Normierte Kinder

Effekte der Geschlechternormativität auf Kindheit und Adoleszenz
(2. Auflage 2015)

Geschlechternormen beeinflussen uns von Geburt an – bis ans Ende unseres Lebens. Welche Effekte haben sie auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen?

Vermittelt durch Eltern/Familie, Schule und Gleichaltrige sind sie bislang Teil zwischenmenschlicher Beziehungen. Dieser Band zeigt: Die konventionelle Annahme einer Zweigeschlechtlichkeit führt dazu, dass Kindern geschlechterrollentypisches Verhalten beigebracht wird, um ihre Geschlechtsidentität herauszubilden. Die Beiträge gehen den Gründen für diese Vorgehensweise nach und eröffnen die Diskussion über die Kluft zwischen den geltenden Normvorstellungen und der Pluralität unterschiedlicher Lebensentwürfe. Sie zeigen den Weg auf zu einer Kultur des Respekts und der gegenseitigen Anerkennung.

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2014-09-08, 402 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2417-5

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Erik Schneider

Erik Schneider, Psychiater und Psychotherapeut, Freiberufler, Luxemburg

Christel Baltes-Löhr

Christel Baltes-Löhr, University of Luxembourg, Luxembourg

... mit Erik Schneider und Christel Baltes-Löhr

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es ist innovativ: Erstmals wird die Lebenssituation von Intersex- und Trans`-Kindern interdisziplinär aus der Perspektive der Psychologie, der Medizin, der Erziehungswissenschaften, der Politik, der Menschenrechte und der Kunst betrachtet. Daneben ist die Tatsache innovativ, dass sich hier Autor/-innen begegnen, die sich als sogenannte Professionelle mit der Thematik befassen und Intersex- und Trans`-Personen, die ihre biographische Erfahrung als Wissenschaftler/-innen professionell einbringen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge des Buches sind eingebettet in Fragen der Kategorisierungen von Identitäten ebenso wie in die Diskussion konkreter Projekte. Zusammen mit dem interdisziplinären Ansatz und dem Miteinander der Autor/-innen entsteht ein gleichberechtigter Raum, der eine zukunftsorientierte Perspektiverweiterung in gesellschaftlichen Bereichen wie Medizin, Erziehungs- und Bildungssystemen erlaubt, so dass diese den Erfordernissen von Intersex- und Trans`-Kindern angemessen Rechnung zu tragen vermögen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es eröffnet sich ein Feld für weitere, interdisziplinär angelegte Projekte, vor allem für den Bereich der (frühen) Kindheit und Jugend. Es kann eine Forschungslücke geschlossen werden, indem die Erfahrungen der Intersex- und Trans`-Kinder und -Jugendlichen eruiert werden, sei dies zur Zeit des aktuellen Erlebens oder aus einer systematisch angelegten Retrospektive. All solche Ergebnisse können in die universitäre Lehre einfliessen, aber auch in Unterrichtsmaterialien für sämtliche Schulformen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Fachkolleg/-innen aus den Bereichen der Gender Studies, mit Menschen, die mit Intersex- und Trans`-Personen tätig sind, d.h. beispielsweise mit Lehrer/-innen, Mediziner/-innen, Erzieher/-innen, mit Interessensvertretungen auf örtlicher, nationaler und internationaler Ebene, mit politisch Verantwortlichen, mit Intersex- und Trans`-Personen, mit Elterngruppen, mit Studierenden und eigentlich mit all denjenigen, die das Buch gelesen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Pluralität der Geschlechter sowie die Komplexität geschlechtlicher Existenzweisen, besonders von Kindern und Jugendlichen, wird deutlicher.

»[Das Buch] konstituiert eine bedeutende Momentaufnahme des frühen 21. Jahrhunderts, zu einem Zeitpunkt, an dem sich viele Diskurse um Geschlecht und normative Ordnungen gerne als aufgeklärt verstehen, und zeigt immer wieder auf, wie tiefgreifend kulturgeschichtliche Entwicklungen unsere zeitgenössischen Diskurse formen.«
Linda Heß, IASLonline, 22.12.2017
»Ein informativer Tagungsband, der auf Vielschichtigkeit setzt und versucht, alternative Vorstellungsräume zu öffnen.«
Christina Repolust, Unsere Kinder, 5 (2016)
»Eine sehr detaillierte, informative Lektüre.«
Annette Alberer-Leinen, BDS, 20.11.2015
»Die Fülle der Beiträge aus unterschiedlichen disziplinären Kontexten und die von Respekt und Anerkennung gekennzeichnete Darstellung der Problematik machen die Qualität des Bandes aus. Hervorzuheben ist, dass sich die einzelnen Autor_innen bemühen, Querverbindungen und Bezüge zwischen den einzelnen Beiträgen deutlich zu kennzeichnen, so dass Leser_innen dies durchaus auch als Leitfaden für die Auswahl ihrer Lektüre nutzen können.«
Angelika Diezinger, www.socialnet.de, 14.04.2015
»Das Buch ist ein wichtiger Beitrag für die noch junge Transgender-Debatte in Deutschland.«
Wir Frauen, 34/1 (2015)
»Die Publikation [ist] unbestreitbar ein Meilenstein und wird künftig eine nicht mehr wegzudenkende Referenz für jede(n) sein, die/der sich mit Transidentität auseinandersetzt.«
Anina Valle Thiele, http://www.woxx.lu, 29.01.2015
»Bisher einzigartig ist die Publikation vor allem wegen ihres facettenreichen und interdisziplinären Ansatzes.«
an.schläge, 11 (2014)
Besprochen in:
http://radio.rtl.lu, 22.09.2014
www.rtl.lu, 22.09.2014
http://www.100komma7.lu, 01.11.2014
verrönscht und zugenetzt, 19.01.2015
http://www.woxx.lu, 29.01.2015, Anina Valle Thiele
www.science.lu, 10.02.2015, Uwe Hentschel
EfEU-Info Newsletter, 10 (2015)
Autor_in(nen)
Erik Schneider / Christel Baltes-Löhr (Hg.)
Buchtitel
Normierte Kinder Effekte der Geschlechternormativität auf Kindheit und Adoleszenz
(2. Auflage 2015)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
402
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2417-5
DOI
10.14361/transcript.9783839424179
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JNA JFSP2
BISAC-Code
SOC032000 EDU036000 SOC026000
THEMA-Code
JBSF JNA JBSP2
Erscheinungsdatum
2014-09-08
Auflage
2. Auflage 2015
Themen
Geschlecht, Bildung
Adressaten
Geschlechterwissenschaften, Medizin, Biologie, Recht, Ethik, Erziehungswissenschaften, Philosophie
Schlagworte
Geschlechtervielfalt, Kindheit, Adoleszenz, Medizin, Recht, Ethik, Erziehungswissenschaft, Gender, Bildung, Gender Studies, Bildungsforschung, Jugend, Familiensoziologie, Kulturwissenschaft

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