Das Referendariat

Eine ethnographische Studie zu den Praktiken der Lehrerbildung

Wie werden Lehramtsanwärter in ihrer zweiten Ausbildungsphase, dem Referendariat, zu Lehrern? Das ist die zentrale Frage dieser ethnographischen Studie, in der Thomas Pille den Praktiken der Subjektivierung von Lehrern nachgeht.

In seinem umfassenden Forschungsbericht zum Referendariat werden die unterschiedlichen Bereiche der Ausbildung – Unterricht und Seminarsitzungen ebenso wie Pausen- und Beratungsgespräche – gleichermaßen in den Blick genommen. Seine sowohl theoretische als auch praktische Ausrichtung macht das Buch für Referendare, Lehrer und Seminarleiter ebenso interessant wie für Sozial- und Erziehungswissenschaftler.

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2013-04-30, 262 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2289-8

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Thomas Pille

Thomas Pille, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Albert-Schweitzer-Gymnasium Neukölln, Deutschland

... mit Thomas Pille

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Dieses Buch ist anschaulich geschrieben und eröffnet einen eher ungewöhnlichen Blick auf die Praktiken der Lehrerbildung. Insbesondere die theoretisch begründete Forderung nach der Etablierung größerer Spielräume im Referendariat, die den werdenden Lehrern mehr Entfaltungsmöglichkeiten bieten könnten, scheint mir ein Aspekt zu sein, der zumindest für die Welt der Schule interessant sein könnte. So bleibt zu hoffen, dass dieses Buch nicht nur im Feld der Wissenschaft rezipiert wird, sondern dass es seine Wirkung bis in die Lehrerbildung hinein entfaltet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es wird ein praxistheoretischer Blick auf genuin bildungs- und organisationstheoretische Fragen geworfen, der die Materialität und Körperlichkeit von organisationsspezifischen Sozialisationsprozessen erfasst. Insbesondere das ethnographische Vorgehen, das eine mehrjährige Teilnahme an der Ausbildung der Referendare voraussetzt, ermöglichte es, die Vielschichtigkeit dieses Bildungsprozesses in Ansätzen zu erfassen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Vor allem Diskurse zur Reproduktion sozialer Verhältnisse im Klassenzimmer sowie zum viel diskutierten Anpassungsdruck, der es jungen Lehrern erschwert, eigene bzw. in der universitären Ausbildungsphase erworbene Vorstellungen in der Praxis umzusetzen, werden in diesem Buch aufgenommen und praxistheoretisch reformuliert. Es ist mithin ein Beitrag zur organisationssoziologisch orientierten Novizenforschung sowie zur Professionalisierungsdebatte; speziell zum Bereich der Lehrerbildung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

In jedem Fall: Luis Figo.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Lehrer werden bedeutet, sich im pluri-sensoriellen Raum der Schule, quasi im Zuge eines körperlichen Trainings, zu einem (an-)erkennbaren Teil der Organisation zu machen.

»Ein empfehlenswerter Beitrag für Studierende, Lehrende, Forschende und schulische Akteure und Akteurinnen, die sich mit dem Lehramt und dem Berufseinstieg auseinandersetzen.«
Julia Seyss-Inquart, Erziehungswissenschaftliche Revue, 12/5 (2013)
Besprochen in:

Pädagogik, 10 (2013), Jörg Schlömerkemper
FIS Bildung, 4 (2013)
https://www.schoeningh.de (2014)
http://www.bak-online.de, 3 (2015)
Autor_in(nen)
Thomas Pille
Buchtitel
Das Referendariat Eine ethnographische Studie zu den Praktiken der Lehrerbildung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
262
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2289-8
DOI
Warengruppe
1572
BIC-Code
JNA
BISAC-Code
EDU036000 EDU040000 SOC026000
THEMA-Code
JNA
Erscheinungsdatum
2013-04-30
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Bildungs-, Körper- und Organisationssoziologie, Pädagogik, Philosophie, Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen im Bereich der Lehrerausbildung und die am Referendariat interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Referendariat, Subjektivierung, Bildung, Schule, Lehramt, Körper, Ethnographie, Bildungsforschung, Bildungssoziologie, Pädagogik

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