Architektur und Geometrie

Zur Historizität formaler Ordnungssysteme

Architekturen können geometrisch beschrieben werden. Doch inwieweit wirken geometrische Grundmuster – als formale Ordnungssysteme – auf die Erzeugung, Findung und Konzeption von Architektur zurück?

Anhand exemplarischer Beispiele formaler Ordnungspraxis legt Ekkehard Drach Verschiebungen, Überlagerungen, Diskontinuitäten und Brüche offen. Er zeigt: Selbst scheinbar übersubjektive, geometrisch generative Entwurfsverfahren können nicht außerhalb ihrer Bindung an Konvention, soziale Praxis und zeitlichen Kontext verstanden werden.

35,80 € *

2012-03-02, 324 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2002-3

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Ekkehard Drach

Ekkehard Drach, Innsbruck, Österreich

... mit Ekkehard Drach

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es ist gängige Praxis, Gebautes mit einem abstrakten geometrischen System zu unterlegen, zu überlagern oder aus diesem heraus zu entwickeln. Während das Begriffspaar Architektur und Geometrie hierbei üblicherweise herangezogen wird, um stabile Ordnungszusammenhänge zu begründen, eröffnet das Buch einen neuen Blick auf dessen auch subversives Potenzial. Eingefahrene Erklärungsmuster werden aufgebrochen und diese Erfahrung der architektonischen Praxis zugänglich gemacht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im historischen Überblick werden die vielfältigen Verquickungen von formaler Ordnung, Gebautem und den dahinter stehenden kulturellen Programmen nachgezeichnet. Das Buch bietet so in seiner genauen Untersuchung der Geschichte dieses wechselvollen Beziehungsgeflechts eine bislang ausstehende Betrachtung geometrischer Formgenerierung – als ein gerade nicht zeitloses, sondern vielmehr konventionell gebundenes, dem zeitlichen Wandel unterworfenes, wie selbst wandlungsfähiges Phänomen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den aktuellen Bemühungen um eine Reflexion architektonischen Entwerfens erscheint gerade angesichts der Verfügbarkeit neuer digitaler, datenbasierter Werkzeuge und damit einhergehender Entwurfsverfahren eine kritische Revision des Wissens um Voraussetzungen, Technik und Praktiken formalen Ordnens lohnend. Die Frage nach der Relevanz von Regel- und Referenzsystemen, wie sie in der Arbeit für die architekturpraktische Vergangenheit gestellt wurde, erweist sich so als Frage an gegenwärtige Verfahren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Albrecht Dürer. Mehrere Schlüsselstellen des Buches beschäftigen sich mit dessen geometrischen Studien – wobei immer wichtig ist, was Dürer nicht gesagt hatte. Interessant ist gerade der Punkt, an dem er im Weiterschreiben überlieferter Theorien abbricht, während seine Zeichnungen schon auf grundsätzlich Neues verweisen. Wenn es denn ginge, wäre es schön zu erfahren, was er heute zum Problem formaler Ordnung tatsächlich zu sagen hätte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine kleine Kulturgeschichte des Rasters – die kulturelle Determiniertheit geometrischer Entwurfspraktiken in der Architektur.

Besprochen in:
Fraunhofer, IRB, 10 (2012)
www.derraumjournalist.net, 3 (2012), Thomas Geuder
Autor_in(nen)
Ekkehard Drach
Buchtitel
Architektur und Geometrie Zur Historizität formaler Ordnungssysteme
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
324
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2002-3
DOI
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM AK
BISAC-Code
ARC010000 DES008000
THEMA-Code
AM AK
Erscheinungsdatum
2012-03-02
Auflage
1
Themen
Architektur
Adressaten
Architekturtheorie, Architekturgeschichte, Gebäudelehre
Schlagworte
Entwurfstheorie, Ordnungssysteme, Raster, Proportion, Standardisierung, Architektur, Design, Ästhetik

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