Rasse in der Ära der Genetik

Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften

Die Einteilung von Menschen in Rassen ist eine der umstrittensten Praktiken biologischer Forschung. Doch statt ihres Endes zeichnet sich in den letzten Jahrzehnten eine Renaissance rassifizierter Konzepte ab.

Tino Plümeckes detaillierte Studie geht erstmals der Frage nach, wieso Rasse immer wieder Teil modernster Forschungen werden konnte. Analysiert werden die Rassifizierungen in verschiedenen biologischen Disziplinen und die Entwicklungslinien im Kontext genetischer Ansätze. Das Buch führt Kompetenzen aus den Bio- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen und liefert einen Beitrag zur Weiterentwicklung kritischer und intervenierender Wissenschaftsforschung.

29,80 € *

2013-06-12, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2145-7

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Tino Plümecke

Tino Plümecke, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Tino Plümecke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch ist auch heute noch das wichtigste Medium, um komplexe Zusammenhänge aufzuklären und zu reflektieren. Mit dem Thema Rasse in den Lebenswissenschaften begegnet uns ein besonderes Problemfeld, das zum einen eher tabuisiert ist und zum anderen in den Sozialwissenschaften (vor allem auch in seiner Verwicklung mit Rassismus) bisher weitgehend vernachlässigt wurde. Als einer der problematischsten Effekte der Moderne gilt es die Ordnungsversuche des Menschen im Blick zu behalten und zu kritisieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Aufstieg der Genetik zum produktivsten Mittel der Lebenswissenschaften gingen auch neue Kategorisierungen des Menschen einher. Der Raum, der zwischen tradierten rassischen Zuordnungen und neuen technischen Möglichkeiten der Molekularbiologie entstand, wird in dieser Studie umrissen und die wichtigsten Felder analysiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Rassifizierungen markieren eine der dominanten sozialen Ungleichheitsdimensionen. Dabei besteht eine besondere Beziehung zu biologischer Wissensproduktion. Während einige Zeit das Ende von Rasse konstatiert wurde, kennzeichnet die letzten beiden Jahrzehnte vielmehr eine Fülle an Reformulierungen, die eine besondere Herausforderung für sozialwissenschaftliche Analysen darstellen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als Beitrag zur Wissenschaftsforschung liegt meine Arbeit an der Schnittfläche zwischen den Lebens- und den Sozialwissenschaften. Entsprechend wünsche ich mir eine weitergehende Debatte sowohl mit den Science Studies, der Soziologie als auch mit den Life Sciences.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Was die Ära der Genetik und Genomik mit der tradierten Klassifikationsform Rasse verbindet, wird hierin aus der Perspektive der Wissenschaftsforschung untersucht.

«Tino Plümecke gibt [...] einen guten Überblick über die rassistischen Forschungen der Biologie und Anwendungen der Medizin – und zeigt auf, wie ›Rasse‹-Konzepte noch heute zentrale Bestandteile dieser Disziplinen sind.«
Heinz-Jürgen Voß, Gen-ethischer Informationsdienst, 220 (2013)
Besprochen in:

Deutsches Ärzteblatt, 110/49 (2013)
www.socialnet.de, 12.02.2014, Aurelia Weikert
IDA NRW, 4 (2014)
www.socialnet.de, 12.02.2015, Aurelia Weikert
Autor_in(nen)
Tino Plümecke
Buchtitel
Rasse in der Ära der Genetik Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2145-7
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR JFSL
BISAC-Code
SCI075000 SOC031000
THEMA-Code
PDR JBSL1
Erscheinungsdatum
2013-06-12
Auflage
1
Themen
Leben, Wissenschaft, Rassismus
Adressaten
Soziologie, Wissenschafts- und Technikforschung, Anthropologie, Wissenschaftsgeschichte, Euroethnologie, Lebenswissenschaften
Schlagworte
Wissenschafts- und Technikforschung, Rasse, Genetik, Intervenierende Forschung, Lebenswissenschaften, Science & Technology Studies, Wissenschaft, Rassismus, Leben, Wissenschaftssoziologie, Life Sciences, Soziologie

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