Bildende Kunst als soziales Feld

Eine Studie über die Berliner Szene

Dient die Kunst dem Vergnügen von Eliten? Oder besitzt sie subversive Kraft? Worum geht es im Spiel der Kunst?

Valerie Moser untersucht das Berliner Kunstgeschehen als soziales Feld. Ihre empirische Studie bricht sowohl mit essentialistischen Sichtweisen auf die Kunst als auch mit Vorstellungen von der Schöpfungskraft des Künstlers. Sie zeigt: Die Kunst ist Produkt des künstlerischen Feldes, das ebenso »Glaubensuniversum« (Bourdieu) ist wie eine von ökonomischen und politischen Bedingungen strukturierte Welt. Die umkämpften Kunstbegriffe, den Glauben an den Wert der Kunst und ihre Verwobenheit mit gesellschaftlichen Machtstrukturen zu erhellen, ist Gegenstand ihrer innovativen Analyse.

32,80 € *

2013-05-10, 346 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2331-4

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Valerie Moser

Valerie Moser, Soziologin, Deutschland

... mit Valerie Moser

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Als empirische Studie zeichnet mein Buch ein lebendiges Bild der Berliner Kunstszene. Es umreißt, welche sozialen Akteure, Institutionen und Kunstbegriffe zu dieser ›sozialen Welt‹ zählen und wo die Grenzen liegen. Ich zeige, welche Auseinandersetzungen darum geführt werden, was Kunst ist oder sein soll. Darüber hinausgehend wird in meiner Analyse deutlich, dass es dabei um mehr geht als nur um Kunst. Was hier gegeneinander ins Feld geführt wird, sind grundsätzliche Fragen unserer Gesellschaft.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Als soziologische Analyse wirft mein Buch den Blick von außen. Mit Pierre Bourdieus Konzept der sozialen Felder arbeitend, verstehe ich die Kunst und ihre Akteure als sozial konstruiert. Die Kunst wird zum Produkt sozialer Handlungen und gesellschaftlicher Strukturen. Menschen, die sich professionell mit Kunst beschäftigen, werden nicht nur als Individuen, sondern als soziale Akteure sichtbar. Und auf diesem analytischen Weg werden die feldinternen Auseinandersetzungen als Kämpfe um Hegemonie erkennbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das wissenschaftliche Interesse an der Kunst erfuhr in den letzten Jahren eine erneute Konjunktur. Studien über Kunst als soziales Feld liefern Beiträge zu Debatten über Macht und Herrschaft, Elitebildung, Tendenzen der Ökonomisierung aller Lebensbereiche oder neue Arbeitsformen. Begreift man die Kunstwelt als Schauplatz sozialer Kämpfe, können am Beispiel der Kunst zentrale Problemstellungen der heutigen Gesellschaft aufgezeigt und diskutiert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mein Buch ist ein Beitrag zu feldanalytischen Forschungsarbeiten und ich freue mich über jeden konstruktiven Austausch. Ferner enthält meine Studie kultur- und machtanalytische Aspekte und ich fände es interessant mit Leuten zu diskutieren, die mehr dazu geforscht haben. Mit einer kunstspezifischen als auch mit einer breiten Öffentlichkeit möchte ich der Frage nachgehen, welchen Weg die Kunst zwischen der Gefahr einer Ökonomisierung und der sozialen Exklusivität autonomer Kunst einschlagen kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Analyse der Berliner Kunstszene als lebendige, differenzierte, widersprüchliche ›soziale Welt‹ und als Schauplatz sozialer Kämpfe um kulturelle Werte.

»Vergnüglich, wie trocken Moser ihre Begegnungen schildert.
Soziologie kann eine fröhliche Wissenschaft sein.«
Zitty, 8 (2014)/Kunst in Berlin (2014/15)
O-Ton: »Schön ist, was Erfolg hat« – Valerie Moser im Gespräch mit Marlene Göring beim neuen deutschland am 15.02.2014.
http://bit.ly/2jLxHsb
Besprochen in:
Kulturpolitische Mitteilungen, 145/2 (2014), Dieter Kramer
Autor_in(nen)
Valerie Moser
Buchtitel
Bildende Kunst als soziales Feld Eine Studie über die Berliner Szene
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
346
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2331-4
DOI
10.14361/transcript.9783839423318
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB ABA JFC
BISAC-Code
SOC026000 ART009000 SOC022000 ART000000
THEMA-Code
JHB ABA JBCC
Erscheinungsdatum
2013-05-10
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Kunst
Adressaten
Soziologie, Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Soziologie, Kunst, Kultur, Soziales Feld, Bourdieu, Macht, Arbeit, Soziale Ungleichheit, Gesellschaft, Kunstsoziologie, Kultursoziologie, Kunstwissenschaft, Berlin

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