Wie werden Landschaften gemacht?

Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Konstituierung von Kulturlandschaften

Wie wir mit den Landschaften umgehen, in denen wir leben, hängt entscheidend davon ab, wie darüber kommuniziert wird und welche Bilder und Vorstellungen davon zirkulieren. In diesem Band werden alltagsweltliche Landschaftskonstruktionen ebenso beleuchtet wie planerische Landschaftsverständnisse, Landschaftskonzepte in Windenergiediskursen und kulturlandschaftliche Handlungsräume.

Die Beiträge verknüpfen soziologische und politikwissenschaftliche Zugänge mit reichhaltigen empirischen Befunden, wodurch der Band für Sozialgeographen, Planungswissenschaftler und Praktiker gleichermaßen interessant ist.

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2013-03-06, 280 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1994-2

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Markus Leibenath

Markus Leibenath, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden, Deutschland

Stefan Heiland

Stefan Heiland, Technische Universität Berlin, Deutschland

Heiderose Kilper

Heiderose Kilper, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner und Brandenburgische TU Cottbus, Deutschland

Sabine Tzschaschel

Sabine Tzschaschel, Deutschland

... mit Markus Leibenath

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Oftmals werden Landschaften als etwas Selbstverständliches, Naturgegebenes betrachtet. Unser Buch will die Augen dafür öffnen, dass Landschaften in politischen, kulturellen und sozialen Prozessen entstehen und von Laien wie Experten, von Nutzern wie Betrachtern gleichermaßen ›gemacht‹ werden. Damit stellt es grundlegende Erkenntnisse für einen anderen, bewussteren und möglicherweise nachhaltigeren Umgang mit Landschaften bereit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In dem Buch wird mit institutionalistischen, diskurstheoretischen und hermeneutischen Zugängen gearbeitet, die bislang kaum für die Analyse von Landschaften fruchtbar gemacht wurden. Neu ist auch, dass die soziale Konstruktion von Landschaften in Bereichen wie Landschaftsplanung, Alltagspraxis, Regionalentwicklung, Naturschutz und Energiepolitik empirisch untersucht wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den letzten Jahren ist in der internationalen Raum- und Landschaftsforschung eine gewisse Konjunktur interpretativer, konstruktivistischer Ansätze zu beobachten. Das Buch knüpft an diese Debatten an und bereichert sie um theoretische wie empirische Facetten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die bereit sind, gewohnte Sichtweisen auf Landschaften zu hinterfragen. Mit allen, die verstehen wollen, warum wir bestimmte Landschaften als ›schön‹ bezeichnen, andere als ›hässlich‹ oder ›zerstört‹. Und schließlich mit allen, die unzufrieden sind mit den gegenwärtigen Landschaften und die den Mut haben, Visionen anderer Landschaften zu entwickeln.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch bietet einen ungewohnten Blick auf das ›Machen‹ von Landschaften anhand zahlreicher Beispiele.

»Allen, die mit Landschaftsplanung befasst sind, bieten die Autoren mit ihren sehr unterschiedlichen Blickwinkeln und Ansätzen eine gute Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Aufgabengebiet über den Tellerrand des Alltagsgeschäfts hinaus.«
http://www.akh.de, 5 (2017)
»Der Band bereichert die noch immer überwiegend positivistisch geprägte Landschaftsforschung und bietet mit seinen zahlreichen Beispielen einen guten Einblick in die produktive und unterschätzte Nische konstruktivistischer, interpretativer Landschaftsforschung.«
Vera Vincenzotti, Raumforschung Raumordnung, 10.05.2014
»[Es wird] deutlich, dass eine ›ökologische‹ auf (natur-)wissenschaftlichen Grundlagen basierende Argumentation in vielen Diskussionen um Landschaften und ihre Entwicklung eine dominante Rolle spielt gegenüber sozio-kulturellen Sichtweisen. Hier leistet der Band einen wichtigen aufklärerischen Beitrag.«
Norman Backhaus, Geographica Helvetica, 70 (2015)
»Aus einem für Landschaftsarchitekten ungewöhnlichen und anspruchsvollen Blickwinkel verknüpfen die Beiträge dieser wissenschaftlichen Veröffentlichung soziologische und politikwissenschaftliche Zugänge mit reichhaltigen empirischen Befunden.«
anthos, 3 (2013)
»Für Sozialgeografen, Planungswissenschaftler, Politiker und Praktiker bietet der Sammelband eine Fülle von Hinweisen und Diskussionsanlässen zur Frage, was ›Landschaft‹ für Menschen Hier, Heute und Morgen konstituiert.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 04.05.2013
Besprochen in:
Stadt und Raum, 3 (2013)
Fraunhofer IRB, 8 (2013)
NIKE-Bulletin, 1-2 (2014)
Buchtitel
Wie werden Landschaften gemacht? Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Konstituierung von Kulturlandschaften
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
280
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1994-2
DOI
10.14361/transcript.9783839419946
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JHB
BISAC-Code
SOC015000 SOC026000
THEMA-Code
RGC JHB
Erscheinungsdatum
2013-03-06
Auflage
1
Themen
Raum, Stadt, Architektur
Adressaten
Geographie, Landschaftsplanung, Naturschutz, Raumplanung, Soziologie, Politikwissenschaften, Kulturwissenschaften, Regionalmanagement sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Konstruktivismus, Sozialer Raum, Governance, Alltagspraxis, Diskursanalyse, Institutionen, Planung, Stadt, Raum, Architektur, Sozialgeographie, Kulturgeographie, Geographie

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