Die Do-it-yourself-Karrieren der DJs

Über die Arbeit in elektronischen Musikszenen

Über das Leben am Plattenteller – dieses Buch zeichnet die ökonomisch erfolgreichen Do-it-yourself-Karrieren von Diskjockeys (DJs) in elektronischen Musikszenen nach. Ausgehend von aktuellen Forschungen zu Jugendkulturen und Kulturarbeitsmärkten und mit Rekurs auf Pierre Bourdieus Theorie der kulturellen Felder beschreibt Rosa Reitsamer die zentralen Tätigkeitsbereiche von DJs. Die qualitative Studie rekonstruiert die Konstruktionsprozesse, durch die »gute« und erfolgreiche DJs im Feld erzeugt werden und legt die Inkorporierungsprozesse neoliberaler Arbeitsverhältnisse offen, anhand derer sich der Wandel von einer fordistischen zu einer postfordistischen Gesellschaft ablesen lässt.

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2013-02-05, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2323-9

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Rosa Reitsamer

Rosa Reitsamer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

... mit Rosa Reitsamer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Für alle, die sich eine andere inhaltliche Ausrichtung des Buches erwartet haben, sollte es zumindest leserlich sein und unterhalten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Studie untersucht ein Feld der kulturellen Produktion, in dem die Akteure/-innen die Ideologie der Kreativität mit jener der sozialen Netzwerke und des individuellen Unternehmer/-innentums verbinden. Die Tätigkeiten von DJs umfassen nicht nur das Spielen von Musik bei Szene-Events; DJs verkörpern ein Hybrid aus inspiriertem/-er Musiker/-in, unwiderstehlichem/r Performer/-in, Selbstvermarktungsgenie und Geschäftsstratege/-in. Das Buch eröffnet also Einsichten in die Werdegänge eines neuen Typus des/der Musikschaffenden und legt die (geschlechts-)spezifischen Barrieren offen, mit denen DJs ringen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die sozialwissenschaftliche Forschung hat sich bislang kaum mit den Werdegängen von DJs in elektronischen Musikszenen beschäftigt und danach gefragt, wie jugendkulturelle Felder für eine jüngere Generation kultureller Produzenten/-innen auch in ökonomischer Hinsicht interessant sein können. Ich untersuche in dieser Studie, wie die befragten und beobachteten Akteuren/-innen neoliberale Arbeitsverhältnisse inkorporieren und idealisieren, aber auch neoliberale gesellschaftliche Umstrukturierungen kritisch hinterfragen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Pierre Bourdieu, aber er ist leider schon tot.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Last night a DJ saved my life.

»Wer den/die DJ aus soziologischer Sicht erleben und bewertet sehen möchte, hat mit diesem Buch einen Glücksgriff getan.«
Rebecca Berg, http://info-netz-musik.bplaced.net, 13.05.2013
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 5 (2013)
subculture Freiburg, 6 (2013), johannes Windisch
Groove, 1 (2014), Jan Rödger
Arbeit, 1 (2014), Babette Kirchner
Autor_in(nen)
Rosa Reitsamer
Buchtitel
Die Do-it-yourself-Karrieren der DJs Über die Arbeit in elektronischen Musikszenen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2323-9
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
JHBL JFCA AVA AVGP
BISAC-Code
SOC026000 SOC022000 MUS020000
THEMA-Code
JHBL JBCC1 AVA AVLP
Erscheinungsdatum
2013-02-05
Auflage
1
Themen
Neoliberalismus, Musik, Popkultur, Arbeit
Adressaten
Soziologie, Cultural Studies, Jugendkulturforschung, Popularmusikforschung, Karriereforschung
Schlagworte
Popularmusik, Clubkultur, Karrieren, Diskjockeys, Gender, DIY, Arbeit, Postfordismus, Bourdieu, Popkultur, Musik, Arbeits- und Industriesoziologie, Popmusik, Cultural Studies, Soziologie

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