Existenzielle Bildung

Zur ästhetischen und szenologischen Aktualisierung einer bildungstheoretischen Leitidee

Im Zuge der Bologna-Diskussion wird Bildung vielfach als Wissen, Kompetenz und Qualifikation zur Steigerung der Employability instrumentalisiert. Was aber kann unter existenzieller Bildung verstanden werden? Julia Weitzel stellt eine zeitgenössische Leitidee existenzieller Bildung vor, indem sie szenische und ästhetische Forschungsmethoden diskutiert und zur Anwendung bringt. In ihrer innovativen, experimentellen Präsentationsform sucht die Studie die Linearität und Chronologie des Textes aufzubrechen und spielerisch zu wenden. Damit macht sie nicht zuletzt neue, fruchtbare und anregende Möglichkeiten der Selbst-Bildung durch die Lektüre erfahrbar.

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2012-10-18, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2223-2

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Julia Weitzel

Julia Weitzel, Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland

... mit Julia Weitzel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Lesenden sind eingeladen, an einem Experiment mit Abbildungen künstlerischer Arbeiten Joseph Beuys' teilzunehmen und der eigenen Bedeutung des Visuellen nachzuspüren. Durch die Kollision der Rahmungen (Bildung-)Theorie und Kunst kann etwas Drittes hinzukommen und eine transformierte Sicht auf beide Referenzen entstehen. Die rhizomatische, achronologische Architektur der Studie provoziert dazu Anschlussstellen und Verknüpfungen aktiv herzustellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Bildung ist nicht nur ein transformatorischer Aneigungsprozess, sondern auch ein rhizomatischer Produktionsprozess. Bildung geht über die Reflexion von Kontexten hinaus, sie modifiziert und produziert auch Kontexte. Kontext löst die unveränderliche Kategorie Herkunft ab und zeigt sich als eine partiell gestaltbare Dimension der Existenz. Existenz ist dann Bildung in und von Kontexten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In Kunst und Kulturwissenschaften werden seit den 2000er Jahren verstärkt und unter veränderten Vorzeichen Chiasmen von Kunst/Wissenschaft diskutiert und partiell praktiziert. Die Kunstpädagogik legt mit Ästhetischer Forschung einen Ansatz vor, der selbstverständlich zwischen Kunst, Wissenschaft, Alltag und künstlerischen Strategien changiert. Die Studie integriert künstlerische, ästhetische und szenische Verfahren in die erziehungswissenschaftliche Forschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an einer Bildung interessiert sind, die sich nicht allein auf Kompetenz, Wissen und Qualifikation reduzieren lässt, die neugierig sind auf eine Teilnehmendenorientierung im Sinne einer ›Existenzforschung‹ sowie auf theoretische und szenische Modi der Kontext(er)forschung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Welche Haltungen, Prinzipien und Praxen fördern eine interessensgeleitete Erforschung von Erfahrungskontexten und existenziellen Fragen – und warum ist das wichtig?

»Das Buch ist hilfreich für alle, die Bildungsprozesse
aus der Perspektive der Teilnehmer entwickeln wollen.«
Uta Jugert, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 10 (2015)
»Das Buch gibt zentrale Impulse für eine Bildungspraxis, die Lernen nicht verordnet, aber Erfahrung ermöglichen will. Kein Rezeptbuch, aber eine empfehlenswerte Lektüre, die Mut macht, neue Denk- und Erfahrungsräume zu erschließen.«
Birgit Engel, BDK-Mitteilungen, 3 (2013)
»Dieses Buch ist eine Herausforderung an die Lesenden, aber die Herausforderung kann sich lohnen.«
Adrian Zagler, www.erwachsenenbildung.at, 09.08.2013
Besprochen in:
Weiterbildung, 1 (2013)
www.socialnet.de, 1 (2013), Jos Schnurer
Autor_in(nen)
Julia Weitzel
Buchtitel
Existenzielle Bildung Zur ästhetischen und szenologischen Aktualisierung einer bildungstheoretischen Leitidee
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2223-2
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA AB
BISAC-Code
EDU040000 ART009000 EDU037000
THEMA-Code
JNA AB
Erscheinungsdatum
2012-10-18
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Philosophie, Kunstpädagogik, Theaterpädagogik
Schlagworte
Bildung, Hochschule, Kompetenz, Theater, Forschen, Ästhetische Lern- und Lehrarrangements, Bildungstheorie, Kunstpädagogik, Medienpädagogik, Pädagogik

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