Arbeit als Ware

Zur Theorie flexibler Arbeitsmärkte

Flexible Arbeitsmärkte haben an Bedeutung gewonnen, bisher fehlt es aber an übergreifenden theoretischen Ansätzen. Dieser Band vereint einschlägige und kontroverse Beiträge, die Impulse aus der Tausch-, Netzwerk-, Segmentations-, Schließungs-, System- und Kapitalismustheorie aufgreifen. Im Ergebnis der Analysen zeigt sich, dass Genese und Reproduktion flexibler Arbeitsmärkte kein quasi natürliches Phänomen spätmoderner Gesellschaften darstellen, sondern an eine Vielzahl ökonomischer, sozialer und politischer Voraussetzungen gebunden sind. Daraus ergeben sich analytische, aber auch normative Herausforderungen für die Forschung.

32,80 € *

2012-06-04, 366 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1984-3

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Alexandra Krause

Alexandra Krause, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

Christoph Köhler

Christoph Köhler, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

... mit Christoph Köhler

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Alle Welt redet über flexible Arbeitsmärkte und es gibt viele Publikationen zu dem Thema, die soziale Folgen im Detail analysieren. Wir fragen dagegen nach den Ursachen der Flexibilisierung und legen im deutschsprachigen Raum das erste Buch mit den wichtigsten soziologischen Ansätzen vor. Die Autoren/-innen diskutieren das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven (Kapital und Arbeit; Transaktion und Gesellschaft) und mit kontroversen theoretischen und politischen Positionen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Gegensatz zum Mainstream von Soziologie und Ökonomik zeigen wir, dass flexible zwischenbetriebliche (externe) Arbeitsmärkte keine notwendige und unumkehrbare Folge des globalen Finanzmarktkapitalismus darstellen, sondern an eine Vielzahl von ökonomischen, sozialen, politischen und kulturellen Bedingungen gebunden sind. Das Buch unterscheidet damit zwischen betriebsinternen und -externen Arbeitsmärkten. Es zeigt weiterhin, dass man nach sozialen Risiken ›gute‹ und ›schlechte‹ Märkte unterscheiden und über Steuerungsmöglichkeiten nachdenken sollte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Flexible (betriebsexterne) Arbeitsmärkte bilden ein zentrales Thema der Arbeits-, Arbeitsmarkt- und Ungleichheitssoziologie. Einschlägige Stichworte sind Beschleunigung und Arbeitskraftunternehmer, Unsicherheit und Prekarität, Segmentation und Spaltung, Flexicurity und Re-Regulierung. Das Buch versammelt übergreifende Ansätze zu den Ursachen und der Reichweite dieser Phänomene. Dabei werden unterschiedliche und teilweise konkurrierende theoretische Ansätze vorgestellt (z.B. aus der Segmentations-, Tausch-, Schließungs- und Systemtheorie).

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Der Band ist das Ergebnis eines langen Arbeits- und Diskussionsprozesses unter den Autoren/-innen sowie mit den Kollegen/-innen an der FSU Jena (z.B. mit Klaus Dörre, Dennis Eversberg, Stephan Lessenich, Tilman Reitz und Hartmut Rosa). Spannend wäre eine Dialog mit Autoren/-innen aus der neuen Wirtschaftssoziologie (Christoph Deutschmann, Heiner Ganßmann) und der Ungleichheitssoziologie (Martin Kronauer, Heike Trappe).

5. Ihr Buch in einem Satz:

Flexible Arbeitsmärkte sind nicht ein quasi-natürliches Phänomen spätmoderner Gesellschaften, sondern an besondere sozio-ökonomische und kulturelle Konstellationen gebunden, die es zu analysieren gilt, wenn man nach Gestaltungsmöglichkeiten sucht.

»Das verdienstvolle Buch beweist, dass die Soziologie im Reigen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften großes Potential hat, Beiträge zum Verständnis des Geschehens am Arbeitsmarkt zu liefern. Ein Werk aus der und für die wissenschaftliche Community, das es schafft, mehrere Generationen von WissenschaftlerInnen zu Wort kommen zu lassen.«
Lea Putz-Erath, www.socialnet.de, 19.03.2013
»Geboten wird eine analytisch gehaltvolle, um Erklärungen bemühte Beschreibung flexibler Arbeitsmärkte, die auch arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitische Implikationen berücksichtigt. Ihr Ziel, einen einigermaßen repräsentativen Überblick über die einschlägige Forschung zu präsentieren und insbesondere unterschiedliche Perspektiven und Forschungszugänge zu dokumentieren, haben die Herausgeber voll und ganz erreicht.«
Werner Bührer, Süddeutsche Zeitung, 07./08.07.2012
Besprochen in:
Scobel-Buchtipp, 3sat, 18.04.2013
Autor_in(nen)
Alexandra Krause / Christoph Köhler (Hg.)
Buchtitel
Arbeit als Ware Zur Theorie flexibler Arbeitsmärkte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
366
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1984-3
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
JHBL KCF
BISAC-Code
SOC026000 BUS038000
THEMA-Code
JHBL KCF
Erscheinungsdatum
2012-06-04
Auflage
1
Themen
Arbeit, Wirtschaft
Adressaten
Soziologie, Arbeitsmarkt- und Personalökonomik, Politikwissenschaft
Schlagworte
Arbeitsmarkt, Flexibilisierung, Atypische Beschäftigung, Marktrisiko, Unsicherheit, Wirtschaft, Globalisierung, Arbeit, Arbeits- und Industriesoziologie, Wirtschaftssoziologie, Arbeitsökonomie, Politikwissenschaft, Soziologie

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