Welt schreiben

Globalisierungstendenzen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus der Schweiz

Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur aus der Schweiz ist in den letzten zwei Jahrzehnten Schauplatz eines unübersehbaren globalisierungsbedingten Transformationsprozesses gewesen. Verblüffend, dass u.a. 9/11 als eine bleibende Chiffre der Periodisierung angesehen werden kann, die auf die globale Verflechtung der postmillenischen Zeitgenossenschaften hinweist. Durch Autoren wie Martin R. Dean oder Lukas Bärfuss rücken kolonialgeschichtliche und kolonialismuskritische Züge in die Darstellung globaler Zusammenhänge ein. Annette Königs Untersuchung – methodisch wie sachlich die erste ihrer Art – betritt mutig literaturwissenschaftliches Neuland.

28,80 € *

2013-07-11, 200 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2436-6

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Annette König

Annette König, Literaturwissenschaftlerin, Kulturmanagerin und Literaturredaktorin, Schweiz

... mit Annette König

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch setzt sich mit der Welt, in der wir leben auseinander. Es zeigt auf, dass sich die heutige Gesellschaft im Zuge der Globalisierung verändert hat. Der Literatur kommt dabei eine wichtige Vermittlerrolle zu. Das Buch fasziniert thematisch, da es den/die Leser/-in dazu anregt, weiterführend über das Globalisierungsphänomen nachzudenken, darüber wie Globalisierung unsere Lebenswelten beeinflusst und wie wir uns diesen Wirkungsweisen entziehen können. Gleichzeitig bietet das Buch unter diesem besonderen Blickwinkel interessante literarische Interpretationsansätze.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Erstaunlich ist, dass die CH-Literatur 9/11 zum Ausgangspunkt einer kritischen Betrachtungsweise über das 21. Jahrhundert nimmt. Sie lässt die Romanfiguren an der Melancholie, Abgestumpftheit und Gleichgültigkeit des Zeitgeistes reifen oder scheitern. Kulturelle Differenzen werden dabei nicht entsprechend dem Postulat eines ›Clash of Civilizations‹ zum dominierenden Leitmotiv. Vielmehr zeigt die CH-Literatur auf, dass die Welt heute durch das Globalisierungsphänomen anders, komplexer und unübersichtlicher geworden ist. Das immense Angebot an Identifikationsmöglichkeiten befördert nicht nur Freiheit und Unabhängigkeit, sondern eben auch eine Krise des Ichs.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema des Buches ist brandaktuell. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Diskussion des Globalisierungsphänomens und dessen literaturgeschichtlicher Verortung. Bis anhin existiert eine vergleichbare umfangreiche und gründliche Studie nicht. Neu ist insbesondere die relativ breite Anlage und Messbarmachung des Globalisierungsbegriffs sowie dessen Anwendung auf die deutschsprachige Gegenwartsliteratur aus der Schweiz.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Es würde mich äußerst freuen, wenn ich all jene mit meinem Buch begeistern könnte, die Schweizer Gegenwartsliteratur aktiv verfolgen und gerne lesen. Ich bin überzeugt, es ergäben sich lange spannende Diskussion über Globalisierung, über persönliche Standpunkte, über die zitierten und interpretierten literarischen Texte und die jeweiligen Intentionen der Autoren/-innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein inspirierendes Abbild der Welt, wie es heute inmitten von Europa geschrieben wird.

Autor_in(nen)
Annette König
Buchtitel
Welt schreiben Globalisierungstendenzen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus der Schweiz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2436-6
DOI
10.14361/transcript.9783839424360
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT004170 LIT000000
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2013-07-11
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie sowie die an deutschsprachigen Romanen interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Literatur, Globalisierung, Kulturwissenschaften, Interkulturalität, 9/11, Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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