Die Erfindung der Gefühle

Eine Studie über den historischen Wandel menschlicher Emotionalität (1750-1850)

Haben Gefühle eine Geschichte? Sind Gefühle und Gemütsbewegungen dasselbe? Unterliegen Emotionen einem historischen Wandel?

Diese Studie erfasst erstmals die wissenschaftlichen Theorien des emotionalen Erlebens im Zeitraum von 1750 bis 1850, beschreibt und analysiert die wichtigsten Gefühle dieser Zeit und bringt sie in einen wissenschaftsgeschichtlichen Kontext. Aufgezeigt wird eine revolutionäre Veränderung in der Beschreibung und Interpretation von Emotionalität, die mit der Entstehung des Bürgertums in Zusammenhang steht. Dieser Wandel, so zeigt Jutta Stalfort, war an der Prägung der bürgerlichen Identität entscheidend beteiligt.

36,80 € *

2013-07-25, 460 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2327-7

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Jutta Stalfort

Jutta Stalfort, Historikerin, Deutschland

... mit Jutta Stalfort

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Zu erforschen, warum wir fühlen, wie wir fühlen, ist ein tolles Thema, und das Buch formuliert dazu eine neue, spannende und, wie ich finde, diskussionswürdige These.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dass die ganze Welt der Emotionalität sehr viel weniger naturgegeben und sehr viel mehr menschengemacht ist, als wir anzunehmen gewohnt sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es ist schwer zu sagen, was für die Forschung das Interessanteste ist: Ist es die provozierende These, dass es eine ›Emotionalität an sich‹, wie die Psychologie sie zu erforschen sucht, nicht gibt? Ist es die neue Art und Weise, in der historische Emotionalität untersucht wird? Oder besteht die Relevanz dieser Studie darin, dass sie historische Quellen danach befragt, welche Gemütsbewegungen bzw. Gefühle es zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer klar definierten Sozialgruppe tatsächlich gegeben hat?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit wachen interessierten Jugendlichen, Studierenden der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer (einschließlich Psychologie) und allen Menschen, die sich beruflich oder privat für das Thema Geschichte und Gefühle interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unser Fühlen fällt nicht vom Himmel, es hat eine Geschichte und findet in einem historisch-kulturellen Kontext statt.

»Die Stärke der Studie besteht in der differenzierten Analyse des enormen Quellenkorpus [...]. Für die bildungstheoretische Forschung ist die Arbeit relevant, da sie zeigt, wie eng verknüpft Bildung, Gefühlsordnung und Hervorbringung eines Theorie- und Wissenschaftsparadigmas für das deutsche (Bildungs-)Bürgertum waren.«
Meike Sophia Baader, Bildungsgeschichte, 2 (2014)5
»Eine willkommene Ausgangsbasis für weitere, spannende Studien im Schnittpunkt von Medizin, Psychologie, Literaturwissenschaft, Anthropologie und Sozialgeschichte.«
Rafael Arto-Haumacher, www.literaturkritik.de, 3 (2014)
»Bei Stalfort wird klar, dass die Art und Weise, wie bestimmte Gefühle empfunden werden und sogar deren Existenz als solche, von äußeren Faktoren wie Diskursen, gesellschaftlichen Normen und Sozialisation abhängt.«
Sebastian Lipp, verrönscht und zugenetzt!, 3 (2014)
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 11 (2013)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2013, Robert Jütte
H-Soz-u-Kult, 26.09.2014, Ute Frevert
Bildungsgeschichte, 2 (2014), Sophia Baader
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, (2015), Iris Spieker
Autor_in(nen)
Jutta Stalfort
Buchtitel
Die Erfindung der Gefühle Eine Studie über den historischen Wandel menschlicher Emotionalität (1750-1850)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
460
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2327-7
DOI
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB PDX HBLL
BISAC-Code
HIS054000 SCI034000 HIS037060
THEMA-Code
NHTB PDX
Erscheinungsdatum
2013-07-25
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
Emotionalität, Kulturgeschichte, Bildungsbürgertum, 19. Jahrhundert, Gefühle, Wandel, Emotionsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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