Intermedialität bei Rolf Dieter Brinkmann

Konstruktionen von Gegenwart an den Schnittstellen von Text, Bild und Musik

»Ich meinerseits bin an Gegenwart interessiert« – diese Aussage Rolf Dieter Brinkmanns bildet den programmatischen Kern seiner Poetik. Da Realitätswahrnehmungen immer schon medial vermittelt und geformt sind, ist die Literarisierung ›authentischen‹ Erlebens ein ebenso komplexes wie utopisches Verfahren. Brinkmanns Gegenwartsrepräsentationen manifestieren sich in seinem Werk als intermediale Experimente. Stephanie Schmitt kontextualisiert, spezifiziert und analysiert in dieser Studie die vielfältigen Bezüge zwischen Text und Bild ebenso wie zwischen Literatur und Musik von den lyrischen Anfängen bis zu den späten Materialbänden des Autors.

33,80 € *

2012-11-08, 270 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2224-9

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Stephanie Schmitt

Stephanie Schmitt, Deutschland

... mit Stephanie Schmitt

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Von Rolf Dieter Brinkmann geht bis heute eine starke Dynamik aus. Sein Werk ist in vielerlei Hinsicht wichtig, beispielsweise für das Literatur- und Kunstverständnis seit den 1960er Jahren, die Übertragung der angloamerikanischen Beatliteratur in den deutschen Sprachraum und die Bereitstellung kreativer Impulse für nachfolgende Künstler. Doch seine Texte selbst sind wenig präsent. Mein Buch ist eine Aufforderung für die lohnenswerte Auseinandersetzung mit seiner Literatur.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch widmet sich erstmals der Untersuchung von Brinkmanns literarischem Gesamtwerk nach intermedialen Gesichtspunkten, welche die Beziehungen zwischen Text und Bild ebenso umfassen wie zwischen Literatur und Musik. Sein Sprach- und Literaturverständnis formulieren sich gerade in der Zusammenschau der – mitunter ambivalenten – Standpunkte. Ebenso entwickeln sich die Qualität der intermedialen Experimente und auch die Differenziertheit seiner sprachkritischen Überlegungen gerade in der Summe ihrer Teile.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Medialisierung des Alltags ist längst Realität. Brinkmann literarisiert Mechanismen alltäglicher Wahrnehmung unter diesen Bedingungen. Popliterarische Schreibweisen um 2000 verfolgen ähnliche Ziele und bedienen sich vergleichbarer Darstellungsmethoden. Das Thema meines Buches ist somit relevant für die Theoretisierung des Intermedialitätsbegriffs, ebenso wie für das Verständnis typischer Ästhetiken der 1960er/70er Jahre, aber auch für die Erschließung zeitgenössischer popliterarischer Texte.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch erarbeitet und kontextualisiert Rolf Dieter Brinkmanns Sprachutopie im gegenseitigen Wechselverhältnis von Text, Bild und Musik.

»[Hier] liegt eine Arbeit vor, die ihren Wert hat sowohl als exemplarische Fallstudie für die Intermedialitätsforschung als auch als eine das Gesamtwerk gut strukturierende Überblicksmonographie zu diesem Aspekt bei Rolf Dieter Brinkmann.«
Philipp Böttcher, Monatshefte, 106/3 (2014)
Besprochen in:

GERMANISTIK, 55/1-2 (2014)
Autor_in(nen)
Stephanie Schmitt
Buchtitel
Intermedialität bei Rolf Dieter Brinkmann Konstruktionen von Gegenwart an den Schnittstellen von Text, Bild und Musik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
270
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2224-9
DOI
10.14361/transcript.9783839422243
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB JFD
BISAC-Code
LIT004170 SOC052000
THEMA-Code
DSB JBCT
Erscheinungsdatum
2012-11-08
Auflage
1
Themen
Medien, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Bildwissenschaft
Schlagworte
Literatur, Medien, Rolf Dieter Brinkmann, Intermedialität, Pop, Photographie, Film, Musik, Germanistik, Medienästhetik, Medientheorie, Literaturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung