Jenseits des Leistungsprinzips

Soziale Ungleichheit in der funktional differenzierten Gesellschaft

Der Mainstream der ungleichheitssoziologischen Analyse vertikaler Mobilität fokussiert auf eine empirische Widerlegung des Meritokratiemodells, ohne sich allerdings von diesem Gesellschaftsmodell vollständig lösen zu können. Adrian Itschert stellt dieser Perspektive ein differenzierungstheoretisches Modell gegenüber, das stärker auf die unzähligen Brüche, Zufälligkeiten und Kontingenzen in den Prozessen der Statuszuweisung der modernen Gesellschaft abstellt und der Soziologie sozialer Ungleichheit neue Impulse verleiht.

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2013-08-13, 300 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2233-1

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Adrian Itschert

Adrian Itschert, Universität Luzern, Schweiz

... mit Adrian Itschert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Jeder, der ein wenig mit der ungleichheitssoziologischen Mobilitätsanalyse vertraut ist, wird von der Raffinesse der empirischen Methoden in dieser soziologischen Subdisziplin beeindruckt sein. Weniger bekannt ist, wie vielfältig und komplex die theoretischen Annahmen sind, die in der empirischen Mobilitätsanalyse zum Tragen kommen. Das Buch versucht unter anderem diesen Kontext auszuleuchten und in seinen Konsequenzen transparent zu machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch beschreibt die ungleichheitssoziologische Mobilitätsanalyse als empirische Meritokratiekritik. Es verfolgt dabei zwei Stoßrichtungen: Es versucht einerseits sichtbar zu machen, an welchen Stellen die ungleichheitssoziologische Mobilitätsanalyse immer noch dem Meritokratiemodell verhaftet bleibt, andererseits soll aber auch aufgezeigt werden, welchen Forschungsperspektiven sich die ungleichheitssoziologische Mobilitätsanalyse durch ihre fast ausschließliche Konzentration auf die empirische Meritokratiekritik verschließt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Analyse der Statuszuweisungsprozesse der modernen Gesellschaft bringt auch die zwei Hauptströme der soziologischen Gesellschaftstheorie, die Differenzierungstheorie und die Ungleichheitstheorie, miteinander in Kontakt. Seit einiger Zeit mehren sich die Publikationen, die zu klären versuchen, wie sich das Verhältnis dieser beiden dominanten Strukturkomponenten der modernen Gesellschaft bestimmen lässt. Auch dieser Diskussionszusammenhang wird im Buch weitergetrieben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

John Goldthorpe wäre sicher einer der interessantesten Gesprächspartner innerhalb der ungleichheitssoziologischen Mobilitätsanalyse, der die Forschung in diesem Bereich immer wieder auf überraschende Art und Weise vorangetrieben hat. Ebenso interessant wäre ein Gespräch mit Andrew Abbott, der aus professionssoziologischer Perspektive immer wieder mit den Konventionen der typischen Mobilitätsanalyse gebrochen hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch versucht zu zeigen, welche Einsichten die ungleichheitssoziologische Mobilitätsanalyse aus der empirischen Kritik am Modell der Leistungsgesellschaft gewinnt und wie sich diese Kritik radikalisieren lässt.

»Adrian Itschert hat ein intelligentes, lesenswertes Buch vorgelegt, das angenehm aus der momentan theoriearmen Diskussion der Ungleichheitstheorie hervorsticht. Der entsprechenden Forschung sei es unbedingt empfohlen.«
Thomas Schwinn, Soziale Systeme, 19/1 (2013/2014)
»Ein detaillierter Theorievergleich zum Aufbau, zur Entwicklung und Bedeutung von Meritokratiemodellen. Erkenntnisreiches Buch für Theoretiker und Analytiker im sozialwissenschaftlichen Feld.«
Erich Hollenstein, www.socialnet.de, 24.12.2013
Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 02.12.2013, Dieter Bach
Autor_in(nen)
Adrian Itschert
Buchtitel
Jenseits des Leistungsprinzips Soziale Ungleichheit in der funktional differenzierten Gesellschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
300
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2233-1
DOI
Warengruppe
1727
BIC-Code
JFFM JHBA
BISAC-Code
SOC050000 SOC026000
THEMA-Code
JBFQ JHBA
Erscheinungsdatum
2013-08-13
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Soziologie, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Mobilitätsanalyse, Differenzierungstheorie, Ungleichheitssoziologie, Gesellschaftstheorie, Status, Exklusion, Sozialstrukturanalyse, Gesellschaft, Soziale Ungleichheit, Soziologische Theorie, Systemtheorie, Soziologie

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