Privat gesammelt – öffentlich präsentiert

Über den Erfolg eines neuen musealen Trends bei Kunstsammlungen

Während im deutschsprachigen Raum Kunstmuseen traditionell Einrichtungen der öffentlichen Hand sind, lässt sich seit den 1990er Jahren eine Gegenbewegung erkennen: Immer mehr private Sammlerinnen und Sammler treten mit eigenen und privat finanzierten Museen und Kunsträumen an die Öffentlichkeit. Erstmals werden in diesem Buch Gründungsmotive und Zielsetzungen privater Kunstinitiativen erforscht und ihre Erfolgsfaktoren im Vergleich zu öffentlichen Museen wissenschaftlich fundiert und differenziert erläutert. Die Erkenntnisse sind sowohl für die aktuelle Museumsforschung und das Anwendungsgebiet des Kulturmanagements als auch für das Verständnis des gegenwärtigen Kunstbetriebs und seiner künftigen Steuerung von großem Gewinn.

Neben einer historischen Rückschau auf privates Kunstsammeln bietet die Studie einen Überblick über die jüngeren privaten Kunsteinrichtungen und stellt beispielhaft zehn international renommierte Privatsammlungen im Detail vor: Museum Biedermann (Donaueschingen), Sammlung Boros (Berlin), Museum Frieder Burda (Baden-Baden), me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht (Berlin), Daros Latinamerica Collection (Zürich), Essl Museum (Klosterneuburg bei Wien), Sammlung FER Collection (Ulm), Sammlung Hoffmann (Berlin), Julia Stoschek Collection (Düsseldorf), Langen Foundation (Neuss).

39,80 € *

2012-10-30, 468 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2227-0

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Gerda Ridler

Gerda Ridler, Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin (Salzburg), Österreich

... mit Gerda Ridler

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das Buch ein neues Phänomen erforscht, das sich seit zwanzig Jahren in der deutschsprachigen Museumslandschaft beobachten lässt: Sammlerinnen und Sammler vornehmlich zeitgenössischer bildender Kunst machen ihre Kollektionen immer öfter in eigenen Museen und privat finanzierten Ausstellungsräumen der Öffentlichkeit zugänglich. Das Buch untersucht diesen neuen musealen Trend und stellt ihn systematisch und qualifiziert in einen größeren kulturpolitischen Kontext. Eine entsprechende Gesamtdarstellung und Bewertung hat es in dieser umfänglichen Form bisher noch nicht gegeben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Publikation untersucht die Hochkonjunktur privater Kunstinitiativen, fragt aus kunstpolitischer und kultursoziologischer Sicht nach den Bedingungen der Emergenz dieses neuen Typs von Sammlungen und Museen und geht insbesondere der Frage nach, woraus ihr besonderer Erfolg resultiert. In theoretischer Hinsicht ist damit das Problem verbunden, wie Erfolg von Kunsteinrichtungen gemessen werden kann. Hier wird ein aktuelles kulturmanageriales und kunstwissenschaftliches Thema aufgegriffen, das bislang methodisch nicht erforscht wurde.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mein Buch stellt ein Kompendium zu der seit einigen Jahren intensiv und kontrovers geführten öffentlichen Diskussion über die sich verändernde Landschaft der Kunstmuseen im deutschsprachigen Raum dar. Dabei wird u.a. die antagonistische, oftmals vorurteilsbelastete Betrachtung des Verhältnisses von öffentlichen Museen und privaten Kunsteinrichtungen zurechtgerückt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten öffentlicher und privater Museen werden anhand von Erfolgsfaktoren umfassend diskutiert und mögliche Zukunftsszenarien skizziert. Die Ergebnisse sind für den kulturwissenschaftlichen und kulturpolitischen Diskurs von hohem Erkenntnisgewinn.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Sammlerinnen und Sammlern, mit Mitarbeitern/-innen privater Kunsteinrichtungen, mit Verantwortlichen des institutionalisierten Museumsbetriebs, mit Kulturpolitikern/-innen und der an Museen und zeitgenössischer Kunst interessierten Öffentlichkeit.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch leistet erstmals einen grundlegenden Beitrag zum bislang wissenschaftlich kaum fokussierten Thema der öffentlich zugänglichen privaten Kunstsammlungen, stellt ihre vielgestaltigen Erscheinungsformen, ihre Erfolgsfaktoren und ihre Wirkung in der zeitgenössischen Museumskultur dar.

»Eine Fundgrube an Anregungen für den erfolgreichen Betrieb von Museumseinrichtungen.«
Stiftung&Sponsoring, 2 (2013)
»[Gerda Ridler] ist als Gründungsdirektorin des Museums Ritter in Waldenbuch mit der Szene vertraut. Neben einer historischen Rückschau auf privates Kunstsammeln bietet die Studie einen Überblick über die jüngeren privaten Kunsteinrichtungen und stellt beispielhaft zehn international renommierte Privatsammlungen im Detail vor.«
museums.brief, 2 (2012)
Besprochen in:

Bulletin - Deutscher Museumsbund e.V., 4 (2012)
Cicero, 12 (2012)
Informationsdienst KUNST, 519/1 (2013)
Kunstzeitung, 1 (2013)
mundus, 2, Lena Naumann
museum heute, 43 (2013), Wolfgang Stäbler
Fraunhofer IRB, 4 (2013)
Kulturpolitische Mitteilungen, 141/2 (2013)
Autor_in(nen)
Gerda Ridler
Buchtitel
Privat gesammelt – öffentlich präsentiert Über den Erfolg eines neuen musealen Trends bei Kunstsammlungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
468
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2227-0
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM AB KJM
BISAC-Code
ART059000 ART023000 BUS041000
THEMA-Code
GLZ AB KJM
Erscheinungsdatum
2012-10-30
Auflage
1
Themen
Kunst, Museum, Kulturmanagement
Adressaten
Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Museologie, Museumsforschung, Kultur- und Museumsmanagement, Kulturpolitik, Sozialwissenschaft sowie die an zeitgenössischer Kunst interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Privatmuseum, Privatsammlung, Öffentliches Museum, Kunstmuseum, Zeitgenössische Kunst, Erfolg, Museumsmanagement, Kulturmanagement, Museum Biedermann, Sammlung Boros, Museum Frieder Burda, Me Collectors Room, Stiftung Olbricht, Daros Latinamerica Collection, Essl Museum, Sammlung FER Collection, Sammlung Hoffmann, Julia Stoschek Collection, Langen Foundation, Museum, Kunst, Museumswissenschaft, Populäre Kunst, Kulturpolitik

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