Das Geschlechterregime

Eine intersektionale Dispositivanalyse von Work-Life-Balance-Maßnahmen

Eine intersektionale Dispositivanalyse von »Geschlechterregimen« im Postfordismus: Neben einer regulationstheoretischen und poststrukturalistischen Reflexion des Begriffs widmet sich das Buch Geschlechterregimen im Kontext von Arbeitsorganisation, gouvernementalen und biopolitischen Regierungsmaßnahmen sowie von Formen der Subjekt-Werdung. Am Beispiel von Maßnahmen zur Work-Life-Balance geht Stefan Paulus der engen Verwobenheit postfordistischer Produktions- und Reproduktionssphären mit Geschlechterverhältnissen ebenso auf den Grund wie der aktiven Mitwirkung der Subjekte an deren Gestaltung.

36,80 € *

2012-09-20, 472 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2208-9

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Stefan Paulus

Stefan Paulus, Deutschland

... mit Stefan Paulus

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Generell würde ich nicht sagen, dass Bücher nicht gebraucht werden. Im Gegenteil je mehr ›Vielheiten‹ (Deleuze) oder ›Denkalternativen‹ (Feyerabend) existieren, desto besser. Ich versuche mit verschiedenen Denkansätzen wie Arbeitssoziologie, Regulationstheorie oder poststrukturalistischen Denkweisen den Begriff Geschlechterregime zu definieren. Durch diesen weitverzweigten Begriff lassen sich so historisch-konkrete Geschlechterverhältnisse im Postfordismus aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zu Geschlechterregimen, Dispositivanalysen und vor allem über Intersektionalität existiert zurzeit eine lebhafte Diskussion. Dieses Buch beschäftigt sich nicht nur theoretisch mit diesen Themen, sondern zeigt auch methodische Umsetzungen auf und liefert empirische Befunde durch die Verschränkung von Intersektionalitäts- und Dispositivanalysen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Bedeutung werden die Leser/-innen dem Thema geben, aber ich würde sagen, dass das Eingreifen durch eine intersektionale Dispositivanalyse in die hoch aktuelle Debatte um Burnout, Work-Life-Balance, Arbeitskraftmanagement, Gouvernementalität oder Biopolitik eine kritische Bedeutung hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit allen die im Anschluss an Althusser, Foucault oder Butler diskutieren, die versuchen Marxismus und Poststrukturalismus zusammen zu denken und versuchen, sich eine kritische Haltung gegenüber dem Wissenschaftsapparat und der Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaftsformation zu bewahren. Ich würde aber auch gerne mit den Betroffenen diskutieren, deren Work-Life-Balance scheitert oder gescheitert ist oder versuchen, sich innerhalb den komplexen Arbeitsstrukturen zu orientieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer Kapitalismus kritisieren will, sollte auch die Reproduktionsweisen in die Kritik einbeziehen.

Autor_in(nen)
Stefan Paulus
Buchtitel
Das Geschlechterregime Eine intersektionale Dispositivanalyse von Work-Life-Balance-Maßnahmen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
472
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2208-9
DOI
10.14361/transcript.9783839422083
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JHBL
BISAC-Code
SOC032000 SOC026000
THEMA-Code
JBSF JHBL
Erscheinungsdatum
2012-09-20
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Arbeit, Neoliberalismus
Adressaten
Soziologie, Sozialtheorie, Arbeitswissenschaft, Geschlechterforschung, Poststrukturalismus, Regulationstheorie
Schlagworte
Intersektionalität, Biopolitik, Geschlechterregime, Gouvernementalität, Postfordismus, Work-Life-Balance, Gender, Arbeit, Neoliberalismus, Gender Studies, Arbeits- und Industriesoziologie, Soziologie

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