Subjektermächtigung und Naturunterwerfung

Künstlerische Selbstverletzung im Zeichen von Kants Ästhetik des Erhabenen

Künstlerische Selbstverletzung – seit den 1960er Jahren international fester Bestandteil der Performance Art – polarisiert, verstört und wirft vor allem Fragen nach Handlungsmotivationen auf.

Rosemarie Brucher deutet dieses radikale Phänomen als Bewältigungsversuch bedrohter Autonomie und damit in erster Linie als Ermächtigungsstrategie. In dieser Ambivalenz aus Subjektermächtigung und Naturunterwerfung lässt sich künstlerische Selbstverletzung vor dem Hintergrund von Immanuel Kants Ästhetik des Erhabenen lesen, was die Autorin exemplarisch an VALIE EXPORT und Stelarc darlegt. Eine solche Bezugsetzung eröffnet nicht nur einen innovativen Zugang zu dieser Kunstform, sondern wirft zugleich auch ein neues Licht auf Kants Erhabenheitskonzeption.

32,80 € *

2013-01-17, 284 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2270-6

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Rosemarie Brucher

Rosemarie Brucher, Universität der Künste Berlin, Deutschland, und Universität Wien, Österreich

... mit Rosemarie Brucher

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Ich erachte das Buch als interessant, weil es sich mit relevanten Fragen befasst. Muss sich der Mensch der Macht der Natur unterworfen denken? Und wenn das der Fall ist, wie steht es dann um seine Selbstdefinition als ›Wesen, welches will‹, um Freiheit und Souveränität? Welche Strategien werden gewählt, um das ›starke Subjekt‹ und dessen Attribute gerade in der Krise zu ›bewahren‹, und welche Grenzen sind diesen Strategien eingeschrieben?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es zeigt die möglichen Konsequenzen unbedingten Freiheitsstrebens auf, nämlich den sich selbst verletzenden Akt, und verweist zugleich auf die existenzielle Krise, aus der dieses Streben erwächst.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Entgegen einem Diskurs, der das Subjekt und dessen Attribute weitgehend als obsolet erachtet, veranschaulicht die vorliegende Studie die Aktualität solcher Subjekterzählungen und deckt zugleich dahinter liegende Dynamiken auf. Damit ist das Buch gleichermaßen kontrovers wie innovativ, denn es ermöglicht, künstlerische Selbstverletzung in einen größeren philosophischen Zusammenhang zu stellen und hierüber in einer gänzlich neuen Weise zu sehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Immanuel Kant, aber das hätte durchaus ein Streitgespräch werden können ...

5. Ihr Buch in einem Satz:

Zwei gleichermaßen radikale Themenfelder – die Ästhetik des Erhabenen und künstlerische Selbstverletzung – befruchten einander auf höchst spannende Weise.

Autor_in(nen)
Rosemarie Brucher
Buchtitel
Subjektermächtigung und Naturunterwerfung Künstlerische Selbstverletzung im Zeichen von Kants Ästhetik des Erhabenen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2270-6
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ABA JHB
BISAC-Code
PER011020 ART009000 SOC022000
THEMA-Code
ATD ABA JHB
Erscheinungsdatum
2013-01-17
Auflage
1
Themen
Körper, Theater, Kunst
Adressaten
Theaterwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie, Performance Studies, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Body Art, Selbstverletzung, Erhabenes, Ästhetik, Subjekt, Kant, Performance Art, Theater, Kunst, Körper, Theaterwissenschaft, Kunsttheorie

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