Meta-Romane

Die récriture als Reflexion des Romans in Québec (1980-2007)

Dass die récriture, die Rekonstruktion eines fiktionalen Textes in einem neuen, mehr ist als die bloße literarische Aneignung oder Abgrenzung von Vorbildern, zeigt sich par excellence am Gegenwartsroman aus Québec.

Die in diesem Buch untersuchten Spielarten der récriture aus der ehemaligen französischen und britischen Kolonie veranschaulichen die Komplexität des kategorie- und grenzüberschreitenden literarischen Wi(e)derschreibens. Indem die vorgestellten Autoren aus der Belle Province eine kritische Auseinandersetzung mit Literatur in der Literatur inszenieren, schreiben sie sich mit den entstehenden Meta-Romanen in die internationale literarische Postmoderne ein.

39,80 € *

2011-11-07, 396 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1952-2

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Marion Kühn

Marion Kühn, Deutschland

... mit Marion Kühn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch stellt mit der ›récriture‹ eine Strömung des Gegenwartsromans aus Québec vor, die sich nicht damit begnügt, alten Texten einen neuen Anstrich zu geben, sondern die literarischen Vorgänger auf kreative Weise reflektiert. Diese komplexe Mischung aus Fiktion und Literaturkritik ist gerade für die relativ junge Literatur aus Québec noch nicht eingehend untersucht worden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die zum Teil spielerische, zum Teil subversive Rekonstruktion literarischer Vorbilder in den untersuchten Meta-Romanen zeugt von einer kreativen Dynamik des ›Wi(e)derschreibens‹, die ein kanonisiertes literarisches Werk in einem neuem Licht erscheinen lassen kann. Indem sie Textwelten neu- und umschreiben, stehen die ausgewählten Romanbeispiele auch für die verstärkte internationale Öffnung und Vernetzung der Gegenwartsliteratur aus der ›Belle Province‹ seit den achtziger Jahren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die ›récriture‹ reiht sich in die Debatte um die kreative Eigenleistung und Originalität literarischer Werke in der ›Postmoderne‹ ein und zeigt, dass die Wiederaufnahme und Kombination literarischer Werke eine Quelle der Reflexion über verschiedenste Aspekte des Romans sein kann. Zudem will mein Buch anhand der Konzeptualisierung der ›récriture‹ als Spielart der Intertextualität einen Beitrag zur Systematisierung der komplexen Bezüge leisten, die literarische Werke untereinander eingehen können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Reizvoll wäre eine Diskussion mit den Autoren von ›Original- und récriture‹-Text, um z.B. zu erfahren, was Lewis Carroll davon gehalten hätte, dass Alice` Wunderland zu einer Frauenzeitschrift wird. Ernsthafter wäre die Frage nach dem Fiktionsverständnis: Ist eine Textwelt auf ein Buch beschränkt oder enthält sie eine Vielzahl von (möglichen) Welten?

Spannend wäre auch eine Debatte mit all denjenigen, die den Unterschied zwischen literarischer Intertextualität und Plagiat verwischen möchten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Récriture‹ in Québec – mehr als kritische Konfrontation und Abgrenzung vom kolonialen Erbe.

Autor_in(nen)
Marion Kühn
Buchtitel
Meta-Romane Die récriture als Reflexion des Romans in Québec (1980-2007)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
396
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1952-2
DOI
10.14361/transcript.9783839419526
Warengruppe
1566
BIC-Code
DSB DSA
BISAC-Code
LIT004150 LIT006000
THEMA-Code
DSB DSA
Erscheinungsdatum
2011-11-07
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Romanistik, Kanadistik
Schlagworte
Roman, Québec, Récriture, Intertextualität, Frankophone Literatur, Postmoderne, Literatur, Französische Literatur, Romanistik, Literaturtheorie, Literaturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung