Die Balkone von New Orleans

Städtischer Raum und lokale Identität um 1900

Nicht erst seit Hurrikan Katrina gilt New Orleans als Ausnahmeerscheinung unter den amerikanischen Städten. Karneval und kreolische Küche, Voodoo und Jazz gehören ebenso zur Stadt wie koloniale Architektur und Plantagen, Sümpfe und Moskitos. Das Image als alte, exotische Stadt des Südens ist allgegenwärtig und das Ergebnis heftiger Debatten um die Identität von New Orleans im Konzert moderner amerikanischer Städte, die ihre Bewohner um 1900 entzweiten. Ausgehend vom Streit um die berühmten gusseisernen Balkone der Stadt entfaltet Nadine Klopfers Studie ein faszinierendes Panorama historischer Diskussionen um öffentlichen Raum und lokale Identität – ein einzigartiger Beitrag zur historischen Raum- und Stadtforschung.

39,80 € *

2012-12-14, 362 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2083-2

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Nadine Klopfer

Nadine Klopfer, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Nadine Klopfer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es uns in die Geschichte einer der sagenumwobendsten Städte der Welt entführt: New Orleans. Und, weil es dabei aktuelle Fragen nicht aus dem Blick lässt: Welches Bild machen wir uns von einer Stadt? Warum identifizieren wir uns mit manchen Städten? Wie sollen unsere Städte aussehen? Welche Rolle spielt dabei das Gedenken und Erinnern, welche die Umwelt? Wer darf über das Gesicht der Stadt entscheiden und warum? Das Buch bietet Einblicke in urbane Prozesse, die auch heute noch relevant sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

New Orleans gilt weithin als exotische Stadt mit einzigartiger Kultur. In meinem Buch geht es um die Entstehung dieses Bildes. Dabei konzentriere ich mich auf die Debatten der Einwohner um eine lokale Identität, die zwischen Denkmalschutz und Modernisierung, Entwässerungsproblemen und Epidemien, Feierlaune und aggressivem ›business‹, zwischen Südstaatennostalgie, kreolischem Erbe und Amerikanisierung ihren Platz finden musste – ein Panorama urbanen Lebens in Amerika um 1900.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ist ein grundlegender Beitrag zu einer theoretisch fundierten, kulturhistorischen Stadtforschung, das umwelthistorische Perspektiven mit Fragen nach der Rolle des Raumes in der Geschichte verbindet. Dabei verliert es die alltäglichen Handlungen, die Interessen und Konflikte der Bürger von New Orleans nicht im ›Raunen der Diskurse‹ aus den Augen und erzählt in kleinen Geschichten von der Bedeutung, die eine Stadt für ihre Bewohner hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den ›dramatis personae‹ des Buches.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Bewohner von New Orleans ringen um das, was ihre Stadt ausmachen soll, und erfinden deren Vergangenheit und ihren urbanen Raum dabei neu.

Besprochen in:

IRB, 3 (2013)
Baunetzwoche, 303 (2013), Myrta Köhler
Autor_in(nen)
Nadine Klopfer
Buchtitel
Die Balkone von New Orleans Städtischer Raum und lokale Identität um 1900
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
362
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2083-2
DOI
10.14361/transcript.9783839420836
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTB HBLW
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHK NHTB
Erscheinungsdatum
2012-12-14
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Stadt, Amerika
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Amerikanistik, Kulturwissenschaften, Soziologie, Denkmalpflege, Kunstgeschichte
Schlagworte
New Orleans, Stadtplanung, USA, Geschichte der Denkmalpflege, Stadtgeschichte, Südstaaten, Amerika, Stadt, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Urban Studies, Geschichtswissenschaft

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