwissenschaft, Kunstwissenschaft
Schlagworte
Fotografie, Frauenbilder, Weiblichkeit, Gender, Inszenierung, Deutschland, Spanien, Avantgarde, Massenmedien, Kunst, Geschlecht, Gender Studies, Kulturwissenschaft

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