Bildgespenster

Künstlerische Archive aus der DDR und ihre Rolle heute

Kunst aus der DDR ist aus den Bildräumen der Gegenwart nahezu verschwunden. »Bildgespenster« erkundet den Ort, an dem sich ein großer Teil dieser verdrängten Kunstgeschichte befindet: das Kunstarchiv Beeskow. Von diesem Ausgangspunkt aus werden künstlerische Archive aus der DDR und der Umgang mit ihnen untersucht sowie ihre heutige Rolle diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei das Archiv als Ort der Bilder, der die unterschiedlichsten strukturellen Veränderungen in der Kultur dokumentiert und kommentiert.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Grußwort

    Seiten 7 - 8
  4. Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft

    Seiten 9 - 18
  5. Schlussakkord und Bildersturm - Auftragskunst der DDR in Zeiten des Übergangs

    Seiten 21 - 32
  6. Die Geschichte der Kunstgegenstände unter treuhänderischer Verwaltung

    Seiten 33 - 44
  7. »We Need to Start Reflecting on the Archives before the Archive«

    Seiten 45 - 62
  8. Das Neue Kunstarchiv Beeskow. Ergänzen und Weiterbauen

    Seiten 63 - 70
  9. Ansichten aus dem Bilderstau. Was bleibt?

    Seiten 73 - 84
  10. Das Phaneron, die Arché und die Farben der Malerei

    Seiten 85 - 102
  11. Warburg, Meskalin und die Sterne - Bildräume des Distanzbewusstseins

    Seiten 103 - 144
  12. Vom Nutzen und Nachteil der DDR-Geschichte für das Leben

    Seiten 145 - 158
  13. Die Nationalgalerie und die Kunst in der DDR

    Seiten 161 - 178
  14. »Die Kunst ist ein Phantom«

    Seiten 179 - 204
  15. Heidrun Hegewald and the Cold War Politics of the Family in East German Painting

    Seiten 205 - 230
  16. Künstlerische Gegenentwürfe zu weiblichen Geschlechtsnormativen in der DDR

    Seiten 231 - 264
  17. Industriearbeiterin als Motiv - Beispiele aus dem Kunstarchiv Beeskow

    Seiten 265 - 286
  18. Ungeliebtes Erbe? Die Kunstbestände der ehemaligen Kombinate

    Seiten 287 - 304
  19. Fließendes Archiv - Beeskow, die Oder und die Archenauts

    Seiten 305 - 326
  20. Positionen zur Moderne in der DDR am Beispiel der Zeitschrift Bildende Kunst

    Seiten 327 - 366
  21. Film als Seismograph. Jahrgang 45 im Kontext der europäischen Filmkultur der 1960er

    Seiten 367 - 406
  22. Autorinnen und Autoren

    Seiten 407 - 412
  23. Backmatter

    Seiten 413 - 416
Mehr
38,99 € *

2014-05-26, 416 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2461-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Elize Bisanz

Elize Bisanz, Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland, und Texas Tech University, USA

Marlene Heidel

Marlene Heidel, Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland

... mit Elize Bisanz und Marlene Heidel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Unsere kulturwissenschaftliche Perspektive konstatiert: Verstehen wir die kulturellen Stimmungen und Formen einer Gesellschaft, können wir auch Erkenntnisse über ihre Empfindungen, Erfahrungen und Mentalitäten gewinnen. 25 Jahre der deutschen Erfahrung zeigen, wie wenig wir uns Gedanken über die Verschmelzung zweier historischer Zustände gemacht haben. Wir sind in der Verantwortung, die in verstummten ostdeutschen Archiven kodierten Ideen und Wahrnehmungen als Teil des kollektiven Gedächtnisses des heutigen vereinten Deutschlands zu begreifen. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet multiple Horizonte des Umgangs mit kulturellen Lagerungen, Ablagerungen und Erosionen unter Einfluss politischer, zivilisatorischer und ästhetischer Prägungen. »Bildgespenster« setzt ganz konkret am Ort der Bilder – dem Archiv – an und entwickelt von hier aus neue Zugänge zur Kunst aus der DDR. Im Mittelpunkt steht die heutige Bedeutung der Bilder und natürlich auch des Archivs als Erfahrungs-, Informations- und Wissensquelle.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Umgang mit gesellschaftlich-kulturellen bis hin zu technisch-zivilisatorischen Informationsproduktionen gehört zu den essentiellen Fragestellungen unserer Zeit; wir leben und agieren in dem Bewusstsein, dass jegliche Entscheidung über deren Bedeutung und Bedeutungslosigkeit eine unmittelbare Auswirkung sowohl auf die geistig-kulturelle Welt wie auch Umwelt der kommenden Generationen haben wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten durch eine breite mediale Öffentlichkeit vor allem im 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit, aber natürlich auch mit Entscheidungsträgern/-innen aus der Museums- und Ausstellungswelt sowie der Kulturförderung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Bildgespenster« beseelt die verstümmelte Welt der eigenen Identität, wendet sich Kunst aus der DDR zu, nicht um sich zurückzuwenden, sondern um Fragen nach dem heutigen Archiv zu stellen und zu diskutieren.

Besprochen in:

Zitty, 26 (2014)
Kulturpolitische Mitteilungen, 147/4 (2014), Manuela Lück
Regards croiss, 4 (2015), Jérôme Bazin
jot w.d., 9 (2017), Ralf Nachtmann
Autor_in(nen)
Elize Bisanz / Marlene Heidel (Hg.)
Buchtitel
Bildgespenster Künstlerische Archive aus der DDR und ihre Rolle heute
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
416
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2461-8
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC HBJD AB
BISAC-Code
SOC022000 HIS014000 ART037000
THEMA-Code
JBCC NHD AB
Erscheinungsdatum
2014-05-26
Auflage
1
Themen
Bild, Kunst, Erinnerungskultur
Adressaten
Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Museologie
Schlagworte
Kunst, Archiv, Kultur, DDR, Deutsche Vereinigung, Beeskow, Erinnerungskultur, Bild, Deutsche Geschichte, Politische Kunst, Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung