Generation und Geltung

Von den »45ern« zur »Generation Praktikum« – übersehene und etablierte Generationen im Vergleich

In den Sozialwissenschaften wird das Verhalten von Menschen oft durch ihre Zugehörigkeit zu einer Generation erklärt. Seit den 68ern ist jedoch umstritten, ob sich überhaupt noch Generationen bilden und wodurch sie entstehen könnten. Worin liegen die Gründe hierfür? Welche gesellschaftlichen Umstände befördern welches Verhalten und warum erhalten nur manche Generationen sozialwissenschaftliche Aufmerksamkeit, sodass sie als ›Etablierte‹ gelten können? Im Vergleich von 45ern, Halbstarken, 68ern, 78ern, Generation Golf und Generation Praktikum zeigt David Bebnowski, dass vor allem jene Generationen ›übersehen‹ werden, von denen radikale politische Opposition erwartet wird.

29,80 € *

2012-01-25, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1975-1

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David Bebnowski

David Bebnowski, Göttinger Institut für Demokratieforschung, Deutschland

... mit David Bebnowski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das Buch die übliche, wissenschaftliche Perspektive verkehrt und ›die Generationen‹ beim Wort nimmt. In meinem Buch geht es also nicht um die bloße Dekonstruktion populärer Generationslabel, sondern viel eher darum, aufzuzeigen, worin die Unterschiede zu älteren und häufig anerkannteren Generationen bestehen. Auf diese Weise wird erklärt, was heutige Generationen von früheren unterscheidet, und um welche Neuerungen das Konzept der Generation ergänzt werden sollte.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch verschiedene Entwicklungen, vor allem ab den 70er Jahren, etwa der Etablierung des Neuen Geist des Kapitalismus, haben sich die Rahmenbedingungen geändert, unter denen Menschen leben und als Generationen in Erscheinung treten. Vielfach wird jedoch mit Schablonen nach Generationen gesucht, die vor diesen Einschnitten gültig waren. Hierdurch erscheint die Generation nicht selten als ein überholtes Konzept. Ich unternehme den Versuch, Generationen so zu konzeptualisieren, dass sie diesen veränderten Realitäten entsprechen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich vertrete die Ansicht, dass sich Generationen immer noch klassisch mit Karl Mannheim konzeptualisieren lassen, wenn man das Konzept interpretativ, nicht deduktiv benutzt. Zentrale Fragen sind: Warum erlangen manche Generationen sozialwissenschaftliche Wahrnehmung und andere nicht? Welche Faktoren führen zum Übersehen von Generationen? Wo müsste das klassische Konzept erweitert werden? Und: Welche Perspektive könnte die Generationsforschung in Zukunft einnehmen?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Buch am liebsten mit Angehörigen meiner Generation – der Generation Praktikum/Prekär – diskutieren. Es erschreckt auch mich, wie sprach- und hilflos wir, und ich kann mich hier nicht ausnehmen, in gesellschaftlichen und politischen Fragen wirken. Allerdings halte ich dies für einen ganz klassischen, generationell erklärbaren Effekt und genau deswegen würde es lohnen, sich über mein Buch zu unterhalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Gesellschaftliche Entwicklungen, Klassenverhältnisse, Interessen und Großtrends lassen sich nicht nur in den Generationen selbst, sondern stets auch in der Perspektive der Beschreibenden ablesen.

Besprochen in:

Neue Zürcher Zeitung, 29.03.2014, Uwe Justus Wenzel
Autor_in(nen)
David Bebnowski
Buchtitel
Generation und Geltung Von den »45ern« zur »Generation Praktikum« – übersehene und etablierte Generationen im Vergleich
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
272
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1975-1
DOI
10.14361/transcript.9783839419755
Warengruppe
1728
BIC-Code
JHB JPWF JFC
BISAC-Code
POL010000 SOC026000 POL003000 SOC022000
THEMA-Code
JHB JPWG JBCC
Erscheinungsdatum
2012-01-25
Auflage
1
Themen
Politik
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaft sowie die am Generationenbegriff interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Generationen, 68er, Generation Praktikum, Politisches Engagement, Sozialer Wandel, Politik, Politische Soziologie, Soziale Bewegungen, Kultursoziologie, Politikwissenschaft, Soziologie

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