Foucaults ethnologischer Blick

Kulturwissenschaft als Kritik der Moderne

Was macht für Foucault den Reiz der Ethnologie aus? Foucaults Selbstverständnis als Ethnologe, das bisher nicht systematisch ausgelotet ist, wird in diesem Buch als fundamentaler Blickwinkel eingeführt, von dem her sich die Relevanz seiner Gesellschaftsdiagnosen sowie seines theoretisch-methodischen Werkzeugs auf die Perspektive einer kritischen Alternative zur Moderne zuspitzen lässt.

Barbara Birkhans fachübergreifende Analyse diskutiert Grundorientierungen in der Konzeption kultureller Tatsachen, wie sie – nicht zuletzt wegen ihres performativen Gehalts – für alle Sozial- und Kulturwissenschaften wichtig sind.

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2011-12-22, 446 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1955-3

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Barbara Birkhan

Barbara Birkhan, Deutschland

... mit Barbara Birkhan

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Welche Welt? Texte wie die von Foucault erschließen ja erst die Welt in jeweils spezifischer Weise. Insofern sind sie von großer praktischer Bedeutung. Mein Anliegen war, mit Foucaults ethnologischem Blick eine dieser handlungsorientierenden Perspektiven aufzuweisen. Dabei wollte ich Foucaults Diskurs methodisch unter den Vorzeichen einer zentralen Fragestellung, nämlich der Auffassung kultureller Diversität, explorieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Buch sollte in einer Welt, wo kulturelle Formationen nicht mehr als isolierte Einheiten zu betrachten sind, das Augenmerk auf die unterschiedliche Bedeutung von Grenzziehungen gerichtet werden. Kulturelle Vielfalt stellt demnach nicht nur einen Reichtum der Menschheit dar, sondern sie ist auch als existentielle Notwendigkeit zu verstehen, welche eine Aufhebung oder Vereinnahmung des Anderen ad absurdum führt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Kultur- und Sozialwissenschaften sind in den letzten Jahren deutlich in Unruhe geraten. Foucaults ethnologischer Blick bietet im Streit um den Stellenwert der Repräsentation einen Zugang, der die Erkenntnis in der Dyade von Subjekt und Objekt der Forschung neu verortet. Damit werden kulturelle Entitäten flexibel, de-essentialisiert. Die Verankerung dieses epistemologischen Entwurfs in seiner Kohärenz bei Foucault bringt zudem eine Verschiebung vieler bisheriger Einschätzungen seiner Arbeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Besonders relevant scheint mir, über Foucaults ethnologisch orientierte Perspektive mit jenen zu debattieren, die kollektive wie individuelle Identität auf einen naturalisierten modernen Subjektbegriff stützen. Dabei liegt mir vor allem am Herzen, den oft implizierten Entwicklungs- und Fortschrittsgedanken zu hinterfragen. Andererseits würde ich Foucaults Ansatz sehr gerne mit Forschenden aus den Biowissenschaften diskutieren, weil dies vielleicht überraschende Überschneidungen zeigen könnte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch widmet sich der Frage, wie kulturelle Diversität als existentielle Grundbedingung in einer Epistemologie relationaler Objektivität konzipiert werden kann.

Besprochen in:

kultuRRevolution, 69/2 (2015), Sebastian Sternthal
Autor_in(nen)
Barbara Birkhan
Buchtitel
Foucaults ethnologischer Blick Kulturwissenschaft als Kritik der Moderne
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
446
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1955-3
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFC HP HPC JHMC
BISAC-Code
PHI034000 PHI016000 SOC002010
THEMA-Code
JBCC QD QDH JHMC
Erscheinungsdatum
2011-12-22
Auflage
1
Themen
Kultur
Adressaten
Philosophie, Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Humanwissenschaften, Sozial- und Kulturanthropologie, Ethnologie, Wissenschaftsforschung
Schlagworte
Foucault, Ethnologie, Kritik der Moderne, Kulturtheorie, Diskursanalyse, Performanz, Kultur, Kulturphilosophie, Französische Philosophiegeschichte, Kulturanthropologie, Philosophie

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