Europa zwischen Text und Ort / Interkulturalität in Kriegszeiten (1914–1954)

L'Europe entre Texte et Lieu / Interculturalités en temps de guerre (1914–1954)

Dieses Jahrbuch des Frankreichzentrums verbindet zwei Schwerpunkte: Es befasst sich zum einen mit dem Zusammenhang von Europa und Literatur, zum anderen mit dem Verhältnis von Interkulturalität und Krieg.

Der erste Teil fragt, wie der Text Europa den Ort Europa konstituiert – und umgekehrt. Die Beiträge thematisieren u.a. Deleuzes Konzept des Nomadischen, die Geokritik sowie Werke von Paul Valéry und Romain Gary.

Der zweite Teil widmet sich aus interdisziplinärer Perspektive einer provokativen Frage: Sind Kriege Motor interkultureller Kommunikation und Verständigung? Am Beispiel der Weltkriege und der Entkolonialisierungskonflikte des 20. Jahrhunderts sowie anhand von filmischen und literarischen Fallstudien aus dem frankophonen Kulturraum werden Phänomene wie Fremdwahrnehmung und interkulturelle Kommunikation analysiert.

Inhalt

  1. Seiten 1 - 4
  2. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 5 - 10
  3. L'Europe plausible : entre Texte et Lieu Cartographies géocritiques

    Seiten 13 - 22
  4. La géocritique, l'Europe et au-delà

    Seiten 23 - 38
  5. Sens et fonctions de l'espace fictionnel européen dans Education Européenne (1945) de Romain Gary et L'Europe buissonnière (1949) d'Antoine Blondin : vers une approche géocentrée du texte littéraire

    Seiten 39 - 60
  6. Géocritique et cartographie poétique : de la topographie mentale à la triade corps-esprit-monde

    Seiten 61 - 74
  7. Une écriture du vertige

    Seiten 75 - 92
  8. Vorwort

    Seiten 95 - 98
  9. Interculturalités en temps de guerre - approches d'une problématique paradoxale

    Seiten 99 - 110
  10. La Flamenpolitik de l'occupant allemand en 1914-1918

    Seiten 111 - 126
  11. La guerre et la saleté. Les volontaires français de la Wehrmacht sur le territoire occupé de l'URSS (1941-1944)

    Seiten 127 - 154
  12. La 'guerre', l''honneur' et le 'déshonneur' dans l'oeuvre littéraire de Léopold Sédar Senghor

    Seiten 155 - 166
  13. Zwischen Selbstlobrede, Opferdiskurs und Anerkennungsansprüchen Marc Guèyes Un tirailleur sénégalais dans la guerre d'Indochine 1953-1955 (2007)

    Seiten 167 - 184
  14. Zum Scheitern verurteilt? Interkulturelle Beziehungen im französischen Indochina-Spielfilm am Beispiel Mort en fraude (1956)

    Seiten 185 - 198
  15. Entre distanciation et médiation. Perceptions de l'Allemagne nazie et rencontres interculturelles chez Hélène J. Gagnon, Simone Routier et Paul Péladeau

    Seiten 199 - 212
  16. Alte Gespenster und neue Zeiten: Afrika als dritter Raum für interkulturelle Kommunikation im Kriegsfilm der 1950er und 1960er Jahre

    Seiten 213 - 234
  17. Handlungsempfehlungen zur Schaffung eines Netzwerks von Praktikantenbüros in der Großregion

    Seiten 237 - 244
  18. 4 Rezensionen

    Seiten 245 - 316
  19. Autorenverzeichnis

    Seiten 317 - 330
  20. Bildnachweis

    Seite 331
  21. Seiten 332 - 334
Mehr
32,80 € *

2013-08-13, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2357-4

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Valérie Deshoulières

Valérie Deshoulières, Universität des Saarlandes Saarbrücken, Deutschland

Hans-Jürgen Lüsebrink

Hans-Jürgen Lüsebrink, Universität des Saarlandes, Deutschland

Christoph Vatter

Christoph Vatter, Universität des Saarlandes, Deutschland

... mit Valérie Deshoulières, Hans-Jürgen Lüsebrink und Christoph Vatter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Nationale Grenzziehungen und festgefahrene Identitäten gehören nach wie vor zur Realität des politischen Diskurses in Europa und auch Kriegserfahrungen werden immer wieder mobilisiert, wie zuletzt bei antideutschen Protesten im Kontext der Wirtschaftskrise. Literatur- und Kulturwissenschaft zeigen hier die historische und mediale Verfasstheit von Identitätskonstrukten, aber auch die interkulturelle Produktivität von Konflikten jenseits einer Politik der vermeintlichen Alternativlosigkeit auf.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dieses Buch eröffnet neue Perspektiven in zwei Bereichen, die nicht nur für die Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft, sondern auch gesamtgesellschaftlich von entscheidender Bedeutung sind. Die Zukunft Europas kann nur gelingen, wenn einerseits Europa nicht nur als geografische Realität, sondern als lebendiges kulturelles Gebäude gesehen wird; und wenn andererseits auch in den Konflikterfahrungen des 20. Jahrhunderts – nicht nur in Europa, sondern auch im Verhältnis Europas zum Rest der Welt –, in vollem Bewusstsein der Wirkmächtigkeit historischer Traumata, die Spuren nicht nur des Trennenden, sondern auch des interkulturellen Neuanfangs gesucht werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Erkenntnis, dass soziale Realitäten auch und gerade medial konstruiert werden, hat in jüngerer Zeit zu einem erheblichen Paradigmenwechsel in der Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft geführt. Der vorliegende Band zeigt anhand von zwei konkreten Themenstellungen auf, wie Literatur und Medien aktuelle gesellschaftliche und politische Debatten nicht nur reflektieren, sondern mit ihren ganz eigenen ästhetischen Mitteln gestalten und prägen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all denjenigen, die die Vergangenheit nach wie vor für Zwecke nationalistischer oder eurozentrischer Abgrenzung missbrauchen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Deutsch-französische Perspektiven auf Europa und seine Kriegserfahrungen.

Buchtitel
Europa zwischen Text und Ort / Interkulturalität in Kriegszeiten (1914–1954) L'Europe entre Texte et Lieu / Interculturalités en temps de guerre (1914–1954)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2357-4
DOI
Warengruppe
1566
BIC-Code
DSB JFC HBLW3
BISAC-Code
LIT004150 SOC022000 HIS037070
THEMA-Code
DSB JBCC
Erscheinungsdatum
2013-08-13
Auflage
1
Themen
Kultur, Europa, Literatur
Adressaten
Vergleichende Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Übersetzungswissenschaft, Philosophie, Romanistik, Medienwissenschaft, Interkulturelle Kommunikation
Schlagworte
Europäische Literaturen, Geokritik, Raum In der Literatur, Übersetzung Als Gemeinsame Sprache Europas, Interkulturalität, Medien, Interkulturelle Beziehungen Frankreichs, Krieg, Literatur, Kultur, Europa, Französische Literatur, Zeitgeschichte, Literaturwissenschaft

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