Diagrammatik des Denkens

Descartes und Deleuze

In der Geschichte des Denkens gibt es mindestens zwei große Brüche – verbunden mit den Namen Descartes und Deleuze. Das spezifisch Neue in ihrem Denken herauszuarbeiten, ist das methodische Verdienst der Diagrammatik des Denkens von André Reichert. Er erschließt die Philosophien von den Diagrammen her, die sie hervorbringen, was auch nicht-visuelle, in den Texten implizite diagrammatische Strukturen einschließt.

Die Studie liefert einerseits das Rüstzeug, um auch andere Diagrammatiken zu untersuchen. Indem sie die philosophische Beziehung von Deleuze zu Descartes entfaltet, stellt sie andererseits einen innovativen Beitrag zur Theorie der Diagrammatik dar.

32,80 € *

2013-08-13, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2454-0

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André Reichert

André Reichert, Philosoph, Deutschland

... mit André Reichert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil man etwas lernen kann. Etwa über die Geschichte der Philosophie, mit großen Brüchen und ungeahnten Kontinuitäten, aber auch über die Medien des Denkens bis hin zu den zeichnenden Philosophen. Man begegnet einem ungewohnt beweglichen Descartes und entdeckt einen Deleuze, der ganz Philosoph geworden zu sein scheint. Und man wird der Konstruktion eigenartiger Begriffe beiwohnen, wie dem Denkdiagramm, aber auch dem Vinculum oder dem Subjektil.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Begriff des Denkdiagramms lässt sich das Verhältnis von Deleuze zu Descartes über ihre Denkfiguren bestimmen. Wenn Deleuze sich an Descartes abarbeitet, dann indem er jene Denkfiguren des cartesischen Denkdiagramms moduliert, wenn er bspw. nicht mehr von einem fundamentalen Mangel aus, sondern aus der Mitte heraus argumentiert. Bei beiden aber geht es darum, neue Denkfiguren zu erschaffen, und so wird Deleuze ein Stück weit Cartesianer, Descartes aber auch irgendwie ein Deleuzianer.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der neue Begriff des Denkdiagramms hat sich von der Bezeichnung materialer Schaubilder gelöst, um das gesamte Feld der Operationen von Denkfiguren zu beschreiben. So wird der Zusammenhang von sprachlichen, auch metaphorischen, und gezeichneten Denkfiguren ausgelotet, wobei ihr Verhältnis nicht nur in der Repräsentation, sondern auch in der Intervention besteht. Darin steckt auch die These, dass gezeichnete Diagramme erst aus dem Einsatz in dem Ort ihres Erscheinens vollständig bestimmbar werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit einer Runde gut aufgelegter Begriffspersonen, die mir in den Lektüren begegneten. Ich könnte mir eine nächtliche Diskussion vorstellen in einer Runde bestehend aus Poliander, Theophilus und Philalethes, dem dunklen Vorboten, und den beiden Ermüdeten des unendlichen Gesprächs.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Vielleicht habe ich versucht folgenden Satz von Deleuze zu verstehen: ›Ein neues Denken, positiv und positivistisch, die Diagrammatik, die Kartographie.‹

Besprochen in:

KULT_online, 38 (2014), Fabian Goppelsröder
Autor_in(nen)
André Reichert
Buchtitel
Diagrammatik des Denkens Descartes und Deleuze
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2454-0
DOI
10.14361/transcript.9783839424544
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFD HP HPC ABA
BISAC-Code
SOC052000 PHI016000 ART009000
THEMA-Code
JBCT QD QDH ABA
Erscheinungsdatum
2013-08-13
Auflage
1
Themen
Bild
Adressaten
Philosophie, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Bildwissenschaft
Schlagworte
Philosophie, Diagramm, Diagrammatik, Descartes, Deleuze, Bild, Medienphilosophie, Französische Philosophiegeschichte, Bildwissenschaft, Medientheorie

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