Medien – Migration – Partizipation

Eine Studie am Beispiel iranischer Fernsehproduktion im Offenen Kanal

Studien zum Medienkonsum von Migrantinnen und Migranten werden in Deutschland häufig mit der Frage verknüpft, ob dies der Integration dient oder nicht. Die selbstständig hergestellten Medien der Migrantinnen und Migranten sind hingegen noch nicht systematisch erforscht.

Christine Horz untersucht die Medienbeteiligung von Einwanderinnen und Einwanderern am Beispiel deutsch-iranischer TV-Produktionen in Offenen Kanälen. Die Verknüpfung eines kommunikationswissenschaftlichen Theoriegerüsts mit empirischen Befunden bietet aufschlussreiche Einblicke in die Produktionsprozesse, Themen und Inhalte der lokal ausgestrahlten, mehrsprachigen Fernsehsendungen – aber auch in strukturell bedingte Defizite und Exklusionsmechansimen öffentlich geförderter Medien in der Migrationsgesellschaft.

44,99 € *

2014-01-16, 484 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2415-1

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Christine Horz

Christine Horz, Universität Erfurt, Deutschland

... mit Christine Horz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch liefert Antworten auf die zentrale Frage, welche Relevanz einer ›Kulturalisierung der Medienpolitik‹ in einer Einwanderungsgesellschaft zukommt. Es bettet eine aktuelle Bestandsaufnahme der Forschung zu den Verschränkungen von Partizipation und Medien in den Kontext der Migration ein. Produktionsbedingungen und Inhalte eigener Medien von Migrant/-innen sowie strukturell bedingte Partizipationsdefizite in der deutschen Medienlandschaft werden offengelegt und zeigen ihre Wirkung selbst in prinzipiell zugangsoffenen TV-Kanälen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Fallstudien bieten einen Einblick in das Diaspora-Fernsehen am Beispiel der iranischen Einwanderer – und damit auf ›public service‹-Angebote an den ›Rändern‹ der Medienlandschaft in Deutschland. Kritisch wird reflektiert, dass diese Angebote von der Mehrheitsgesellschaft einseitig als die Medienkulturen der ›Anderen‹ wahrgenommen werden, was dazu führt, dass die thematische, sprachliche und kulturelle Pluralisierung des Leitmediums Fernsehen bis heute, wenn überhaupt, nur in Ansätzen zu beobachten ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Medien sind für die kulturelle und gesamtgesellschaftliche Entwicklung zentral. Das Thema verweist in der aktuellen Forschungsdebatte damit auf die Frage, wer an ihrer Herstellung beteiligt sein kann, wie Zugänge geregelt sind und wer Meinungen in die Öffentlichkeit einspeisen kann. Die Studie ist also an alle aktuellen Debatten anschlussfähig, die sich mit kultureller Staatsbügerschaft und pluralistischen Öffentlichkeiten, institutioneller Diskriminierung sowie Selbst- und Fremdbildern in den Medien befassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Fachkolleg/-innen und allen, die es gelesen haben. Gemeinsam mit Bürgermedien-Vertreter/-innen, Politiker/-innen, Migrant/-innen. Mit Fernsehmacher/-innen und -produzent/-innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Verknüpfung theoretischer Überlegungen zu Medienpartizipation und -exklusion mit vertieften Einblicken in das praktische Medienhandeln von Migrant/-innen am Beispiel der iranischen Einwanderer im Offenen TV-Kanal.

»Interessante [...] Forschungsarbeit.«
Barbara Klimmeck, Medien & Filmbüro-Rundbrief, 114 (2014)
Besprochen in:

IDA-NRW, 1 (2014)
Autor_in(nen)
Christine Horz
Buchtitel
Medien – Migration – Partizipation Eine Studie am Beispiel iranischer Fernsehproduktion im Offenen Kanal
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
484
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2415-1
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFDT APT JFFN JFC
BISAC-Code
PER010030 SOC007000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT2 JBFH JBCC
Erscheinungsdatum
2014-01-16
Auflage
1
Themen
Fernsehen, Migration
Adressaten
Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Cultural Studies, Politikwissenschaft
Schlagworte
Medien, Migration, Medienbeteiligung, Medienproduktion, Offener Kanal, Fernsehen, Iran, Integration, Exklusion, Interkulturalität, Soziale Ungleichheit, Medienwissenschaft

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