Die besondere Atmosphäre

Ästhetische Feldforschungen

Atmosphäre ist ein Grundphänomen unserer Lebenswirklichkeit. Andreas Rauh untersucht Atmosphäre im begrifflichen Feld der Ästhetik – zunächst in Anlehnung an den Vorgängerbegriff der »Aura« (Walter Benjamin). Er erarbeitet systematisch eine prägnante Atmosphäre-Position im Anschluss an Gernot Böhme und stellt dabei die Vagheit von Atmosphären heraus.

Anhand einer erweiterten Wahrnehmungstheorie mit Blick auf die »besondere Atmosphäre« zeigt Rauh, dass sich Atmosphären im Rahmen der qualitativ-empirischen Methode der »Aisthetischen Feldforschung« erschließen lassen, wobei Werke von Gerhard Richter als Untersuchungsobjekt im Mittelpunkt stehen.

29,80 € *

2012-03-21, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2027-6

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Andreas Rauh

Andreas Rauh, Universität Würzburg, Deutschland

... mit Andreas Rauh

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es von einem Thema handelt, das uns alle betrifft: Atmosphären. Sie begegnen uns in Form von Kaufhausatmosphären, von Lagerfeueratmosphären, von gemütlichen oder angespannten Atmosphären und sind in gestalteten und gewachsenen Umwelten immer mehr oder weniger intensiv spürbar. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung und Handlungsorientierung. Es fehlen jedoch das begriffliche Rüstzeug und die methodische Reflexion, um sie wissenschaftlich zu begreifen und damit zugänglich zu machen. Das Buch versucht, hier Abhilfe zu schaffen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zunächst wird v.a. die Verwandtschaft der Konzepte von ›Atmosphäre‹ und ›Aura‹ herausgestellt – das hilft, die spezifische Wahrnehmungsweise von Atmosphären zu klären, und was eine besondere Atmosphäre ist. Dann kommt es mir aber besonders auf den Aspekt der Vagheit der Atmosphären an – das hilft, das Reden von und über Atmosphären zu klären. Und darauf bezieht sich abschließend eine qualitativ empirische Feldforschungsstudie, die Atmosphären bei zwei Kunst-Ausstellungen von Gerhard Richter zu erfassen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eine große. Wie sehr uns Atmosphären beeinflussen, wie und in welchem Umfang wir sie gestalten können, hängt stark davon ab, wie wir uns über sie verständigen können. Mein Buch will daher nicht nur bekannte Positionen referierend zusammentragen, sondern das Phänomen verständlich machen – in begrifflich-theoretischer, aber auch in feldforschend-praktischer Hinsicht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am reizvollsten fände ich es, zum einen mit den Praktikern zu sprechen, die tagtäglich Atmosphären erzeugen: Schaufensterdekorateuren, Werbefachleuten, Lehrern, Inszenierern aller Art – mit der Frage: Wie erzeugt man bewusst welche Atmosphären? Und dann zum anderen mit den Theoretikern: Phänomenologen, Pädagogen, Kultur- und Medienwissenschaftlern – mit der Frage: Ist das Atmosphärenkonzept tragfähig, wo könnte man nachbessern?

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch behandelt das Wahrnehmungsphänomen der Atmosphäre und erschließt es durch fundierte begriffliche Untersuchungen und eine qualitativ-empirische Studie.

»Die Stärke der Arbeit liegt darin, eben nicht nur theoretische Begriffsarbeit zu leisten, sondern auch praktische Feldforschung zu konturieren und zu nutzen.«
Kathrin Herbold, Kunst+Unterricht, 387-388 (2014)
Besprochen in:

Quatember, 78/1 (2014), Florian Herrmann
Autor_in(nen)
Andreas Rauh
Buchtitel
Die besondere Atmosphäre Ästhetische Feldforschungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2027-6
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPN JFD ABA
BISAC-Code
PHI001000 SOC052000 ART009000
THEMA-Code
QDTN JBCT ABA
Erscheinungsdatum
2012-03-21
Auflage
1
Themen
Medien, Kunst, Ästhetik
Adressaten
Ästhetik, Kunstpädagogik, Philosophie, Phänomenologie, Bildwissenschaft
Schlagworte
Atmosphäre, Ästhetik, Kunst, Aura, Vagheit, Feldforschung, Medien, Medienästhetik, Kunsttheorie, Medienphilosophie, Philosophie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung