Gefühlsarbeit im Polizeidienst

Wie Polizeibedienstete die emotionalen Anforderungen ihres Berufs bewältigen

Gefühlsarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsleistung von Polizeibediensteten. Sie ist erforderlich, um den komplexen Belastungen dieses spezifischen Berufs langfristig standzuhalten. Auf Grundlage einer aufwändigen empirischen Rekonstruktion verschiedener Gefühlsarbeitsformen liefert die Studie zahlreiche Erkenntnisse für die Polizei- und Verwaltungsforschung sowie wichtige Anregungen für das Konzept der Gefühlsarbeit. Die genaue Analyse dieser bisher praktisch wie auch wissenschaftlich selten beachteten wichtigen subjektiven Leistung von Polizeibediensteten bietet unter anderem eine Erklärung für den vielfach diagnostizierten Anstieg von Burnout auch bei der Polizei.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 7
  3. ÜBERSICHT ZU DEN ABBILDUNGEN

    Seite 8
  4. ÜBERSICHT ZU DEN TABELLEN

    Seite 9
  5. VERWENDETE ABKÜRZUNGEN

    Seiten 9 - 10
  6. Vorwort

    Seiten 11 - 12
  7. 1. IM FOKUS: DIE POLIZEI

    Seiten 13 - 15
  8. 2. DER POLIZEIBEDIENSTETE ALS PROJEKTIONSFLÄCHE LATENTER WIDERSPRÜCHLICHKEITEN

    Seiten 15 - 18
  9. 3. GEFÜHLE IM POLIZEIDIENST - ANNÄHERUNG AN EINEN VERNACHLÄSSIGTEN ASPEKT POLIZEILICHER ARBEIT

    Seiten 18 - 20
  10. 4. GEFÜHLSARBEIT ALS ELEMENT VON POLIZEIARBEIT - ZU DEN ZIELEN DER UNTERSUCHUNG

    Seiten 20 - 21
  11. 5. METHODISCHES VORGEHEN UND AUFBAU DER ARBEIT

    Seiten 21 - 22
  12. 1. POLIZEIARBEIT IM SPANNUNGSFELD DIVERGIERENDER ANFORDERUNGEN

    Seiten 24 - 57
  13. 2. DAS KONZEPT DER GEFÜHLSARBEIT

    Seiten 57 - 78
  14. 3. KONSEQUENZEN AUS DEN THEORETISCHEN VORÜBERLEGUNGEN FÜR DEN ZU UNTERSUCHENDEN GEGENSTAND

    Seiten 78 - 84
  15. 1. FACETTEN DES EINSATZES VON EMOTIONEN IN DER POLIZEIARBEIT

    Seiten 86 - 95
  16. 2. EMOTIONALE BELASTUNGEN IM POLIZEIDIENST

    Seiten 95 - 136
  17. 1. ERHEBUNG: DESIGN UND DURCHFÜHRUNG

    Seiten 138 - 163
  18. 2. AUSWERTUNG: METHODOLOGIE UND VERFAHREN

    Seiten 163 - 170
  19. 1. EINLEITEND: ZUR DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN ERGEBNISSE

    Seiten 171 - 173
  20. 2. TYPEN DES UMGANGS MIT SITUATIVEN GEFÜHLSANFORDERUNGEN UND GENUTZTE GEFÜHLSARBEITSPRAKTIKEN

    Seiten 173 - 346
  21. 3. TYPOLOGIE SITUATIVER GEFÜHLSANFORDERUNGEN

    Seiten 347 - 357
  22. 4. URSACHEN FÜR UNTERSCHIEDE IM UMGANG MIT DEN SITUATIVEN GEFÜHLSANFORDERUNGEN

    Seiten 357 - 376
  23. 1. FOLGERUNGEN FÜR DAS MODELL DER BEDINGUNGEN POLIZEILICHER GEFÜHLSARBEIT IM SPANNUNGSFELD DIVERGIERENDER ARBEITSANFORDERUNGEN

    Seiten 377 - 382
  24. 2. POLIZEI- UND VERWALTUNGSWISSENSCHAFTLICHE SOWIE EMOTIONSSOZIOLOGISCHE FOLGERUNGEN

    Seiten 383 - 404
  25. 3. ANSCHLUSSMÖGLICHKEITEN FÜR WEITERE UNTERSUCHUNGEN

    Seiten 405 - 406
  26. 4. PRAXISBEZOGENE FOLGERUNGEN

    Seiten 407 - 416
  27. 1. DIE WICHTIGKEIT POLIZEILICHER GEFÜHLSARBEIT

    Seiten 418 - 419
  28. 2. DIE ZUNEHMENDE SCHWIERIGKEIT BEI DER INDIVIDUELLEN BEWÄLTIGUNG POLIZEILICHER AUFGABEN

    Seiten 420 - 424
  29. VIII Literatur

    Seiten 425 - 451
  30. Backmatter

    Seiten 452 - 454
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36,80 € *

2012-02-07, 454 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1978-2

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Peggy Szymenderski

Peggy Szymenderski, Frauenstadtarchiv Dresden, Deutschland

... mit Peggy Szymenderski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Recht und damit verbundene Normen und Gesetze sind zwar rational und vor allem neutral, jedoch kann die Anwendung von Recht auch sehr ambivalent und emotional sein. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Buch polizeiliche Gefühlsarbeit, die bisher praktisch wie auch wissenschaftlich kaum beachtet wurde, als Kernbereich von Polizeiarbeit ins Blickfeld gerückt, und damit auf eine wesentliche Qualifikationsanforderung von Arbeit im Polizeidienst aufmerksam gemacht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die qualitativ angelegte Studie zeigt die Komplexität von Polizeiarbeit auf. Diese ist zwar vordergründig von bürokratischen Regeln und gesetzlichen Vorgaben bestimmt, die ein rationales, sachliches Handeln verlangen, doch erweist sich Gefühlsarbeit als zentrale Anforderung und Ressource. Fachliches Wissen um Regeln, Gesetze und Zuständigkeiten ist essentiell. Aber erst über situative Gefühlsarbeit stellen die Polizeibediensteten sicher, dass sie die konkreten Einsatzsituationen bewältigen und den extremen Belastungen ihres Berufs langfristig stand halten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Ergebnisse stellen wichtige Perspektiverweiterungen für die aktuelle Polizeiforschung dar, denn sie liefern neue Erkenntnisse zur Gemengelage verschiedener operativer und administrativer Belastungsfaktoren sowie wichtige Hinweise auf Voraussetzungen, Funktionsweise und Gefährdungen von Arbeit im Polizeidienst. Das Buch bietet zudem wichtige Anregungen für die weitere Untersuchung von Gefühlsarbeit – es werden Mechanismen und Formen der Gefühlsbearbeitung identifiziert und auf eine temporale Dimension von Gefühlsarbeit verwiesen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Beschäftigten und Führungskräften im Polizeidienst sowie Ausbildungspersonal, da die Studie Wissen zu emotionalen Anforderungen, emotionalen Regeln, emotionsbasierten Umgangsweisen und emotionalen Kompetenzen liefert, die für die Bewältigung polizeilicher Aufgaben wesentlich sind. Im Rahmen von Aus- und Fortbildung sollte sich verstärkt Gefühlen und Gefühlsarbeit zugewandt, entsprechendes Grundwissen vermittelt und die emotionale Intelligenz von Polizeibediensteten aufgewertet werden.

Ihr Buch in einem Satz:

Ein spannender Einblick in die mitunter sehr extreme Arbeit und in das dabei stark beanspruchte Gefühlsleben von Polizistinnen und Polizisten.

Besprochen in:
vhw FWS, 6/12 (2011)
Konturen, 5 (2012)
Autor_in(nen)
Peggy Szymenderski
Buchtitel
Gefühlsarbeit im Polizeidienst Wie Polizeibedienstete die emotionalen Anforderungen ihres Berufs bewältigen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
454
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1978-2
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
JHBL JPP
BISAC-Code
SOC026000 POL017000
THEMA-Code
JHBL JPP
Erscheinungsdatum
2012-02-07
Auflage
1
Themen
Arbeit
Adressaten
Empirische Polizeiforschung, Arbeits-, Verwaltungs- und Organisationssoziologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Beschäftigte und Führungskräfte im Polizeidienst sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Polizei, Gefühlsarbeit, Emotion Work, Belastung und Belastungsbewältigung, Burnout, Arbeit, Arbeits- und Industriesoziologie, Verwaltung, Soziologie

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