Symbolische Verletzbarkeit

Die doppelte Asymmetrie des Sozialen nach Hegel und Levinas

Menschen können missachtet werden. Woher aber rührt diese symbolische Verletzbarkeit? Und welche Folgen hat sie für unser soziales Zusammenleben? Im Ausgang von den Theorien der Anerkennung und den Theorien der Alterität geht Steffen Herrmann diesen beiden Fragen nach. Er argumentiert im Anschluss an G.W.F. Hegel dafür, dass eine asymmetrische Abhängigkeit von der Anerkennung von Anderen die Ursache von symbolischer Verletzbarkeit bildet. Sodann zeigt er im Anschluss an E. Levinas, dass die Folge dieser Verletzungsoffenheit eine asymmetrische Ausgesetztheit an die Verantwortung für Andere ist. Aus den Arbeiten von Hegel und Levinas wird so die Grundthese der vorliegenden Untersuchung gewonnen: Die Begegnung zwischen Ich und Anderem ist strukturiert durch die doppelte Asymmetrie des Sozialen.

24,80 € *

2013-06-17, 232 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2371-0

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Steffen Kitty Herrmann

Steffen Herrmann, FernUniversität Hagen, Deutschland

... mit Steffen Herrmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Symbolische Verletzungen in Form von Beleidigungen, herabwertenden Gesten oder körperlichen Demütigungen sind fester Bestandteil unseres gemeinsamen Alltags. Der tiefere Sinn dieser Phänomene bleibt dabei jedoch oftmals unverstanden. Umso verwunderlicher ist es, dass sie die Philosophie bisher kaum zum Gegenstand der Reflexion gemacht hat. Mein Buch versucht diese theoretische Leerstelle auszufüllen, indem es die Ursachen und Folgen unserer symbolischen Verletzbarkeit freilegt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einen Wechsel vom Register der Symmetrie hin zum Register der Asymmetrie!

In der Tradition der Sozialphilosophie gilt wechselseitige Symmetrie zumeist als Voraussetzung für gelingende Sozialität: Nur dort, wo sich Ich und Anderer als Gleiche gegenübertreten, so die Annahme, gibt es die Chance zum friedfertigen Miteinander. Gegenüber dieser Tradition versuche ich zu zeigen, dass gerade die wechselseitige Asymmetrie als Bedingung für ein solidarisches Miteinander verstanden werden muss.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zwei der wirkmächtigsten Stränge innerhalb der gegenwärtigen Sozialphilosophie sind die Anerkennungstheorie und die Alteritätstheorie. Während die eine in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule beheimatet ist, ist die Quelle der anderen die französische Phänomenologie. Mein Buch ist Teil jener Versuche, die beide Traditionen in einen Dialog miteinander bringen wollen. Das Phänomen der symbolischen Verletzbarkeit, so denke ich, ist hierfür ein idealer Knotenpunkt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit interessierten Lesern/-innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unsere symbolische Verletzbarkeit ist dasjenige, was uns aneinander bindet.

Besprochen in:

Hegel-Studien, 48 (2013), Burkhard Liebsch
Autor_in(nen)
Steffen Kitty Herrmann
Buchtitel
Symbolische Verletzbarkeit Die doppelte Asymmetrie des Sozialen nach Hegel und Levinas
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
232
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2371-0
DOI
10.14361/transcript.9783839423714
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPS HPC
BISAC-Code
PHI034000 PHI016000
THEMA-Code
QDTS QDH
Erscheinungsdatum
2013-06-17
Auflage
1
Themen
Sozialität, Sprache, Ethik
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Anerkennung, Alterität, Missachtung, Verletzung, Verantwortung, Sprache, Symbole, Hegel, Levinas, Sozialität, Ethik, Sozialphilosophie, Französische Philosophiegeschichte, Deutsche Philosophiegeschichte, Philosophie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung