Der Begriff der Kultur

Kulturphilosophie als Aufgabe

Was ist eigentlich gemeint mit Kultur? Es liegt im Interesse der Kulturphilosophie, den Kulturbegriff zu klären und ihn als analytische Kategorie zu profilieren. Um den Begriff tragfähig definieren zu können, untersucht dieser Band den inneren Zusammenhang der unterschiedlichen Aspekte der Kulturalität des Menschen. Die Lebenswelt und die Lebensweisen werden dabei als gleichermaßen zur Kulturalität des Menschen gehörig und in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit begriffen. Dies schafft die Grundlage für ein weites und gleichermaßen tiefes Verständnis des Menschen als kulturellem Wesen, das im disziplinübergreifenden Dialog weiter ausgebaut wird.

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2013-08-23, 260 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2414-4

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Arbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie

Arbeitskreis Kultur- und Sozialphilosophie, Leipziger Institut für Kulturwissenschaften, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wir erteilen dem Zwang zur Letztbegründung eine Absage, indem wir Kultur- und sozialphilosophische Fragestellungen auf die Grundlagen menschlicher Kulturalität ausrichten. Der Sammelband nimmt sich der innovativen Ideengeber/-innen kultur- und sozialphilosophischer Theorien nicht nur an, um sie wissenschaftshistorisch zu rehabilitieren, sondern macht sie vor allem anknüpfungs- und diskursfähig für Fragen aktueller kulturwissenschaftlicher Forschungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Alle Autoren/-innen betrachten Kultur- und Sozialphilosophie als eine Aufgabe, denn von einem fertigen Wissens- oder Theoriebestand, den man aus Lehrbüchern entnehmen könnte, kann trotz und wegen der ›cultural turns‹ nicht die Rede sein. Das heißt: Kultur- und Sozialphilosophie ist mehr Frage als Antwort, mehr Problemstellung als Lösungsangebot. Das ist beileibe kein Mangel. Diese produktive Offenheit begründet die neue Perspektive des Sammelbands.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Kultur muss als Materialisierung und Symbolisierung von Sinn verstanden werden. Kultur ist keine substantielle Lebensform, sondern eine funktionale ›Sinnform‹. Ist die Untersuchung von Kultur nicht die Aufgabe zeitgenössischer Kulturwissenschaften? Was haben die kultur- und sozialphilosophischen Innovationsfiguren damals bereits gewusst und erdacht, das heute von Wert sein könnte? Auf diese Fragen antworten die einzelnen Beiträge.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würden wir mit Moritz Lazarus, Georg Simmel, Ernst Cassirer, Charles S. Peirce, Alfred Schütz, Michael Landmann, Klaus Christian Köhnke und anderen über die einzelnen Beiträge streiten. Wir wollen vor allem aber Diskussionen in den aktuellen Kulturwissenschaften anstoßen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch nimmt die Grundlagen klassischer Kultur- und Sozialphilosophie unter neuen Blickwinkeln auf und verdeutlicht ihren Mehrwert für aktuelle Forschungen.

Besprochen in:

GMK-Newsletter, 11 (2013)
www.lehrerbibliothek.de, 01.09.2014, Oliver Neumann
Vier Viertel Kult, 11 (2014)
Buchtitel
Der Begriff der Kultur Kulturphilosophie als Aufgabe
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
260
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2414-4
DOI
10.14361/transcript.9783839424148
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFC HP
BISAC-Code
PHI034000 SOC022000
THEMA-Code
JBCC QD
Erscheinungsdatum
2013-08-23
Auflage
1
Themen
Kultur
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Semiotik, Anthropologie
Schlagworte
Kultur, Gesellschaft, Mensch, Wahrnehmung, Kulturphilosophie, Interkulturelle Philosophie, Kulturtheorie, Philosophie

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