Migration als Bildungsherausforderung

Subjektivierung und Diskriminierung im Spiegel von Migrationsbiographien

Wie lassen sich Subjektivierungsprozesse von »Migrationsanderen« rekonstruktiv erschließen und mit Begriffen der Butler'schen Subjekttheorie fassen? Am Beispiel biographischer Erzählungen vermittelt Nadine Rose Einsichten in Subjektbildungsprozesse von männlichen Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Dabei werden implizite und explizite Anrufungen als »Andere« nicht nur als individuelle Herausforderungen gezeigt, sondern auch als Bildungsherausforderung für die Mehrheitsgesellschaft markiert. Die migrationspädagogische und bildungstheoretische Perspektive der Studie bietet dabei Einblicke in schulische und alltägliche Praxen der resignifizierenden Positionierung und Differenzierung.

35,80 € *

2012-08-03, 476 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2135-8

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Nadine Rose

Nadine Rose, Universität Bremen, Deutschland

... mit Nadine Rose

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es wird derzeit viel über die schulische Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesprochen, aber dieses Sprechen neigt weiterhin dazu, das Problem bei den Jugendlichen und ihren Familien anzusiedeln – dieses Buch beschreitet einen anderen Weg.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch rekonstruiert nicht nur Diskriminierungserfahrungen von ›migrationsanderen‹ Jugendlichen, sondern ermöglicht einen Blick auf die Erfahrungen, die sie in Schule und Alltag gemacht haben. Die Forschungsoptik der ›Subjektivierung‹ hebt hervor, wie sie sich selbst über den Blick der anderen verstehen (lernen) und erst so zu ›Migrationsanderen‹ werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Post-Pisa-Diskussion um die Bildungsbe(nach)teiligung von

›Jugendlichen mit Migrationshintergrund‹ verschiebt dieses Buch die

Perspektive, denn es fragt danach, wie sie selbst ihre persönlichen Erfahrungen beschreiben. Dabei wird die paradoxe Figur der Subjektivierung deutlich: Einerseits sind sie als ›andere‹ in besonderer Weise diskriminierbar, andererseits zeigen sie sich als handlungsfähig und bildungskompetent in Schule und Alltag. Durch diese Perspektive wird stärker der gesamtgesellschaftliche Umgang mit Migration in Deutschland hinterfragt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Judith Butler, weil ich gern wüsste, was sie von der

für das Buch zentralen Vorstellung rassismusrelevanter Anrufungen

hält.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch gewährt einen Einblick, was es heißt, als

jugendlicher ›Migrationsanderer‹ in Deutschland zu leben und welche

Herausforderungen und Spielräume für die Ausgestaltung der

eigenen Subjektpositionierungen damit verbunden sind.

»Nadine Roses Arbeit fügt sich ein in die mittlerweile immerhin wachsenden Bemühungen in den Bildungs- und Erziehungswissenschaften, den Aspekten der Subjektivierung und Diskriminierung bei den Migrations- und Integrationsprozessen in der EINEN WELT Aufmerksamkeit zu widmen.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 10 (2012)
Besprochen in:
IDA-NRW, 18/3 (2012)
BZgA-InfoDienst Migration, 4 (2012)
lehrerbibliothek.de, 1 (2013), Dieter Bach
Autor_in(nen)
Nadine Rose
Buchtitel
Migration als Bildungsherausforderung Subjektivierung und Diskriminierung im Spiegel von Migrationsbiographien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
476
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2135-8
DOI
10.14361/transcript.9783839421352
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JFFN JNA
BISAC-Code
SOC025000 SOC007000 EDU040000 SOC026000
THEMA-Code
JKSN JBFH JNA
Erscheinungsdatum
2012-08-03
Auflage
1
Themen
Migration, Soziale Ungleichheit, Bildung
Adressaten
Pädagogik, Soziologie, Poststrukturalismus, Bildungstheorie, Migrationsforschung
Schlagworte
Bildung, Migration, Biographie, Empirie, Theorie, Subjektivierung, Diskriminierung, Anrufung, Identifizierung, Resignifizierung, Judith Butler, Soziale Ungleichheit, Sozialpädagogik, Bildungssoziologie, Pädagogik

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