Demokratie und Transzendenz

Die Begründung politischer Ordnungen

Demokratische Verfassungsordnungen sind fragil und voraussetzungsreich. Worauf beruht ihre Gründung und ihr Bestand? Welche Ressourcen werden für ihre Konstituierung und Stabilisierung in Anspruch genommen?

Der Band gibt eine neue Antwort auf diese alten Fragen: Obwohl demokratische Ordnungen in ihrer eigenen Wahrnehmung auf Autonomie und Selbstgesetzgebung beruhen, greifen sie zu ihrer Rechtfertigung auf Geltungsressourcen zurück, über die sie nicht oder nur bedingt verfügen. Sie leben demnach von Transzendenz, wie an ausgewählten Diskursen und Praktiken der Ordnungsbegründung vom 15. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart gezeigt wird.

39,80 € *

2013-02-27, 534 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2278-2

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Hans Vorländer

Hans Vorländer, Technische Universität Dresden, Deutschland

... mit Hans Vorländer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Frage, was demokratische Ordnungen zusammenhält, ist angesichts gegenwärtiger Krisendiagnosen aktueller denn je. Was sind ihre konstitutiven Bindekräfte? Auf welche Voraussetzungen und Geltungsressourcen können Demokratien zu ihrer eigenen Legitimation und Stabilisierung zurückgreifen? Der Sammelband gibt auf diese alten Fragen eine neue Antwort: Wie alle politischen Ordnungen beruhen Demokratien auf ›Transzendenz‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die analytische Kategorie ›Transzendenz‹ umfasst dabei mehr als die christliche Religion, den Monotheismus bzw. das Religiöse überhaupt. Unter ›Transzendenz‹ werden ganz allgemein alle Diskurse, Praktiken, Semantiken und Symbolformen gefasst, die soziale und politische Ordnungen im Rekurs auf die Konstruktion von Unverfügbarkeiten begründen. Es handelt sich um eine Kategorie, mit der zentrale Begründungsformen sowie die ihnen zugrunde liegenden kommunikativen Prozesse analysiert werden können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Beiträge knüpfen an einen Problemkomplex an, der in jüngster Zeit, offensichtlich als Reaktion auf Krisenperzeptionen, in vielfältigen Diskursen über die sozio-moralischen, politisch-kulturellen und kommunikativen Voraussetzungen demokratischer Ordnungen verhandelt wird – von der Rolle der Religion, insbesondere der Zivilreligion, der Funktion von Leitkulturen und Patriotismen bis hin zu Fragen von Wertordnungen, Zivilität und bürgerschaftlichem Engagement.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Wie alle politischen Ordnungen können auch Demokratien nicht ohne Transzendenz bestehen.

»Der Band [stellt] eine wertvolle Fundgrube für die Forschung zu den diskursiv vermittelten Transzendenzvoraussetzungen moderner Staatlichkeit und ihrer politischen Kultur dar.«
Henrik Scheller, Portal für Politikwissenschaft, 05.03.2015
Besprochen in:

http://literaturglobe.de, 7 (2013), Maurice Schuhmann
Autor_in(nen)
Hans Vorländer (Hg.)
Buchtitel
Demokratie und Transzendenz Die Begründung politischer Ordnungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
534
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2278-2
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPA JPHV HPS
BISAC-Code
POL010000 POL007000 PHI019000
THEMA-Code
JPA JPHV QDTS
Erscheinungsdatum
2013-02-27
Auflage
1
Themen
Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Politische Philosophie, Geschichtswissenschaft, Rechtswissenschaft, Sozialtheorie
Schlagworte
Demokratie, Transzendenz, Ordnung, Verfassung, Gründung, Legitimation, Diskurs, Politik, Politische Theorie, Politische Philosophie, Politisches System, Politikwissenschaft

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