Multikulturalismus auf Türkisch?

Debatten um Staatsbürgerschaft, Nation und Minderheiten im Europäisierungsprozess

Nation, Staatsbürgerschaft und Multikulturalismus sind zentrale Themen in den öffentlichen Debatten in der Türkei. Eran Gündüz zeichnet die Genese des türkischen Nationalstaats nach und beleuchtet die jüngeren Debatten um die Inklusion von ethno-kulturellen Gruppen. Dabei nutzt er den Ansatz des kanadischen Sozialtheoretikers Will Kymlicka, um die Anwendbarkeit eines westlichen Modells von multikultureller Gesellschaft auf den türkischen Fall zu begründen. Die Studie zeigt die Gründe auf, die eine demokratisch verfasste multikulturelle Gesellschaft in der Türkei zurzeit fast unmöglich zu machen scheinen.

31,80 € *

2012-08-29, 262 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2109-9

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Eran Gündüz

Eran Gündüz, Fachhochschule Frankfurt am Main, Deutschland

... mit Eran Gündüz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch liefert eine längst überfällige kritische Bestandsaufnahme und Bündelung der türkischen Debatten zum Thema Nation, Staatsbürgerschaft und die Inklusion von ethno-kulturellen Gruppen und macht diese anschlussfähig für den deutschen und europäischen Wissenschaftsbereich.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet einen neuen Ansatz auf die Debatten um Nation, Staatsbürgerschaft und ethno-kulturelle Gruppen speziell für die Türkei. Indem es den türkischen Fall in den Zusammenhang der internationalen Debatten und Forschung zu diesem Thema stellt, bereichert es auch die Gesamtdiskussion.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema Nation, Staatsbürgerschaft und die Inklusion von ethno-kulturellen Gruppen wird in den Sozialwissenschaften viel diskutiert. In manchen Kontexten geht es um den Umgang mit Einwanderergruppen, in anderen mit autochthonen Gruppen. Heutige Gesellschaften sind vielfältigen Einflüssen ausgesetzt und können nicht als geschlossene und homogene Einheiten gesehen werden. Für die Forschung ist dies längst ein wichtiges Thema, wobei auch der türkische Fall hier von besonderem Interesse ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Will Kymlicka, dessen liberale Multikulturalismustheorie ich in meinem Buch benutzt habe. Und Dominique Schnapper, französische Soziologin, die für ein republikanisches Verständnis von Staatsbürgerschaft steht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Gibt es einen türkischen Weg des Multikulturalismus? Das Buch bejaht diese Frage nur partiell und zeigt die Grenzen einer Anerkennungspolitik in der Türkei auf.

Besprochen in:
amazon, 11 (2012), Johannes Heinrichs
pw-portal.de, 4 (2013), Ines Weber
Autor_in(nen)
Eran Gündüz
Buchtitel
Multikulturalismus auf Türkisch? Debatten um Staatsbürgerschaft, Nation und Minderheiten im Europäisierungsprozess
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
262
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2109-9
DOI
10.14361/transcript.9783839421093
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPHV JHB
BISAC-Code
POL007000 POL010000 SOC026000
THEMA-Code
JPHV JHB
Erscheinungsdatum
2012-08-29
Auflage
1
Themen
Kultur, Politik, Europa
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaften, Türkeistudien, Ethnologie
Schlagworte
Staatsbürgerschaft, Nation, Multikulturelle Staatsbürgerschaft, Multikulturalismus, Türkei, EU, Will Kymlicka, Politik, Europa, Kultur, Demokratie, Politische Soziologie, Politikwissenschaft

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