Resonant Alterities

Sound, Desire and Anxiety in Non-Realist Fiction

»Resonant Alterities« bridges the gap between sound studies and literary criticism. A queer ghost story by Vernon Lee, an occultist novel of psychic adventure by Algernon Blackwood, a dystopian science fiction tale by J.G. Ballard and a post-traumatic short novel by Don DeLillo are its primary objects of analysis. Each is explored within the context of its contemporary cultural debates on sound. Meanwhile, all four theory-enriched readings focus on intersecting and desire-laden processes of meaning making, knowledge production and subject formation. Focal points are aurally/audio-visually structured phenomena expressive of both collective and individual anxieties.

36,99 € *

2014-10-29, 402 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2202-7

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Sylvia Mieszkowski

Sylvia Mieszkowski, Universität Wien, Österreich

... mit Sylvia Mieszkowski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Eine ghost story mit Barockkastraten-Gespenst, das einen Wagner-Epigonen heimsucht; ein Psychoabenteuer mit Jehova beschwörendem Kabbalah-Experimentator; eine SF-Welt mit Klangmüllproblem, in der ein ödipal Verstummter um sein Organ kämpft; eine posttraumatische Novelle, deren Heldin sich mithilfe von medialisierten Stimmen zum Subjekt macht. Drei dieser schrägen Texte sind, zu Unrecht, praktisch vergessen. Der Rand des Kanons ist untererforscht und ergiebig für die literary sounds studies.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Klang ist nicht nur akustisches Phänomen und Quelle von (Des-)Orientierung, Genuss oder Schmerz, sondern auch ein kulturelles Konstrukt. »Resonant Alterities« untersucht ihn als Metapher für Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns, der jenseits des visuell Strukturierten liegt, aber nicht in schlichter Opposition zu ihm gedacht werden darf. Während sound zum Vehikel für das Andere wird, das mit dem Eigenen verschränkt werden muss, gewinnt der Klang der Texte selbst an Bedeutung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Sound Studies sind ein florierendes Forschungsfeld der Kulturwissenschaften. Auf diesem Gebiet setzen sich die meisten Arbeiten mit hörbarem Klang auseinander. »Resonant Alterities« hingegen konzentriert sich auf Repräsentationen von sound (samt seiner Wahrnehmung und Interpretation) in nicht-realistischen literarischen Texten, um zu erforschen, welche Rolle seine Produktion und Rezeption in Prozessen der Wissensbildung, der Identitätskonstruktion und der Konstitution von Begehren spielen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Klangforscher/-innen, die finden, dass der Dialog mit den Literaturwissenschaften unproduktiv ist; mit Literaturwissenschaftler/-innen, die meinen, Sound Studies gingen sie nichts an; mit Garrett Stewart, der den Klang des Textes selbst als phonotext theoretisiert hat; mit Melba Cuddy-Keane, die die Grenzen von Analyseinstrumenten aufgezeigt hat, die auf visuell strukturierte Phänomene hin gedacht sind; und mit Don DeLillo, um zu hören, was er von Lees, Blackwoods und Ballards Texten hält.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Sound is the new source of insight, and those who listen will discover more than meets the ear.

Besprochen in:

The Chronicle, 01.05.2015
Autor_in(nen)
Sylvia Mieszkowski
Buchtitel
Resonant Alterities Sound, Desire and Anxiety in Non-Realist Fiction
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
402
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2202-7
DOI
Warengruppe
1564
BIC-Code
DSB AVA
BISAC-Code
LIT004120 LIT004020 MUS020000
THEMA-Code
DSB AVA
Erscheinungsdatum
2014-10-29
Auflage
1
Themen
Klang, Literatur
Adressaten
Literary Studies, Cultural Analysis, Sound Studies
Schlagworte
Literature, Culture, Theory, Sound, Perception, Vernon Lee, Algernon Blackwood, J.G. Ballard, Don DeLillo, British Studies, American Studies, General Literature Studies, Literary Studies

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