Neue alte Rassismen?

Differenz und Exklusion in Europa nach 1989

Das Europa nach 1989 ist geprägt von neuen Mustern der kulturellen und ethnischen Exklusion sowie des Rechtsextremismus: Neue Konstellationen von (Alltags-)Rassismen sind die Folge der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 20 Jahre – etwa des Zerfalls der Sowjetunion und des Ostblocks, der Erweiterung der Europäischen Union und der Migration vom Osten und Süden nach Westen und Norden. In diesem Buch werden interdisziplinäre Zugänge zur Rassismusforschung, einzelne Fallstudien (vor allem aus Deutschland und dem östlichen Europa) sowie praktische Beispiele aus der Rassismusprävention vereint, die den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Rechnung tragen.

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2015-05-11, 332 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2364-2

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Gesine Drews-Sylla

Gesine Drews-Sylla, Universität Tübingen, Deutschland

Renata Makarska

Renata Makarska, Universität Mainz, Deutschland

... mit Gesine Drews-Sylla

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil wir jeden Tag von Neuem Berichte über rassistische Angriffen hören. Überall. Auch in Deutschland.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Immer wieder staunen wir, wenn ›plötzlich‹ entdeckt wird, dass rassistische Äußerungen und Taten aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Dabei ist schon lange bekannt, dass Rassismen nicht nur von Extremisten vertreten werden, nur möchten wir das nicht akzeptieren. Denn dann geht es uns plötzlich etwas an. Das Buch zeigt, wie sich Muster rassistischen Verhaltens immer wieder neu an gesellschaftliche Bedingungen anpassen – daher der Titel »Neue alte Rassismen«.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ist leider wieder da. Und zwar in allen Ländern Europas. Nicht nur durch die zunehmende Migration (Ost-West, Süd-Nord), nicht nur durch die immer stärkeren antiislamischen Tendenzen (fast überall), sondern auch durch die nach wie vor diskriminierenden Einstellungen zu den ›eigenen Fremden‹, wie z.B. zu den Roma. Und überall wird es neu diskutiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jedem. Sehr gerne mit Mark Terkessidis, mit Wulf D. Hund, aber auch z.B. mit Serdar Somuncu.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Niemand von uns ist ganz frei von rassistischem Denken. Das Thema betrifft also nicht ›die anderen‹, sondern uns alle.

»Eine große Bandbreite von Beiträgen, die Themen und Aspekte beleuchten, zu denen im deutschsprachigen Forschungs- und Fachdiskurs in der Regel nur wenig zu finden ist. Viele Analysen und Diskurse, die hier zugänglich gemacht werden, sind [...] überaus aufschlussreich und verdienen durchaus mehr (analytische und diskursive) Aufmerksamkeit.«
Wiebke Scharathow, Erziehungswissenschaftliche Revue, 15/2 (2016)
»Ein Buch, das die Rassismusforschung um neue und seltene Themen erweitert und dem daher eine weite Verbreitung zu wünschen ist.«
Christine Labonté-Roset, www.socialnet.de, 24.08.2015
Besprochen in:
IDA-NRW, 21/2 (2015)
Rundbrief des Begegnungszentrums für aktive Gewaltlosigkeit, 155/3 (2015)
Portal für Politikwissenschaft, 04.02.2016, Anke Rösener
asyl aktuell, 3 (2016)
Autor_in(nen)
Gesine Drews-Sylla / Renata Makarska (Hg.)
Buchtitel
Neue alte Rassismen? Differenz und Exklusion in Europa nach 1989
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
332
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2364-2
DOI
10.14361/9783839423646
Warengruppe
1728
BIC-Code
JFSL JHB JPW
BISAC-Code
SOC031000 POL010000 SOC026000 POL003000
THEMA-Code
JBSL1 JHB JPW
Erscheinungsdatum
2015-05-11
Auflage
1
Themen
Politik, Europa, Rassismus
Adressaten
Kulturwissenschaft, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft sowie die an der Rassismusforschung interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
(Alltags-)Rassismus, Deutschland, Osteuropa, Film, Medien, Kultur, Erziehungswissenschaft, Publizistik, 1989, Europäische Transformation, Rassismus, Europa, Politik, Politische Soziologie, Zivilgesellschaft, Soziologie

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